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Lifestyle | 15.11.2017

Energiereich Schlummerland

Seit drei Wissenschaftler den Nobelpreis für ihre Forschungen rund um die Chronobiologie erhalten haben, wird viel über die innere Uhr geredet. Morgenmuffel haben nun eine gute Ausrede: alles genetisch bedingt. Doch warum müssen wir überhaupt schlafen?

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Warum ist Schlaf eigentlich so wichtig? © Shutterstock

Welcher Schlaftyp sind Sie? Die Eule, die abends nicht ins Bett kommt, dafür am nächsten Tag nur widerwillig daraus zu holen ist? Oder die Lerche, die frühmorgens aufspringt und schon fünf Dinge gleichzeitig erledigen kann? Seit der Verleihung des Nobelpreises an die drei US-amerikanischen Forscher Jeffrey Hall, Michael Rosbash und Michael Young ist viel die Rede von der Chronobiologie, die genau dieses Thema behandelt: wie die innere Uhr unser Leben bestimmt. Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass der tägliche Stundenplan so ausgerichtet sein soll, dass Eulen und Lerchen nicht darunter leiden. Und glaubt man der Wissenschaft, so passt bei mehr als der Hälfte der Menschen in den Industrieländern der biologische Rhythmus nicht zu dem Tagesablauf, dem sie folgen. Dabei ist es wichtig, auf die innere Uhr zu hören, ansonsten können Schlaflosigkeit, Müdigkeit, psychische Störungen oder Stoffwechselkrankheiten drohen. Die innere Uhr wird übrigens auch gestört durch Flug­reisen in andere Zeitzonen, Schichtarbeit oder die zwei Mal im Jahr stattfindende Zeitumstellung.

Ein Blick auf die Chronobiologie zeigt auf: Um zwei Uhr morgens schlafen wir tief und fest, um 4.30 Uhr hat der Körper die niedrigste Temperatur. Gegen 6.45 Uhr beginnt der Blutdruck schnell zu steigen und gegen 7.30 Uhr wird das Melatonin abgeschaltet, das ist jenes Hormon, das uns in Tiefschlaf versetzt. Erst ab 8.30 Uhr kommt der Körper in Gang. Ab 21 Uhr wird wieder Melatonin ausgeschüttet, was uns auf den Schlaf vorbereitet. Die zuvor erwähnten Nobelpreisträger haben übrigens herausgefunden, welche Gene für das Funktionieren des biologischen Rhythmus Bedeutung haben. Gen­defekte beispielsweise haben zur Ursache, dass Menschen zu Lerchen oder zu Eulen werden.   

 

„Beim Bettenkauf spielt auch die Intuition eine Rolle.“

Burkhart Galler

 

Fast ein Drittel des Lebens verschläft der Mensch. Warum wir schlafen müssen, ist noch nicht wirklich erforscht. Die Erklärung der Forschung lautet vielfach: Erholung und Regeneration. Aktuell sind Schlafforscher der Überzeugung, dass Schlafen für die Informationsverarbeitung im Gehirn wichtig ist. Was tagsüber erlebt wird, verarbeitet das Gehirn in der Nacht. Es ist erwiesen, dass die kognitiven Fähigkeiten ohne Schlaf nachlassen und es nach etwa vier schlaflosen Nächten zu Halluzinationen und Wahnideen kommt. (Tipp: Kräftereich in St. Jakob im Walde; dort werden anschaulich wissenschaftliche Ansichten und unerklärte Phänomene gegenübergestellt – auch zum Thema Schlafen und Träumen.)

Ein ruhiger Schlaf ist nicht selbstverständlich. Rund zwei Millionen Österreicher leiden an Schlafstörungen. Burkhard Galler, Inhaber von Bett & Schlaf Galler in Niederwölz, der sich seit 30 Jahren mit gesundem Schlaf auseinandersetzt, fasst zusammen: „Nicht nur die orthopädisch richtige Lagerung des Körpers ist ausschlaggebend, sondern genauso die energetische Empfindsamkeit.“ Mittlerweile ist wissenschaftlich erwiesen, dass gewisse Holzarten wie die Zirbe positive Auswirkungen auf den Körper haben. Doch nicht jeder verträgt jedes Material. Welche für einen optimalen Schlaf geeignet sind, testet Galler mit der Einhandrute oder mit Test­ampullen in Verbindung mit dem kinesiologischen Muskeltest aus. Menschen, die daran nicht glauben, sondern auf wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse setzen, rät er, es beim Bettenkauf dennoch mit Intuition zu probieren. „Oft wählen Kunden von sich aus die richtigen Materialien.“

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