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Events | 18.05.2020

Kunst braucht ein Dach

Das Künstlerdorf Neumarkt an der Raab ist dringend reparaturbedürftig. Interessierte können nun durch den Erwerb von Werken unterstützen. Das Dorf fungiert auch heuer wieder als Kulisse für die Sommerakademie.

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© Marcus Eibensteiner, Melitta Gerger

Es ist seit über 50 Jahren eine der bedeutendsten kulturellen Institutionen im Südburgenland. Der damalige Streckhof mit Mauern aus häckselgemagertem Stampflehm und mit einem Strohdach war vom Abriss bedroht, obwohl es sich bei diesem Gebäude um eines der letzten seiner Art im Südburgenland handelte. Der akademische Maler und gebürtige Neumarkter Feri Zotter initiierte deshalb in den 1960er-Jahren die Gründung vom „Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein Neumarkt an der Raab“, um das Haus zu retten. Einen wesentlichen Impuls stellte die positive Expertise des Landeskonservators Alfred Schmeller dar, als deren Folge das Haus unter Denkmalschutz gestellt und in eine Künstlerklause umfunktioniert wurde. Nach ausgiebigen Restaurationsarbeiten, die von der Dorfbevölkerung unentgeltlich ausgeführt wurden, fand im Juni 1968 die feierliche Eröffnung des ersten Atelierhauses statt, wie das ehemailge Dax-Haus fortan hieß.


Aufgrund der Erfolgsgeschichte des ersten Atelierhauses wurde schon bald ein weiteres Gebäude in das zweite Atelierhaus umgewandelt, nämlich das sogenannte Zweggerlhaus. Mittlerweile gehören zum Ensemble des Künstlerdorfes eine Druckwerkstatt, die Dorfgalerie, die historische Ölmühle, drei strohgedeckte Bauernhäuser, das älteste Kino des Burgenlandes, das heute als Musikpavillon dient, und der Kreuzstadel. Seit 2014 gehört auch der als Bibliothek genutzte moderne Hypercubus dazu. Insgesamt stehen 16 Zimmer mit 30 Betten als Unterkunft für die Gäste zur Verfügung.


Der Lauf der Zeit ging jedoch nicht spurlos am Künstlerdorf vorüber: Einige Dächer müssen neu gedeckt werden, weil sie seit den 1970er-Jahren nicht mehr erneuert wurden und nunmehr dringend reparaturbedürftig sind. Es gab zwar eine Förderung vom Bundesdenkmalamt, die jedoch die Kosten bei Weitem nicht abdeckt. Daher werden nun Kunstwerke, die großzügig von Künstler*innen oder aus Sammlungen zur Verfügung gestellt wurden, gegen eine Mindestspende verkauft. Der Ertrag fließt ausschließlich in den Erhalt der Strohdächer. Die sanfte Hügellandschaft des Raabtals und die Atelierhäuser mit Strohdach bilden seit fünf Jahrzehnten die Kulisse für die Sommerakademie des Künstlerdorfes.

Von 6. Juli bis 28. August 2020 finden in diesem bezaubernden Ambiente Kunstkurse mit renommierten Kursleitern statt. Die Angebotspalette reicht von Malerei und Zeichnung, Fotografie, plastischem Gestalten, Drucktechniken bis hin zu Musik und Tanz sowie speziellen Kursen für Kinder.

www.kuenstlerdorf.net

www.kunstbrauchteindach.at

 

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