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Lifestyle | 03.01.2020

Wahlrecht in Österreich

Die Initiative „100 Jahre Frauen(wahl)recht – Frau & Politik im Burgenland“ von LR Astrid Eisenkopf und dem Referat Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung gibt Einblicke in die Entwicklung des Wahlrechts in Österreich.

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© Shutterstock

1848  Im Zuge der Revolution erhalten zunächst nur die Männer das ­Wahlrecht zu den Reichstagswahlen.

1849 Gemeindewahlrecht für Besitzende (auch Frauen mit entsprechendem Vermögen oder Steuerleistung wird das aktive Wahlrecht zuerkannt).

1861 Landtagswahlrecht für Besitzende (auch Frauen).

1873 Direkte Wahl des österreichischen Abgeordnetenhauses zum Reichsrat.Zensuswahlrecht: Die Gewichtung der Stimme hängt vom Steueraufkommen oder Besitz des Wählers ab. Kurienwahlrecht: Die Wahlen in die Volksvertretungen erfolgen nach Wählerklassen (Kurien) und nach der Steuerleistung. Nur in der Kurie der Großgrundbesitzer*innen gibt es auch einige wahlberechtigte Frauen.

1882 Das Wahlrecht wird durch die Senkung des Wahlzensus ausgeweitet.

1888 Entzug des Gemeinde- und Landtagswahlrechts für steuerpflichtige Frauen in Niederösterreich, das ihnen bis dahin zustand (s. o.).

 

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1896 Allgemeines Männerwahlrecht (Zensuswahlrecht) durch Einführung einer 5. Kurie (allgemeine Wählerklasse).

1907 Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts für Männer (Ausschluss aller Frauen) – Abschaffung des Privilegiensystems.

1918 Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten, geheimen Wahlrechts für alle Staatsbürger*innen ohne Unterschied des Geschlechts.

1919 Bei der Wahl zur österreichischen Nationalversammlung haben Frauen erstmals das aktive und passive Wahlrecht – Listen- und Verhältniswahlrecht.

1933–1945  Keine bundesweiten und freien Wahlen.

1945 Wiedererrichtung der demokratischen Republik. Wiedereinführung des Wahlrechtes gemäß der Ersten Republik.

seit 1945 Schrittweise Senkung des Wahlalters von 21 auf 16 Jahre. Einführung von Elementen des Persönlichkeitswahlrechts (Vorzugsstimmen).