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Fashion | 07.08.2019

Erstes Transgender-Model bei Victoria´s Secret

Endlich ist der Aufschrei nach mehr Diversität in der Mode-Industrie auch bei der Dessous-Marke "Victoria´s Secret" angekommen! Die Brasilianerin Valentina Sampaio soll demnächst bei der berühmten Fashion-Show über den Laufsteg stolzieren. Und das, wobei der Chef des Unternehmens erst im November wegen transphoben Aussagen aufgefallen ist. Kritiker vermuten dahinter eine durchgeplante PR-Aktion. Aber reicht das, um den Imageschaden abzuwenden?

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Das Model-Dasein ist nichts Neues für sie: Valentina lief unter anderem für MIU MIU über den Laufsteg und war Covermodel auf der brasilianischen und französischen Vogue. © Andre Penner / AP / picturedesk.com

Victoria´s Secret Model mal anders 

Lange, schlanke Beine, Schmollmund und scharfe Wangenknochen. Das fällt einem als Erstes auf, wenn man Valentina Sampaio sieht. Sie ist ganz klar zum Modeln geboren! Einzigartig macht sie aber die Geschichte hinter dem schönen Gesicht: Valentina ist nicht als Frau geboren. Im Alter von 10 Jahren wurde ihr bewusst, dass sie sich nicht wie ein Junge fühlt.

Valentina kann sich super-sexy und feminin geben, hat aber auch ein wunderbar androgynes Gesicht – was in der Model Brache von Vorteil ist. Mittlerweile ist sie Anfang zwanzig und darf für Victoria´s Secret modeln. Valentina selbst spricht sehr stark für mehr Akzeptanz und Vielfalt aus.

Sie sagt: "Ich sehe nichts als Anomalie, jede*r ist wie er/sie ist..". 

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Imagewechsel 

Kritische Stimmen behaupten, Victoria´s Secret würde nur versuchen sich durch Valentina zu profilieren. Schließlich war die Marke in den letzten Monaten nicht selten in Kontroversen gehüllt – unter anderem aufgrund von transphoben Aussagen.

So sagte zum Beispiel der umstrittene EX-Marketing-Chef Ed Razek in einem Gespräch mit "Vogue", dass Transgender- und Übergrößen-Models nicht willkommen seien, weil die Dessous-Show "reine Fantasie" sein soll. Ist Valentina Sampaio also ihre Rettung und zeigt Weg aus der Krise? 

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Ed Razek verlässt die Show

Die deutsche Vogue berichtet heute, dass Ed Radek nach viel Kontroverse nicht mehr an der Show arbeiten wird und auch die Muttergesellschaft "Limited Brands" verlässt. Angeblich tritt er in den Ruhestand. Doch nachdem er seine Position trotz des massiven Aufschreis über seine transphoben Aussagen im November nicht verlassen wollte, kommt diese Nachricht sehr überraschend. Außerdem beginnt der Ruhestand fast zeitgleich mit der Nachricht, dass das Valentina als erstes Transgender-Model engagiert wurde. Zufall? Wahrscheinlich nicht.

Die Frage ist jetzt nur ob Razek gekündigt wurde oder freiwillig gegangen ist, weil er nicht mit einem Transgender-Model zusammen arbieten wollte. 

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Ed Radek mit Topmodel Heidi Klum 2008 ©SCHROEWIG / dpa / picturedesk.com

The Show Must Go On 

Zuletzt brodelte die Gerüchteküche und die Frage, ob die Show 2019 überhaupt stattfinden wird. Die "reine Fantasie" zu kreieren ist nämlich teuer. Nach Aussagen von Ed Razek, der massiv bei der Realisierung der Shows beteiligt war, kostet das Spektakel jährlich rund 22. Millionen US-Dollar. Kein Wunder, wenn die berühmt-berüchtigten "Fantasy Bras" alleine schon durchschnittlich 2. Millionen pro Stück kosten.

Angeblich waren die Einnahmen bis jetzt fünfmal so hoch wie die Ausgaben, doch seit den negativen Schlagzeilen schreibt man mit der Show rote Zahlen. Es kommt auch zu massiven Einbrüchen in den Verkäufen und schlechten Einschaltquoten im TV. Dieses Jahr soll die Show daher nicht im Fernsehen übertragen werden.