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Lifestyle | 13.07.2017

Hartes Business tiefe Freude

Er könnte es auch einfacher haben. Will er aber nicht. Warum Christian Reisinger mit Leib und Seele Gastronom ist und was es mit der „eierlegenden Wollmilchsau“ in Neufeld auf sich hat, haben wir beim Kochen mit „dem Reisinger“ erfahren.

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„Es ist oft ein knochenharter Job, aber ich mache es einfach gerne.“ Christian Reisinger © Emmerich Mädl

Ab seinem 10. Lebensjahr wuchs er im Landgasthaus seines Vaters in Pöttsching auf. „Die gesamte Familie hat immer zu mir gesagt, mach eine andere Ausbildung, die Praxis bekommst du sowieso bei uns.‘“ Deswegen schlug er eine andere Richtung ein, studierte Wirtschaft und arbeitete in einem Beratungsunternehmen. Bis er merkte, dass der Bürojob nichts für ihn ist. „Es kam immer wieder der Wunsch in mir hoch, bei Gästen zu sein, sie zu betreuen, für sie da zu sein.“ Diese Entscheidung traf er gleichzeitig, als das Seerestaurant am Neufelder See einen neuen Pächter suchte. Er klinkte sich in den Familienbetrieb seiner Eltern ein – Andrea und Gerald Reisinger führen seit 1981 den „Reisinger“ in Pöttsching – und startete sein eigenes Projekt in Neufeld. Während sich die Eltern neben dem normalen Restaurantbetrieb hauptsächlich auf Catering spezialisiert haben, führt Christian Reisinger in Neufeld eine „eierlegende Wollmilchsau“, denn: „Wir sind Seminarhotel, wir sind Familien- und Urlaubshotel, wir sind die Hochzeitslocation, wir sind die Location für Firmenfeiern und normales À-la-carte-Restaurant. Diese Bereiche greifen natürlich alle ineinander, sind aber jeder für sich eigene Themengebiete. Das ist die große und spannende Herausforderung.“ Natürlich werden auch die Synergieeffekte genutzt, die zwei Familienbetriebe so mit sich bringen. „Sicher hilft man sich gegenseitig. Wenn in Pöttsching ein Koch ausfällt, fährt einer von uns rüber und umgekehrt. Wenn ein großes Catering ansteht, helfen wir alle zusammen.“

 

Ein knochenharter Job

Auch privat läuft es in der Familie derzeit mehr als rund. „Ich bin seit 29. April frisch verheiratet“, strahlt der 37-Jährige. Er hat bereits einen Sohn aus einer früheren Beziehung und sieht nun mit seiner Frau Christiane in eine rosige Zukunft. „Sie ist Biologin und hat zwar in unseren Betrieb hineingeschnuppert und ein halbes Jahr lang alle Bereiche ausprobiert, aber das ist nicht ihres. Die Erfahrungen waren jedoch wunderbar, denn jetzt hat sie auch das Verständnis und weiß, wie es im Betrieb läuft und wie spät es manchmal werden kann.“ Reisinger lässt uns wissen, dass er das Wochenende sozusagen rund um die Uhr im Betrieb war, doch trotzdem stand er motiviert am Montagvormittag mit uns in seiner Küche. Die geschmorte Kalbsstelze mit Eierschwammerlrisotto & Jungzwiebel entschädigte auch ihn für so einige harte Stunden. „Es ist oft ein knochenharter Job, aber ich mache es einfach gerne. Auch wenn ich es einfacher haben könnte.“ Besonders freut sich Reisinger auf die bevorstehende dritte Dependance bei den Schlossspielen Kobersdorf. „Dort bauen wir quasi für 4 Wochen ein drittes Restaurant auf. Und das für die kommenden fünf Saisonen.“

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Christian Reisinger (Mitte) mit den Chefköchen Akos Horvath und Krisztian Balog. © Emmerich Mädl

Der Reisinger

Der Reisinger in Pöttsching

Restaurant & Catering

Hauptstraße 83

7033 Pöttsching

 

Der Reisinger am Neufelder See

Restaurant – Hotel – Seminar – Café – Bar

Eisenstädter Straße 35

2491 Neufeld an der Leitha

 

www.der-reisinger.at

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