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Lifestyle | 31.05.2018

Das Wunder Leben

In-vitro-Fertilisation, Eizellenspende oder „Initiative 32“: Der In-vitro-Experte Michael Schenk gibt Auskunft.

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© Shutterstock

Behandlung

Bei der künstlichen Befruchtung werden der Patientin Hormone zugeführt, mit dem Ziel, eine größere Zahl an Eibläschen (Follikel) heranwachsen zu lassen. In diesen Eibläschen wiederum reifen die Eizellen heran. Diese werden entnommen und im Labor mit den Samenzellen des Partners zusammengeführt. Die mehrzelligen Embryonen werden später in die Gebärmutter der Frau zurückübertragen.


Chancen

Viele Frauen wissen nicht, dass ihre Chancen, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, mit jedem Jahr stark sinken. Im Durchschnitt kommen Frauen im Alter vom 35,8 Jahren in eine Kinderwunschklinik (Quelle: Kinderwunschinstitut Schenk). Würden sie fünf Jahre früher kommen, wären die Chancen, schwanger zu werden, um 50 Prozent höher, betont Michael Schenk. Bei einer 20-Jährigen sind rund 90 Prozent der Eizellen „fit“ und befruchtungsfähig, mit 30 nur noch 50 und mit 40 nur noch zehn Prozent.


Eizellenspende

Seit Jänner 2017 ist es in Österreich erlaubt, Eizellen zu spenden. Gespendet werden sie Frauen, die durch Erkrankungen oder Operationen an den Eierstöcken keine Eizellen mehr haben oder zu wenige, Frauen, die Karzinom-erkrankungen hinter sich haben, und Frauen kurz vor 40, deren Eizellen nicht mehr die für eine Schwangerschaft erforderliche Qualität aufweisen.


Kosten

In-vitro-Behandlungen kosten in Österreich zwischen 4.500 und 7.000 Euro. Bis zu einer bestimmten Altersgrenze (Frauen 40, Männer 50 Jahre) übernimmt der IVF-Fonds zwei Drittel der Kosten von drei Versuchen. Statistisch gesehen sind 1,25 von zehn Kindern mittels In-vitro-Fertilisation gezeugt, vor wenigen Jahren war es noch eines von zehn Kindern.


Social Egg Freezing

In den USA sind IVF-Behandlungen nahezu zehn Mal so teuer als in Österreich. US-Konzerne bieten ihren „hochperformenden“ Mitarbeiterinnen an, die Kosten für das Einfrieren der Eizellen (Social Egg Freezing) zu übernehmen, um sozusagen beim Zeitpunkt der Mutterschaft mitreden zu können. In Österreich ist dies nur mit medizinischer Indikation erlaubt.