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Lifestyle | 04.12.2018

Das Böse hat viele Gesichter

von Stephen King

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© Heyne Verlag

Als ausgewiesener King-Fan weiß ich, dass nur der Meister es schafft, die besten Monster zu erfinden. In „Der Outsider“ tat er es wieder. Und nicht nur das: Auch das wutgeladene Trump-Amerika findet im Buch sein Abbild sowie auch die Manipulation der Gesellschaft samt Fake News. Ein 11-jähriger Junge wird auf grausame Art und Weise misshandelt und ermordet. Die Polizei verhaftet einen Mann, weil es zahlreiche Zeugenaussagen und Fingerabdrücke gibt, die ihn schwer belasten. Doch es stellt sich heraus, dass er ein absolut wasserdichtes Alibi hat. Und wenn ein Mensch nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann, wer kann es dann? Der 752-seitige Roman baut in den ersten zwei Dritteln eine unglaubliche Spannung auf: lange Lesenächte waren die Folge! Doch im letzten Drittel geht King ein bisschen die kriminalistische Luft aus und das Buch verwandelt sich in einen Horrorroman, der etwas zu schnell und zu seicht sein Ende findet. Das kommt beim 71-jährigen Bestsellerautor nicht zum ersten Mal vor und macht seine Bücher deshalb für mich nicht weniger interessant. Auch beim „Outsider“ entschädigen die ersten paar hundert Seiten für den Schluss und werden King-Fans und solche, die es noch werden wollen, nicht enttäuschen. Daher kommt er als Buch Nr. 46 in meine chronologisch geordnete Stephen-King-Sammlung und wartet bereits auf seinen rechten Nachbarn.

Rezension von Redakteurin Nicole Schlaffer


„Der Outsider“ von Stephen King

  • Verlag: Heyne
  • 752 Seiten
  • Hardcover
  • ISBN: 978-3453271845
  • € 26,–

Buch zur Verfügung gestellt von der Buchhandlung „das Lesezeichen“ (Bücher, Geschenke, hochwertige Kinderspielsachen, Dekoartikel) in Deutschkreutz. www.daslesezeichen.at