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Fashion | 30.12.2019

Haute Couture …

… made in Burgenland.

Bild 1912_B_kiss__.jpg
© Vanesa Hartmann

Kateryna Kiss, Mode-Atelier K.Kiss

Modelmaße brauchen die Kunden von Kateryna Kiss keine. So unscheinbar ihr Mode-Atelier in Frauenkirchen von außen auch wirkt, so preisgekrönt ist es von innen. Die Frauenkirchnerin versteht es, ihren Kunden die Kleider auf den Leib zu schneidern. Damen, Herren oder Kinder – Kiss legt bei allen das Maßband an. Zwei Mal – in den Jahren 2011 und 2015 – wurde sie für ihre Kleider bereits mit dem ersten Platz des Haute Couture Austria Awards der Wirtschaftskammer ausgezeichnet. Neben den Auszeichnungen finden Kiss’ Kreationen auch bei Fotoshootings für Magazine großen Anklang. Seit 2003 ist die ursprünglich aus der Ukraine stammende Wahlburgenländerin selbstständig. Viele Stammkunden darf sie zu ihren Auftraggebern zählen, darunter auch prominente Personen. Und durch die positive Mundpropaganda und ihre Medienpräsenz werden es immer mehr. Alle ihre Modelle sind Einzelstücke. „Die Kunden können sich darauf verlassen, dass sie ein Unikat besitzen.“ Denn eins zu eins nachgeschneidert wird bei Kiss nichts. Selbst ist sie eher der extrovertierte, ausgefallene Typ – das spiegelt sich auch oft in ihren Kreationen wider. „Natürlich passe ich meinen Stil immer an die Persönlichkeit der Kunden an.“ Vor allem in der Ballsaison sind die Fertigkeiten von Kateryna Kiss sehr gefragt. Ein Unikat auf dem roten Teppich oder dem Tanzparkett, das macht schon etwas her. 

 


Atelier Angelika, Ahmed-Schedl

© Viktor Fertsak

Neben ihrer Selbstständigkeit unterrichtet Angelika Ahmed-­Schedl an der Modeschule Hetzendorf Schnittkonstruktion und Projektwerkstätte. Ihre Tätigkeiten als Lehrerin und als Damenkleidermacherin in ihrem Atelier in Mattersburg ergänzen sich optimal, da sie gerne mit Jugendlichen arbeitet und so auch ihre Berufserfahrungen weitergeben kann. Die Idee zur Selbstständigkeit hatte sie bereits nach ihrer Meisterprüfung, doch da stand dann vorerst das Berufserfahrung-Sammeln an oberster Stelle. Sie arbeitete als Entwurf- und Schnittdirektrice im In- und Ausland. Danach absolvierte sie ihr Diplomstudium für das Lehramt Mode und Bekleidungstechnik. Seit 2016 hat sie ihre eigene Modewerkstatt, das „Atelier“, wo handgefertigte Unikate nach Maß entstehen. Ihr Steckenpferd sind Kreationen, deren Schnittführung aus geometrischen Formen besteht. Dadurch entstehen individuelle Drapierungen und Faltenwürfe, die eine eigene Silhouette ihrer Trägerin kreieren. Aber auch schlichte Schnittführungen liegen der Meisterschneiderin, die durch die individuelle Auswahl von Designstoffen zur Geltung kommen. Zuletzt setzte sich Angelika Ahmed-­Schedl mit Traditionen und altem Brauchtum auseinander. Sie lässt das Mattersburger Dirndl wieder neu aufleben. Es wurde so genäht, wie es in dem Trachtenbuch aus den 1950er-Jahren dargestellt und beschrieben wird. Das Modell, die Materialauswahl und die Fertigung des Dirndls wurden nicht verändert. Die Tracht in ihrem Ursprung sowie überlieferte Traditionen liegen Angelika Ahmed-Schedl sehr am Herzen, vor allem da es immer mehr „kitschige“ Dirndl gibt, die mit einer Tracht nicht mehr viel zu tun haben.