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Lifestyle | 01.10.2018

Revolution am Acker

Der Herbst wird ein Genuss – in unserem Kulinarik-Herbst-Special beleuchten wir die Vielfalt der regionalen Produzenten und wie die Landwirtschaft im Burgenland die Zukunft bestimmt.

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© Shutterstock

Wer denkt, dass Burgenlands Landwirtschaft stark im Weinbau ist, hat zwar recht – aber wussten Sie auch, dass Getreide die Liste der Agrar-Exportgüter anführt? Das Burgenland exportiert laut Angaben der Wirtschaftskammer pro Jahr Waren im Wert von über zwei Milliarden Euro, davon entfallen 17,5 Prozent auf die Agrarprodukte. Ein überdurchschnittlich hoher Wert, der österreichweit im Durchschnitt nur bei 7,9 Prozent liegt. Die Getreideflächen wurden gegenüber 2017 heuer um 4 % auf 151.867 Hektar ausgeweitet und werden zu 69 % konventionell bzw. zu 31 % biologisch bewirtschaftet. „Als Agrarlandesrätin bin ich besonders stolz, dass das Burgenland im Getreideanbau den höchsten Bioanteil aller Bundesländer hat“, so LR Verena Dunst.

Export spielt große Rolle. „Das Burgenland ist für die Qualität des heimischen Getreides im Ausland bekannt“, freut sich Hannes Mosonyi, Obmann des burgenländischen Agrarhandels. „Wir haben hier im Burgenland einzigartige klimatische Bedingungen, die unsere Produkte so unverwechselbar machen. Wir sind aufgrund der jährlich schwankenden Witterungsverhältnisse mit der Erntemenge zwar stark von äußeren Bedingungen abhängig, aber ich sehe gute Chancen für das Burgenland, den Anteil der Exporte weiter auszudehnen.“ Neue Hoffnungsmärkte sind beispielsweise Asien. Natürlich profitiert das Burgenland auch sehr stark von der Nachfrage nach österreichischem Wein. Rund ein Drittel der Weinexporte aus Österreich stammen aus burgenländischen Rieden.

Herausforderungen. Bei den Esterhazy Betrieben hat man den Stellenwert der Landwirtschaft schon längst erkannt und darauf aufgebaut. Mit dem neuen Konzept einer umfassenden Gesamtsicht der Landbewirtschaftung mit den Biofeldtagen 2018 und der neuen Marke „Pannatura“ ist dem Burgenland auch internationale Aufmerksamkeit sicher. Gäste aus ganz Österreich, den Nachbarländern, aber auch Delegationen aus Frankreich, England, Rumänien, Griechenland, Kroatien und selbst Kasachstan waren am Bio-Landgut Esterhazy vertreten, um sich anzusehen, was die burgenländische Landwirtschaft kann. „Eine erfolgreiche Landwirtschaft lebt einerseits von althergebrachter Erfahrung, andererseits aber von der Bereitschaft, Neues kennenzulernen und umzusetzen. Eine umfassende Gesamtsicht und der gezielte fachliche Austausch waren daher die Erfolgsgaranten für den fulminanten Start der Biofeldtage“, so Matthias Grün, Geschäftsführer des Veranstalters Pannatura GmbH.

Doch es sind auch Herausforderungen, die auf die Landwirte im Burgenland zukommen und die sich damit auch auf die Konsumenten auswirken werden. Mit jährlich mehr als 2.000 Sonnenstunden findet das Burgenland grundsätzlich sehr gute Produktionsbedingungen vor, wobei Wasser zumeist der limitierende Faktor ist. „Durch Witterungsextreme wie z. B. Hagel, Dürre oder Starkregen haben sich die Herausforderungen für die burgenländische Landwirtschaft in den letzten Jahren aber immer mehr verstärkt. Langfristiges Denken und Handeln, insbesondere mit angepassten Fruchtfolgen und gut geeigneten Sorten, aber auch die Kunst, kurzfristig zu handeln und offen für Neues zu sein, ist mehr denn je notwendig. Biologische Produktion und regionale Vermarktung sind dabei Basis von nachhaltigem Erfolg“, gibt Grün zu bedenken.

