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Lifestyle | 15.03.2016

Ihr sucht? Wir wissen wie!

Wir haben für euch einen Flirtcoach nach Tipps für die erste Begegnung gefragt! Seine ziemlich altmodische Meinung: Der Mann soll erobern.

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Der Mann soll erobern. ©Shutterstock

Dominik Borde (44) ist Flirtcoach in Wien (www.sozialdynamik.at). Uns hat er Tipps für die erste Begegnung gegeben. Auch wenn sich diese ein bisschen nach „Steinzeit“ anhört, der Coach schwört auf den Erfolg. Und er hat für Frauen wie Männer einen wichtigen Rat: An sich zu arbeiten und zu lernen, mit sich zufrieden zu sein. Ein glücklicher Single ist nicht lange allein, ist seine Meinung.

Wie ist das, mit dem ersten Blick?
Männer sind schlecht im Lesen von Signalen. Was Frauen als eindeutiges Signal bezeichnen würden, deuten Männer überwiegend nicht als solches. Eindeutig wäre, wenn die Frau sagt: „Ich will dich kennenlernen“. Nur: das würde die meisten Männer abtörnen und den männlichen Jagdinstinkt killen!

Der Jagdinstinkt hat sich hartnäckig aus der Steinzeit herübergerettet?
Scheint so. Ich bin traditionell der Ansicht, dass der Mann den ersten Schritt machen sollte. Frauen möchte ich warnen, zu offensiv zu werden. Auch wenn sie der Meinung sind, sich selbstbewusst holen zu dürfen, was sie möchten: Männer wollen eine Frau um die sie sich bemühen mussten, sie wollen kämpfen, etwas investieren. Was zu einfach ist, ist uns nichts wert. Andererseits ist für die meisten Männer das Kennenlernen einer attraktiven Frau ähnlich einem Fallschirmsprung, mit enorm viel Unsicherheit verbunden. Aus Angst vor Ablehnung zögern viele Männer, den ersten Schritt zu wagen.

Können Sie nachvollziehen, wenn eine selbstbewusste Frau nicht gerne vom Mann abgeholt werden, sondern den ersten Schritt selbst tun will?
Ja, hier eine Anmerkung: Meiner Be­obachtung nach sind selbstbewusste Frauen in der Regel taff, was den Job betrifft oder die Art und Weise, wie sie ihr Leben meistern. Weniger aber, was ihre Weiblichkeit anlangt. Hier sind viele Frauen unsicher, auch wenn sie noch so selbstbewusst auftreten. Nicht umsonst lebt eine ganze Industrie von der Unsicherheit der Frau, die wir Männer im Übrigen oft gar nicht nachvollziehen können.

Wo sind beide unsicher, Männer wie Frauen?
Frauen haben oft Angst, dass sie schwach und uncool wirken, wenn sie sich weiblich geben. Männer hingegen sind oftmals ohne Vater oder mit einem ständig abwesenden Vater groß geworden, doch Männer lernen Männlichkeit nur von anderen Männern. Aus dem vorrangigen Umgang mit der Mutter und Frauen haben sie gelernt, wie man ein guter Sohn ist und nicht, wie man sich als männlicher Partner verhält. So benehmen sich viele Männer wie brave Söhne, wenn sie auf Frauen treffen. Das ist aber nicht, was Frauen attraktiv finden und sich von einem Mann wünschen!

Was raten Sie Männern, die Sie coachen?
Es ist mir wichtig, dass sie lernen zu sich selbst zu stehen, authentisch und männlich zu sein und das Ruder für ihr Leben in die Hand zu nehmen. Ein Mann, der weiß was er will, seine Werte kennt und sich bewusst darüber ist, wofür er im Leben steht, wirkt auf eine Frau anziehender als ein ständiger Ja-Sager, der versucht, es der Frau um jeden Preis recht zu machen.

Und Frauen?
Weiblichkeit wird vielfach als Schwäche missverstanden, dabei ist Weiblichkeit eine enorme Stärke! Frauen wurden und werden in unserer Gesellschaft nicht unbedingt zum Selbstbewusstsein als Frau erzogen. Frauen fürchten dank der Werbung permanent, nicht gut genug auszusehen und nicht gut genug zu sein. Eine Frau, die sich ihrer weiblichen Ausstrahlung bewusst und in ihrer Sexualität entspannt ist, kann auf allen Ebenen mehr erreichen. Der einzige Grund, warum Männer Frauen das abgewöhnen wollen, ist, weil sie Angst haben, die Frau könnte ihnen damit überlegen und gefährlich werden.

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