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Lifestyle | 08.12.2017

„Tyll“ von Daniel Kehlmann

Rezension von BURGENLÄNDERIN-Redakteurin Nicole Schlaffer

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© beigestellt

Für seine Eltern war es ein Wunder, dass der dürre Junge überhaupt überlebt. Aber Tylls Motto ist es, NIE zu sterben. Nachdem sein Vater hingerichtet wird, flieht Tyll und wird Lehrling des fahrenden Volkes. Neben seinen artistischen Fähigkeiten besitzt er die Eigenschaft, tief in die Seele der Menschen blicken zu können, um sie dann noch besser zu verspotten. Das macht ihn zum allseits bekannten Gaukler, der in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges im 17. Jahrhundert sein Unwesen treibt. An die Legende des Till Eulenspiegel (der angeblich im 14. Jahrhundert lebte) ist die Romanfigur Tyll Ulenspiegel lediglich angelehnt.

Der Roman beschreibt in brutal schonungsloser Weise die Folgen und Auswirkungen des 30-jährigen Krieges, von realitätsfremden Obrigkeiten und wirklichen einfachen Leuten – immer mit einem Hauch Banalismus und satirischen Anwandlungen. Lediglich die Zeitensprünge halten beim Lesen etwas auf. Insgesamt jedoch eine klare Lese-Empfehlung.

 

ISBN: 978-3498035679

Rowohlt, 480 Seiten, gebundene Ausgabe, € 22,95

Rezension von Redakteurin Nicole Schlaffer

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