Die Landwirtschaft ist im Südburgenland eher klein strukturiert, im Norden sind die Betriebe größer, es gibt aber zunehmend Probleme mit der großen Trockenheit im Sommer aufgrund des Klimawandels. Landwirtin Doris Kollar-Lackner aus Kukmirn sieht die Herausforderungen für die Zukunft einerseits in der Entwicklung der Weltmarktpreise, andererseits durch den Klimawandel, „den wir bereits stark spüren – denn die Hitze und Trockenheit begünstigen Unkraut und Ungeziefer, das merken alle Landwirte. Es gilt für unsere Betriebe aber auch hohe Investitionen zu bewältigen und Auflagen und Hygienevorschriften einzuhalten.“

Nichtsdestotrotz blicken Burgenlands Landwirte positiv in die Zukunft und haben mit dem Ausbau der Bio-Schiene, der regionalen Wertschöpfung und dem starken Fokus auf Qualität sehr gut für die Zukunft vorgebaut. Denn der Privatkonsument kommt immer öfter in die Hofläden und „will wissen, wo wir produzieren, will sich von der Qualität überzeugen und kauft auch gerne direkt bei uns. Wir beliefern mit unserem Obst und unseren Säften ebenso die Gastronomie in der näheren Umgebung, denn auch die Gastronomie ist von unserer hohen Qualität überzeugt“, so Gerald Zotter vom Obsthof Zotter in Kukmirn.

„Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Vegetation gibt es heuer eine sehr frühe Ernte, wobei Qualität und Menge gut sind.“ 

Agrar-LR Verena Dunst

„Das Burgenland ist für die Qualität des heimischen Getreides im Ausland bekannt.“

Hannes Mosonyi, Obmann des burgenländischen Agrarhandels

„Langfristiges Denken und Handeln, ins-besondere mit angepassten Fruchtfolgen und gut geeigneten Sorten, ist stärker denn je notwendig.“

Matthias Grün, Geschäftsführer Pannatura

„Wir haben hier im Burgenland die meisten Sonnenstunden Österreichs und mit unseren vielen innovativen Landwirten einen überdurchschnittlichen Bioanteil.“

Martin Pinczker, Bioprodukte Pinczker


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© Viktor Fertsak

Ab-Hof-Spezialitäten

Richard und Beate Triebaumer aus Rust führen eine gemischte Landwirtschaft mit Freiland-Mangalitzaschweinen, Streuobstwiesen und Gemüseanbau. Dem Ursprung der Landwirtschaft entsprechend produzieren sie ihre Produkte und verkaufen Ab-Hof-Spezialitäten wie den „Mangalitza-Lardo“ (siehe Bild), ein besonderes Geschmackserlebnis: Speck getrocknet mit wunderbar duftenden Kräutern. Ebenso erhältlich sind Köstlichkeiten wie Kürbisschmalz, Paradeiser in Muskateller-Essig eingelgt oder Chili-Kraut, Quittenmarmelade und vieles mehr. Ernst Triebaumer-Weine aus dem Familienbetrieb gibt es ebenso zu Ab-Hof-Preisen.

www.triebaumerrichard.at


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© Beigestellt

Bio-Tofu als Besonderheit

Die handgefertigten Sojaspezialitäten aus Bioanbau aus dem Seewinkel von Ulla Wittmann und Ludwig Birschitzky werden sowohl ab Hof als auch auf Bauernmärkten und Genussfestivals bzw. in gut sortierten Bioläden sowie an regionale Gastronomiebetriebe verkauft. Eine Besonderheit sind die veganen, glutenfreien Fertiggerichte im Glas, z. B. Chili con Tofu, Sauce Tofunese oder Linseneintopf mit Räuchertofu – ohne Zugabe von Geschmacksverstärkern oder Konservierungsmitteln. Handgemachte Hausmannskost mit gesunden, modernen Zutaten für die schnelle Küche.

