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Lifestyle | 22.12.2016

Fotogeschenke: Kreativ oder altmodisch?

Foto-Session statt Shopping-Stress. Bilder sind ein ziemlich intimes Geschenk und deshalb nicht für jeden geeignet.

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fotolia.com © YakobchukOlena

Wir alle haben es schon mal getan oder zumindest mit dem Gedanken gespielt. Anstatt lange hin und her zu überlegen, was man zu Weihnachten seinen Eltern schenkt, dem Lover gibt oder den Geschwistern verehrt, einfach sich selbst zum Geschenk machen – als Foto. Das kostet im Vergleich zu anderen Geschenken nicht die Welt, benötigt keinen Einkaufsstress und kann unter Umständen der absolute Volltreffer sein – unter Umständen deshalb, weil Ihr damit auch gewaltig auf die Nase fallen könnt. Aus diesem Grund haben wir die wichtigsten Eckdaten für die Fotogeschenke zusammengestellt.

1. Immer nur vom Profi

fotolia.com © Rido

Jedes Smartphone in unseren Taschen kann heute in der Leistung mit absoluten Profikameras von vor wenigen Jahren konkurrieren. Da ist die Versuchung natürlich gewaltig, sich die teilweise doch recht saftigen Stundenlöhne für einen Profi-Fotografen zu sparen und die beste Freundin mit der Ausführung zu beauftragen. Unser Tipp lautet, bloß nicht. Ein Profi kostet nicht umsonst so viel Geld, denn er bringt euch in die richtigen Posen, sorgt für passende Hintergründe und weiß durch Licht und Schatten sowie Bildbearbeitung auch eure Problemzonen geschickt zu verbergen – das alles können Laien und auch die meisten Handy-Apps nicht oder nur unzureichend – das Ergebnis sieht dann nach „gut gemeint, aber…“ aus – nicht das, was man zu Weihnachten verschenken will. Durch ihr Equipment können Profi-Fotografen verhindern, dass es zu unliebsamen Überraschungen auf den Fotos kommt.

2. Vorsicht beim Ausdrucken

Die Digitalisierung brachte uns nicht nur Segnungen, sondern auch einen Haufen Probleme. Eines davon kann zur Foto-Katastrophe führen. Unsere heimischen Computer-Bildschirme, die wir zum Betrachten und Aussuchen der Fotos verwenden, zeigen nämlich einer wie der andere die Farben unterschiedlich an – das liegt an einem technischen Detail, dem sogenannten Farbraum. Euer Monitor baut alle Farben aus Rot, Grün und Blau auf. Druckereien setzen die Farben jedoch aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zusammen – was Ihr auf dem heimischen Bildschirm seht, ist deshalb farblich nicht unbedingt deckungsgleich mit dem, was später ausgedruckt wird. Das verhindern kann man nur auf einem farbkalibrierten Bildschirm – und den haben die meisten Fotografen in ihrem Studio. Ergo solltet Ihr die Auswahl der Bilder auch dort vornehmen, damit euch keine üblen Überraschungen erwarten.

3. Freizügig für den Partner

Gerade in frischen Beziehungen wollen viele von uns besonders attraktiv wirken und lassen sich deshalb mehr oder weniger bekleidet für den Freund fotografieren. Diesen Schritt solltet Ihr, solange die Beziehung noch nicht mindestens ein Jahr, besser zwei, alt ist, besser sein lassen. Zu viele solcher Fotos landeten nach Trennungen im Internet oder zumindest im Freundeskreis – und können dann kaum noch zurückgeholt werden. Die „ich bin süß“-Fotopose ist immer gut für euren Freund geeignet, denn sie macht ein Foto vorzeigbar – auch bei seinen Kollegen.

4. Alben für Mama und Papa

fotolia.com © Igor Link

Dieser Tage wirbt eine ganze Reihe von Fotoportalen mit Fotobüchern als Weihnachtsgeschenk. Und geht es um eure Eltern, sind diese genau das richtige Präsent und zwar aus mehreren Gründen:

  • Es müssen keine professionellen Fotos sein, das spart Geld
  • Eure Eltern bekommen einen tieferen Einblick in euer Privatleben (das ist besonders gut, wenn Ihr weiter weg wohnt)
  • Die Alben sind wegen des Preiskampfes vor Weihnachten ziemlich günstig
  • Die Gestaltung ist einfach und wirkt wertiger als ein selbstgeklebtes Album

Wenn Ihr also weit weg von zuhause studiert, kann ein Fotobuch Mama und Papa dabei helfen, die Distanz zu überbrücken. Wie wäre es beispielsweise mit den schönsten Bildern von euch aus dem vergangenen Jahr? Doch Vorsicht, nicht jeder Anbieter liefert auch die gleiche Qualität, werft vorher einen Blick in den Test der Arbeiterkammer Österreich, der im August gemacht wurde. Und vergesst bei allem Schnappschuss-Realismus bitte nicht, dass Ihr einen guten Eindruck hinterlassen wollt. Sorgt also dafür, dass nicht zu viele Partybilder in dem Album landen.

5. Nie ohne Rahmen

Ihr habt beim Fotografen viel Geld gelassen, euch für die richtigen Posen verbogen, stundenlang aus dutzenden Bildern das Richtige herausgesucht und dann noch einige Euros für einen guten Druck hingeblättert – und dann das Foto einfach nur in eine Weihnachtskarte packen und gut ist? Das wäre ein schlimmer Fauxpas, denn eine ungeschriebene Regel besagt, dass ein verschenktes Bild immer in einem Rahmen stecken muss. Die beste Freundin muss mit aufs Bild – dann wird daraus ein Erlebnis-Geschenk mit bleibender Erinnerung für euch beide.

6. Fotos für die beste Freundin – Fragwürdig

fotolia.com © Martinan

Eltern und Großeltern, der Freund und sogar die Geschwister sind alle eigentlich ganz gute „Zielpersonen“ für ein Fotogeschenk. Ganz anders sieht es jedoch bei eurer besten Freundin aus. Das liegt daran, dass jedes Foto, besonders die vom Profi, etwas Intimes ist – natürlich steht euch die BF so nah wie vielleicht kein anderer Mensch, aber Fotos haben dann immer einen gewissen Beigeschmack. Fragt euch selbst, wie würdet Ihr reagieren, wenn Ihr von eurer besten Freundin ein gerahmtes Foto von ihr unterm Baum hättet? Richtig, es würde sich irgendwie komisch anfühlen, weil sowas eher in Familien und Liebesbeziehungen gehört und zwischen zwei Freundinnen einen leicht „verzweifelten“ Charakter hat.
Was jedoch nicht bedeuten soll, dass die BF in Sachen Fotos ganz außen vor wäre – bloß müsst Ihr anders vorgehen. Ein gemeinsames Fotoshooting nämlich ist in diesem Fall ein echter Volltreffer, denn Ihr macht etwas zusammen, habt sehr viel Spaß und eine bleibende Erinnerung an eure gemeinsame Freundschaft. Das Ganze nennt sich „Friends Fotoshooting“ und wird von den meisten Studios für vergleichsweise geringe Kosten angeboten – oft auch noch mit zusätzlich buchbarem Schminkkurs, der dieses Geschenk zu einer fast schon perfekten Idee macht. 

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