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Lifestyle | 13.02.2020

Sexual Wellbeing

Der Wahlsteirer Volker Hoffmann hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen glücklicher zu machen: mit seiner Marke für sexuelle Gesundheit. Im Gespräch erklärt er uns, warum das wichtig ist.

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Volker Hoffmann mit seinen Produkten für Sexual Healthcare. © Thomas Luef

Wer Volkers Visitenkarte annimmt, ist erst mal verblüfft über seine Jobbezeichnung. Der selbst ernannte Sexual Wellbeing Designer ist weltweit der einzige seiner Art. Ab 2020 wird sich sexuelles Wohlbefinden zu einem Kernthema der Zukunft entwickeln, prognostiziert der Experte. „Schön, wenn das kommt – es wird uns allen guttun.“

 


Als Volkers Bruder, ein Lebensmitteltechnologe, vor Jahren mit einem Silikonhersteller zu tun hatte, begannen die beiden mit dem Küchenmixer zu experimentieren. Bis dato gab es am Markt nur entweder wasser- oder silikonbasierte Gleitgele und davon viel zu viele. Sie versuchten also etwas Neues: eine Fusion aus beiden. „Wasserbasiertes Gleitgel zieht nämlich oft Fäden und wird pappig. Reine Silikongleitgele sind zu rutschig und verschmutzen die Bettwäsche.“ Der Prototyp aus dem Mixer landete nach dem dermatologischen Test mit „Sehr Gut“ direkt auf der größten Erotikmesse Deutschlands. „Wir haben gesagt ‚Hier ist Lubexxx – und los geht’s!‘ und die Leute haben uns den Stand eingerannt.“ Das war 2003. Heute findet man die Marke in keinem Erotikshop mehr, in der Branche fühlten sie sich nicht zu Hause. Dafür gibt es die Qualitätsgleitgele und Co. in über 1.000 Apotheken und Versandapotheken in ganz Österreich zu kaufen. Gemeinsam mit Experten und Ärzten wurden zudem diverse Beckenbodentrainer entwickelt, Volker schrieb das Buch „Hängematte des Glücks – warum ein starker Beckenboden wichtig ist“ und seine Produkte werden heute von Gynäkologen und Hebammen empfohlen. Warum?


Ganzheitliche Wellness.

Wie Gesellschaft tut bereits gut daran, Sexualität zu einem salonfähigen Thema zu machen. Es mangelt noch an Aufklärung, die bislang hauptsächlich Gynäkologen leisten – und Volker, weshalb wir den Visionär zum Gespräch geladen haben. Erste Frage: Was hat Gleitmittel in Apotheken verloren? Die Antwort lautet: Scheidentrockenheit. Viele Frauen haben keine Lust auf Intimität, weil sie sehr trocken sind. Sie machen sich Sorgen, suchen den Fehler bei sich oder beim Partner. Gleitmittel hilft Partnerschaften, so Volker: „Scheidentrockenheit kann durch hormonelle Veränderungen entstehen, besonders während und nach dem Wechsel. Aber auch jüngere Frauen leiden öfters darunter, das ist ganz natürlich.“ Das Qualitätsgleitgel von Lubexxx ist das einzige in Apotheken erhältliche Gleitgel auf Basis einer Wasser-Silikon-Emulsion. Es gleicht die Defizite der natürlichen Feuchtigkeitsbildung aus und spendet lange Feuchtigkeit mit einem angenehmen Hautgefühl. Es kann nicht nur den Sex erleichtern, sondern auch den Alltag wieder angenehmer gestalten. Frage zwei: Was ist wichtig für die weibliche sexuelle Gesundheit? Antwort: ein starker Beckenboden. Beckenbodentrainer und auch Liebeskugeln können das seelische und körperliche Wohlbefinden und die sexuelle Lust wieder steigern. „Wenn der Beckenboden fest ist, geht alles leichter und besser. Einfach wieder mehr Lust auf die Lust.“


Phänomen Beckenboden.

Kaum jemand beschäftigt sich ernsthaft mit seinem Beckenboden, dabei ist ein starker Beckenbodenmuskel essenziell für unser Wohlbefinden. Eine starke Muskulatur sorgt dafür, dass er seine Funktionen bis ins hohe Alter behält. „Wenn man mit 70 dann merkt, dass man inkontinent ist, werden die Ärzte einem sagen, man hätte früher anfangen sollen“, erzählt Volker. Wenn der Beckenboden sinkt, kann dies unangenehme Auswirkungen für den Körper haben. Eine Schwangerschaft, ein sinkender Östrogenspiegel im Wechsel und auch Übergewicht können eine Senkung auslösen. Die Folgen sind Blasenschwäche, einhergehend damit oft Probleme mit dem Stuhlgang, Druck im Unterleib, Rückenschmerzen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch die Seele kann darunter leiden. Die Wechseljahre bieten sich als idealer Zeitpunkt an, mit dem Training mit Beckenbodentrainern zu beginnen, um diesen Problemen vorzubeugen. Aber auch Frauen jeden anderen Alters sollten nicht davor Halt machen: Ein gut trainierter und durchbluteter Beckenboden erhöht einerseits die Empfindungen und beugt andererseits Unannehmlichkeiten vor.

 

So sitzen die Beckenbodentrainer richtig.

 


Richtig „trainieren“.

Wer seinen Beckenboden trainieren möchte, braucht sich nicht wirklich sportlich zu betätigen. Die Trainer gibt es in verschiedenen Gewichtsklassen, für Anfänger als auch Fortgeschrittene. Sie werden mit oder ohne Gleitgel eingeführt. Dann muss man sich einfach etwas bewegen, zum Beispiel Hausarbeiten verrichten oder einen leichten Spaziergang machen. So kommen die Kugeln im Trainer in Schwingung. Der Muskel muss sich nun anstrengen, den Trainer festzuhalten, damit er nicht herausfällt. Mit nur circa 10 Minuten Übung pro Tag stärkt er sich je nach Frau innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten bereits merklich.

Weitere Informationen zur Anwendung gibt es unter www.lubexxx.de


Säulen des sexuellen Wohlbefindens.

Mit seiner Marke Lubexxx beschäftigt sich Volker ganzheitlich mit der Thematik des Sexual Wellbeings, und das schon seit fast 20 Jahren. Sie baut sich auf drei Säulen auf: Der Produktwelt rund um Sexual Healthcare, zu der Beckenbodentrainer und Gleitgele zählen. Die neue Naturkosmetik­linie speziell für die Intimpflege, Balsam, Waschlotion und eine pflegende After-Shave-Lotion für die empfindliche Haut nach der Intim-Rasur wurden gemeinsam mit einer renommierten deutschen Naturkosmetikfirma entwickelt. Die dritte Säule bildet mit Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringen schließlich das Thema Sexual Pleasure. Die Produkte wurden mit Ärzten wie auch Sexualtherapeuten diskutiert und werden von diesen an ihre Patienten empfohlen. „Ich bin kein Psychologe, aber ich weiß, wenn ich mit Menschen spreche, kann ich ihnen weiterhelfen“, sagt Volker, „und ich weiß, meine Produkte werden gekauft, weil die Leute einen echten Nutzen und ihre Freude daran haben.“ Es sei sehr wichtig, den Mut zu haben, offen über seine Probleme oder Bedenken zu reden. Weg vom Tabuthema, hin zu einem zunehmend gesunden sexuellen Bewusstsein.

 

Volker Hoffmann im Interview mit unserer Redakteurin.