Manufaba – Seewinkler Biotofu aus Frauenkirchen,
www.manufaba.at


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© Franz Weber

Qualität für alle

Egal, ob für die Gastronomie, Firmen, Privatkunden oder Supermärkte: im Landwirtschaftsbetrieb von Doris Kollar-Lackner in Kukmirn und im ebenfalls dort ansässigen Hofladen, der Kürbismanufaktur, erhalten Kunden qualitativ hochwertige Produkte, mit Liebe zum Detail gefertigt. Speziell Produkte rund um den Kürbis: Kürbiskernöl, Kürbiskernpesto, Knabberkerne, Chutneys, Liköre, Schokolade, Zierkürbisse, aber auch individuelle Geschenkskörbe auf Kundenwunsch.

www.agrarhandel-lackner.at


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© Viktor Fertsak

Genuss-Greißler

Im Herzen des Wulkatales ist der Feinkostladen Hergovits verwurzelt. Regionale Partner beliefern den Nah&Frisch-Markt von Markus Hergovits mit köstlichen Produkten wie Brot, Speck, Ziegenmilch, Rosalia-Whisky, Gin aus Horitschon, Pannonischem Safran und Golser Bier. Sämtliche burgenländische Genussregionen haben hier eine starke Plattform ebenso wie Marchfelder Gemüse, Marchfeldspargel, Waldviertler Erdäpfel oder Fleisch vom Tullnerfelder Schwein. Fisch gibt es frisch oder auch geräuchert. Ausgezeichnet für sein Engagement bei der Nahversorgung und in der Wirtschaftskammer wurde Hergovits nicht zuletzt auch wegen der zahlreichen Veranstaltungen.

www.nahundfrisch.at/hergovits


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© Viktor Fertsak

Die Sonnenseite Burgenlands

Für das Ja!Natürlich Biosonnenblumenöl werden ausschließlich die Kerne einer speziellen hochölsäurehaltigen Sorte gepresst: high oleic, so der Name. Vom gesundheitlichen Aspekt braucht das Öl dadurch den Vergleich mit Olivenöl nicht zu scheuen, es sind mindestens 80 % ungesättigte Fettsäuren, herkömmliches Sonnenblumenöl hat nur rund 20 %. Nicht zuletzt deshalb ging das Ja!Natürlich Sonnenblumenöl aus dem Burgenland beim Test des VKI 2018 als Testsieger hervor!

Landwirt Martin Pinczker erklärt, dass diese spezielle Sonnenblumensorte zwar mehr Aufmerksamkeit sowohl am Feld als auch bei der Lagerung und Verarbeitung braucht, doch die daraus entstehende Qualität sowohl den Handel als auch die Kunden danach restlos überzeugt. Das Unternehmen Bioprodukte Pinczker GmbH fungiert als starker Partner der burgenländischen Biolandwirtschaft und vermarktet erfolgreich das Getreide von hunderten burgenländischen Biolandwirten an Kunden in ganz Österreich und darüber hinaus. Einer der größten Abnehmer und bedeutendster Verarbeiter ist Rewe mit seiner Biomarke Ja!Natürlich.

www.janatuerlich.at
www.bio-pinczker.at


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© Werner Zangl

30 Hektar bestes Obst

Eine Familie, fünf Generationen, hohe Sortenvielfalt und die Liebe zur Region: Bei einem der größten Obstbetriebe des Südburgenlandes, dem Obsthof Zotter in Kukmirn, werden Obst, Edelbrände, Liköre, Nektare und Säfte auch ab Hof angeboten. Durch spezielle Lagertechnik kann man das ganze Jahr über knackig frische Äpfel kaufen und dabei zwischen Kilo- und Kistenpreisen wählen.

