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Lifestyle | 12.08.2020

Grillen wie ein Profi

Ein Sommer ohne Grillabende? – Undenkbar! Grill-Profi Christina Luger von der Lounge 81 hat die besten Tipps und Tricks für Ihr BBQ und verrät Rezepte, die am Rost frischen Wind aufkommen lassen.

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Grill-Profi Christina Luger von der Lounge 81. © Thomas Luef

Wenn sich in diesem Sommer viele für Urlaub daheim entscheiden, wird der Griller noch häufiger angeheizt als sonst. Da bietet sich auch die Möglichkeit, das eigene Grill-Repertoire ein bisschen zu entstauben und die Outdoor-Speisekarte mit neuen Köstlichkeiten abseits von Käsekrainer und Kotelette – so lecker diese auch sein mögen – zu bereichern. Christina Luger vom Restaurant Lounge 81 in Bad Gleichenberg verwandelt in ihren Outdoor-Cooking-Kursen schon lange jeden Grill-Grünschnabel in einen BBQ-Virtuosen. Sie kennt die aktuellen Trends, hat praktische Tipps fürs Grillvergnügen zu Hause im Garten und verrät Rezepte für jeden Geschmack, mit denen begeisterte Ahs und Ohs von Gästen und Familie garantiert sind.

Grillen als Erlebnis. „Ich bin viel in der Welt herumgekommen, habe überall Kochkurse gemacht und kulinarische Erfahrungen aus vielen Ländern mitgebracht“, erzählt Christina Luger. „In der Gastronomie bin ich Quereinsteigerin. Ich bin keine gelernte Köchin, aber ein eigenes Restaurant war immer mein Kindheitstraum.“ Diesen erfüllte sie sich nach einer bewegten Laufbahn als Volksschullehrerin und Flugbegleiterin bei der Lufthansa schließlich im beschaulichen Bad Gleichenberg. Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas Rauch eröffnete sie vor zehn Jahren die Lounge 81, eine Kombination aus Atelier und Res­taurant. Ihre Outdoor-Cooking-Kurse sind immer sehr gut besucht, wie sie erzählt: „Das ist Erlebniskochen! Wir stellen möglichst viele Grilltechniken vor, von Kohle- und Gasgrill über offenes Feuer bis hin zum Erdloch mit Glut“, so Luger. In besagtem Loch wird ein mit Schweinefleisch und Kräutern gefülltes, in Kohlblätter und Ton gepacktes Huhn für drei Stunden eingegraben.

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Lounge 81. © Thomas Luef

Zero Waste BBQ. Aber auch alle, die in ihrem Garten keine Löcher graben wollen, können beim Grillen in diesem Jahr ganz im Trend sein. Denn auch hier gilt das Motto: Zero Waste! „Anstelle der Alutassen kann man Gemüse unter das Grillgut legen, ein großes Kohlblatt zum Beispiel“, empfiehlt Luger. Das gibt dem Grillgut auch noch ein besonderes Aroma. Außerdem lohnt es sich, in eine hochwertige Grillplatte, am besten aus Gusseisen, zu investieren. Darauf lässt sich von Fleisch und Fisch über Gemüse bis hin zu Brot alles hervorragend grillen. „Ich glaube, dass es dieses Jahr beim Grillen noch viel mehr in Richtung Gemüse und Vegetarisch gehen wird“, vermutet Luger. Sie habe aber auch beobachtet, dass sich immer mehr Menschen einen Smoker zulegen.

Ob man Fleisch, Fisch und Gemüse nun grillt oder räuchert – entscheidend ist natürlich die Qualität, so Luger: „Am wichtigsten ist, dass man gute Produkte nimmt und die regionalen Produzenten unterstützt. Da muss man einfach ein bisschen mehr investieren.“ Sie empfiehlt auch, das Fleisch selbst zu marinieren und anstelle von Fertigsaucen einfache Saucen aus wenigen Zutaten selbst herzustellen, etwa eine würzige Kräutersauce aus gehackten Gartenkräutern, gerösteten Zwiebeln und Knoblauch, die mit Sauerrahm (für Veganer mit Sojajoghurt) und Olivenöl püriert wird. „Ich mache auch sehr gerne eine schnelle asiatische Sauce, einfach nur mit Ingwer, Chili, Limette, Sojasauce und Sesamöl“, sagt Luger. Als Grillbeilagen empfiehlt sie Salate, Gemüse und selbstgemachtes Brot, zum Beispiel Austernpilz in einem einfachen Pizzateig.

 

 

 

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© Lounge 81

Tipp: Zero-Waste-Grillen

Gemüse-Fleischtascherl oder gegrilltes gefülltes Gemüse – Resteverwertung vom Feinsten: Dafür einfach Fleisch, Käse oder gekochte Erdäpfel in Gemüseblätter (mit einem Holzstab verschließen), ausgehöhlte Zucchini oder Kürbisblüten füllen und kurz grillen. Das sieht hübsch aus und man braucht keine Alutasse.