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Lifestyle | 13.08.2019

I AMsterdam

Quirlig, magisch und mit allen Wassern gewaschen: So zeigt sich Amsterdam, wo Isabella Burtscher an der Modeuni AMFI studiert.

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© Shutterstock

Geduld. Das war die erste Lektion, die Isabella Burtscher in ihrer neuen Wahlheimat gelernt hat. Die Wohnungssuche in Amsterdam erwies sich nämlich als echte Herausforderung, „es war ein recht schwieriger und langwieriger Prozess, es gibt da nämlich sehr strenge Regeln und die Preise sind im Vergleich zu Wien beispielsweise sehr hoch“.
Aber schlussendlich war die Suche von Erfolg gekrönt, heute lebt sie gemeinsam mit zwei Italienerinnen und einer Engländerin in einer umtriebigen WG zusammen. Die zweite Lektion: Die unverblümte Ehrlichkeit der Bewohnerinnen und Bewohner der Metropole kann manchmal durchaus ein bisschen irritieren, „sie sagen sehr direkt, was ihnen nicht passt, daran muss man sich definitiv etwas gewöhnen, es kann dann aber auch sehr erfrischend sein“, schmunzelt Burtscher, die hier am Amsterdam Fashion Institute Mode, Design und Management studiert.

Pulsierend. Dem Zauber der Stadt ist die Steirerin, die zuvor bereits in Mailand Mode studiert hat und im Sommer 2018 nach Amsterdam übersiedelt ist, aber sofort erlegen. „Die Menschen sind sehr aufgeschlossen und lustig, es gibt unglaublich viel zu entdecken, Architektur und Kultur sind einfach mitreißend“, schwärmt sie. Die Stadt pulsiert. Das hat mehrere Gründe: Die Anzahl der Touristen ist groß, jene der Studierenden nicht minder. Außerdem leben viele Ausländer für ein paar Jahre aus beruflichen Gründen hier, weil eine Reihe von internationalen Unternehmen einen Standort in der Hauptstadt der Niederlande hat.

 

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Nachhaltig. Burtscher selbst arbeitet an der Universität gerade unter dem Leitthema „Business Woman“ an einer Gruppen-Kollektion für die Frühjahr/Sommer-Saison 2020, in der der ressourcenschonende Einsatz von Materialien und eine faire Produktion wesentliche Elemente sind. „Sustainability ist hier am Amsterdam Fashion Institute ein ganz großes Thema.“  Die Wochentage verbringt sie an der Uni, Pausen vom Lernen am liebsten im „Botterham“, „das ist ein supersüßes Café gleich um die Ecke in der Mauritskade“. Abends wird oft gemeinsam mit den Mitbewohnerinnen gekocht. „Am Wochenende versuche ich, immer neue Orte, Cafés, Museen und Plätze zu entdecken.“ Museumsplein und Leidseplein, die Einkaufsstraßen Kalverstraat und De Pijp zählen bereits zu den Favoriten.

Gewappnet. Bei der Fülle an kulturellen Angeboten im engeren und weiteren Sinn sollte man gegenüber einem stets gut gewappnet sein: dem Wetter. Eine Windjacke, warme und wasserfeste Überkleidung und Haarspray sind daher auch die ständigen Begleiter von Isabella Burtscher geworden, „das Wetter kann nämlich extrem schnell umschwenken und man ist darüber hinaus gut beraten, wenn man zu Hause auch gleich Vitamin B und D vorrätig hat“, erzählt sie von den kleinen Widrigkeiten des Alltags. Den Regenschirm kann man auf Burtschers Rat aber getrost zu Hause lassen, bei dem oft recht starken Wind überlebe er es ohnehin nicht. Burtschers Conclusio ist dennoch durchwegs positiv: Die Tatsache, dass Amsterdam so viel zu bieten hat, lässt einen wettertechnisch doch vieles in Kauf nehmen.

 

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Familienbeziehungen. Am Wochenende besucht die Tochter von Unternehmerin und Künstlerin Eva Burtscher gerne auch ihren Bruder. Der lebt und arbeitet nämlich seit geraumer Zeit in Den Haag. „Mit dem Zug bin ich in nur 40 Minuten dort, die Zugverbindungen sind ausgesprochen gut hier“, erzählt sie.
Verspürt sie manchmal so etwas wie Heimweh? „Natürlich vermisse ich meine Familie und meine Freunde am meisten.“ Einen kleinen Trost spenden da die Mitbringsel aus Österreich. Nach Reisen in die Heimat hat Isabella Burtscher immer wieder Mozartkugeln für sich selbst und Sachertörtchen für ihre internationalen Freundinnen und Freunde mit im Gepäck, „die sind nämlich ganz verrückt danach“.


Meine Tipps

 

1. Museumsplein ist wunderschön zu jeder Zeit. Man genießt die Zeit unter freiem Himmel, es gibt immer wieder coole Veranstaltungen und hier finden sich alle wichtigen Museen. Besuchen sollte man auf alle Fälle das Van Gogh Museum und das Rijksmuseum.

2. Leidseplein ist perfekt für den Abend. Hier im Zentrum gibt es viele Restaurants, Bars und Discos. Einer meiner Lieblingsplätze ist das „Palladium“ – ein Restaurant, das sich abends zur Bar wandelt. Fancy ist auch die Bar auf der Dachterrasse des W-Hotels.

3. Zum Shoppen empfehle ich die Kalverstraat und De Pijp. Hier finden sich viele Concept Stores, die faire Kleidung in sehr guter Qualität verkaufen. Wenn man „Second Hand“ mag, wird man auf alle Fälle in Amsterdam fündig, unter anderem im „Episode“ oder im „Kiloshop am Waterlooplein“.

4. Life-Hack für Amsterdam: Eine Windjacke sowie warme, wasserfeste Überbekleidung sind immer empfehlenswert, da das Wetter sehr schnell umschlagen kann.


Amsterdam

Regierungssitz und Königsresidenz befinden sich im 60 km entfernten Den Haag, seit 1983 ist Amsterdam aber Hauptstadt der Niederlande. Die Stadt hat 864.217 Einwohner, im Großraum Groot-Amsterdam sind es 1,36 Millionen.

Amsterdam ist für seine vielen Grachten berühmt. Frühling und Herbst sind mild, mit über 100 mm Niederschlag pro Monat teilweise aber auch ziemlich nass. Entschädigung: Im Hochsommer kann es aufgrund der sehr westlichen Lage in der Mitteleuropäischen Zeitzone bis 23 Uhr hell sein.

Fläche: 219,32 km2 • Land: 165,31 km2 • Wasser: 54,01 km2