www.obsthof-zotter.at


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© Beigestellt

Köstliche Schlösslpilze

Schlösslpilze ist das junge, landwirtschaftliche Unternehmen von Maximilian Höller und Martin Csanyi. Sie geben dem vermeintlichen Abfallprodukt Kaffeesatz ein zweites und sogar drittes Leben, indem sie damit zuerst edle Speisepilze züchten und ihn danach als Dünger in der Landwirtschaft einsetzen. Die Schlösslpilze haben ihren Produktionsraum im Keller des Martinsschlössl in Donnerskirchen. Von dort aus versorgen sie Gastronomiebetriebe und sind auch auf Märkte und in Genussläden in der Region mit frischen Austernseitlingen und veredelten Pilzprodukten im Glas vertreten. Nachhaltig, regional und mit hoher kulinarischer Qualität.

www.facebook.com/Schloesslpilze


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© Beigestellt

Sonnenland Reformhaus

Das Reformhaus setzt auf Produkte aus Österreich und der Region, das Angebot umfasst über 2.000 Artikel: Bio-lebens-mittel, Naturkosmetik, Tee, sehr nette Geschenkartikel, CBD-Öl, Räucherwerk, vegane Spezialitäten, Nahrungsergänzungsmittel etc. Die Qualität der Produkte und die kompetente Beratung (aus eigener Erfahrung heraus) sind das Markenzeichen des Sonnenland Reformhauses von Regina Thurner. Ihr Motto: Ja, viel Gutes erwartet dich!

Sonnenland Reformhaus,
Arenaplatz 9/5 • 7210 Mattersburg
www.sonnenland.cc


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© Viktor Fertsak

Frisch für die Gastro

Burgenlands Spitzen-Gastronomie und -Hotellerie zählt auf frisch und pünktlich geliefertes Obst und Gemüse aus der Region. Als alleiniger Kooperationspartner von Seewinkler Sonnengemüse beliefert die Firma Unfried sämtliche gehobenen Küchen im Nordburgenland, wie auch das Steakhouse in Parndorf (am Bild Markus Felderer von Unfried mit Barbara Ladich vom Steakhouse). Derzeit besonders beliebt: Eierschwammerl und Pilze frisch aus der Region für den genussreichen Frühherbst!

www.unfried.info


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© Viktor Fertsak

Hausgemachte Pasta

Die Qualitätsnudeln von Barbara Gelbmann/Seewinkler Eierteigwaren aus Pamhagen bestehen aus hochwertigem Durum-Hartweizengrieß und frischen Eiern aus Bodenhaltung. Für die verschiedenen Geschmacksrichtungen und Farben werden ausschließlich reine Naturprodukte verwendet. Diese Liebe zum Produkt kann sich schmecken lassen! Bei einem Besuch des Familienbetriebs sind alle Produkte zu Ab-Hof-Preisen erhältlich (als besonderer Tipp für jeden Anlass gelten die berühmten handgemachten Festtagsnudeln), ebenso gibt es genussvolle Geschenksideen (für Firmen auch mit individuellem Druck), Beratung inklusive!

www.seewinkler-eierteigwaren.at


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© Viktor Fertsak
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© Viktor Fertsak
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© Viktor Fertsak

Zwischen Muße und Staunen

Eine neue Genuss-Dimension erfahren die Gäste im Restaurant Paradiso Pannonia Sandhöhe in Mönchhof. Am Rande des Nationalparks gelegen, ist es ein Ort für Genuss und Entdeckertum. Das moderne Interieur und die Glasfront erlauben einen atemberaubenden Blick über die Weiten des Neusiedler Sees, über das sanfte Hügelland der Weinberge bis hin zum Schneeberg. Man speist – vor den Augen der Gäste vom Küchenchef zubereitete Speisen mit frischen und regionalen Zutaten – schlicht himmlisch, egal ob beim Frühstück oder beim romantischen Abend-Dinner bei Sonnenuntergang. Nicht zuletzt deshalb erreichte das Restaurant beim Connex Best Quality Award den 1. Platz. Auch als Veranstaltungsort geben Restaurant und Café--Lounge jedem Ereignis den perfekten Rahmen.

 

Paradiso Pannonia Sandhöhe
Sandhöhe 19 • 7123 Mönchhof
Tel.: 02173/80 350
[email protected]
www.paradiso-pannonia.at