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Lifestyle | 31.08.2018

Augmentierte Realität...

verändert die Welt

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© https://pixabay.com/en/clouds-virtual-reality-game-ar-1845517/

Der Siegeszug der augmentierten Realität (AR) hat begonnen. Während sich in den vergangenen Jahren vor allem in der Gaming-Industrie und durch Filme wie Steven Spielbergs „Ready Player One“ das Hauptaugenmerk auf Virtuelle Realität richtet, die das totale Eintauchen in eine andere Welt ermöglicht, hat der weniger immersive Zweig klammheimlich an Bedeutung gewonnen.

AR bedeutet eine computergestützte erweiterte Realität, bei der mit Hilfe bestimmter Brillen und Headsets zusätzliche Informationen oder Bilder eingesetzt werden. Bei der Fußballübertragung werden zum Beispiel Abseitslinien und Freistoßentfernungen digital zum Bild hinzugefügt. AR und VR werden auch in anderen Branchen erfolgreich eingesetzt, um die Erlebniswelt zu verbessern. Mit dem passenden Headset können Gamer ihren Avatar ins Weltraum schicken, ihn Monster bekämpfen oder als Rockstar auftreten lassen. Im Online-Casino erhöhen interaktive Rundgänge und Begegnungen den Spaß, und bei einer Schatzsuche am Slot können virtuelle Münzen auf den glücklichen Finder herunterprasseln

Auch die Modebranche hat die Möglichkeiten für sich entdeckt. In Zeiten, in denen immer mehr im Online-Handel bestellt wird, kann eine entsprechende AR-App die Umkleidekabine ersetzen. Mehrere Schuhhersteller geben der Kundin die Möglichkeit, ein Modell in der App auszuwählen, die Kamera auf den Fuß zu richten, und schon erscheint der Sneaker, die Sandale oder Stiefelette optisch und kann vor dem Bestellen begutachtet werden.

Sogar AR-Modeschauen werden inzwischen abgehalten, in denen die Kundin zwar physisch weit weg, aber dank Brille oder App zum Greifen nah an der neuen Kollektion ist.

Die Modemacher profitieren ebenfalls, und nicht nur durch niedrigere Rücksendezahlen. Je nach Rückmeldung von Nutzern können sie Bilder und damit auch ihr Marketing umstellen, um so viel Zuspruch wie möglich zu finden. Das AR-Startup Holeme ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat in Zusammenarbeit mit einer britischen Modemarke holografische Versionen einer Modenschau kreiert. Die Hologramme können mit Hilfe von Smartphones in den eigenen vier Wänden bewundert werden.

Rund 75 Prozent der Modebranche planen entsprechende Investitionen in künstliche Intelligenz und Augmentierte Realität. Auch Luxusmarken setzen auf die neue Entwicklung. In seiner Frühlingskampagne hat das Modehaus Gucci in Zusammenarbeit mit dem Künstler Ignasi Monreal klassische Gemälde interpretiert, digitalisiert und Modelle in der neuen Kollektion integriert. Mit Hilfe von VR und AR können die Gemälde „betreten“ werden.

Zeitschriften wie Vogue und New Yorker experimentieren mit AR-Titelbildern. Vorreiter war 2017 das W Magazine mit einem Cover von Katy Perry, das mit einer eigens entwickelten Smartphone-App zum Leben erweckt werden konnte.

Eine andere Branche, die sich von AR Umwälzungen verspricht, ist übrigens die Medizin. An der Technischen Universität München wird im OP-Saal bereits seit mehreren Jahren experimentiert. Idealfall wäre eine Zukunft, in der die AR-Brille dem Operateur einen Blick in den Körper des Patienten, aber auch Vitalwerte, Röntgenbilder und Empfehlungen fürs Ansetzen des Skalpells übermittelt. An der klassischen Medizineruniform wird allerdings nicht herumgebastelt. Auch nicht mittels AR.

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