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Lifestyle | 03.02.2020

Wo ist der Hamster?

Das Editorial unserer Chefredakteurin Nicole Schlaffer.

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Chefredakteurin Nicole Schlaffer © BURGENLÄNDERIN

Dieses viel besprochene Hamsterrad – ich mag es nicht. Zum einen, weil ich als Kind einen Hamster hatte, der zu meiner großen Enttäuschung eines Tages ziemlich steif in seinem Rad lag, als ich von der Schule nach Hause kam, und nicht mehr auf meine Stupser und Motivationsrufe reagierte – zum anderen, weil das Hamsterrad als Symbol für Bemühungen ohne Weiterkommen steht. Es ist also das Laufband bzw. der Hometrainer des Lebens. Oder tut man ihm unrecht? Der Hamster braucht doch das Hamsterrad, sonst würde er krank werden, weil er seinem angeborenen Bewegungsdrang nicht nachgehen kann. Vielen Menschen geht es mit einem Laufband ebenso, denn es tut etwas für das körperliche Wohlbefinden (sofern man sich darauf bewegt – gilt nicht für zum Kleiderständer umfunktionierte Fitnessgeräte). Doch stellen wir uns einmal vor, der Hamster würde in Freiheit leben und bräuchte kein Hamsterrad. Oder wir würden nicht am Laufband stur vor uns hinstraucheln, sondern uns draußen in der Natur bewegen.Wie wir uns selbst entdecken, das, was wir wollen und was uns gut tut, und wie wir einen Neustart wagen können, dazu soll Sie diese Ausgabe inspirieren. Und neben beeindruckenden Persönlichkeiten stellen wir Ihnen dieses Mal auch einige Unternehmen aus dem Burgenland in unserer zwei Mal jährlich erscheinenden Business-Ru­brik vor. Zum Abschluss lass’ ich Einstein sprechen: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Nicole Schlaffer, Chefredakteurin der BURGENLÄNDERIN