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Lifestyle | 24.10.2019

Woran erkenne ich Gebärmutterhalskrebs?

Informationen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

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© iStock by Getty Images

Eine HPV-Infektion kann bei einer chronischen Besiedelung der Scheide oder des Gebärmutterhalses im Laufe der Zeit zu Zellveränderungen und zu Krebsvorstufen führen. Diese Krebsvorstufen können durch den Krebsabstrich/HPV-Test (bzw. weiterführende Untersuchungen) zwar entdeckt werden und sind bei Früherkennung auch sehr gut therapierbar, durch die HPV-Impfung kann jedoch das Risiko, überhaupt an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, um bis zu 90 % reduziert werden. Zusätzlich werden durch die HPV-Impfung Krebs von Scheide und Vulva weitgehend verhindert.

Wichtig: Durch die HPV-Impfung können Frauen sich vor den gefährlichsten, aber nicht vor allen krebserregenden HP-Viren schützen. Ein kleines Restrisiko bleibt somit bestehen, weshalb auf die regelmäßige Vorsorge nicht vergessen werden sollte.

Der Krebsabstrich

Dabei erfolgt von der Oberfläche des Gebärmuttermundes und vom Gebärmutterhals ein schmerzloser Abstrich. Die dabei entnommenen Zellen werden einer Färbung nach Papanicolaou unterzogen (PAPAbstrich) und unter dem Mikroskop befundet. Empfohlen jährlich ab 20.

Ist der Krebsabstrich auffällig

Ist der Krebsabstrich auffällig, wird zur weiteren Abklärung eine Kolposkopie durchgeführt. Dabei betrachtet der Arzt den Gebärmutterhals optisch mit einem Vergrößerungsglas, um so noch genauer Veränderungen am Gebärmutterhals feststellen zu können. Es kann sein, dass zur weiteren Abklärung eine Biopsie gemacht werden muss (Gewebeentnahme). Wenn die histologische Untersuchung des Gewebes eine „leichte Dysplasie“ zeigt, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine HPV-Besiedelung, die in der Regel nach 1–2 Jahren von selbst verschwindet. In diesem Fall wird keine Konisation vorgenommen*). Im Rahmen der nächsten gyn. Untersuchung wird Ihr Arzt den Verlauf beobachten. Zeigt die histologische Untersuchung eine „schwere Dysplasie“, wird eine Konisation vorgenommen. Dieser Eingriff erfolgt unter Narkose. Sollte die darauffolgende Untersuchung im Mikroskop zeigen, dass es sich um eine Vorstufe von Krebs gehandelt hat, ist mit dem Ausschneiden bereits eine Therapie und Heilung erfolgt. Wenn der Krebs aber bereits in tiefere Gewebeschichten vorgedrungen ist, dann wird voraussichtlich eine weiterführende Therapie eingeleitet.

Ergebnis des Krebsabstriches

  • PAP I – II: unverdächtiger Befund
  • PAP III, IIID oder IIIG: abklärungsbedürftiger, auffälliger Befund
  • PAP IV: erfordert eine Gewebeuntersuchung
  • PAP V: hochgradig suspekt auf bösartige Tumorzellen

HPV-Test

Mit dem HPV-Test kann man die Besiedelung der Scheide mit HP-Viren nachweisen. Ähnlich wie beim Krebsabstrich werden vom Muttermund/Gebärmutterhals Zellen entnommen, die im Labor auf HP-Viren untersucht werden.

Ein negativer HPV-Test bedeutet, dass im Moment keine HPVInfektion vorliegt. Das Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, ist in den nächsten Jahren sehr gering. Eine Kontrolle (Krebsabstrich oder HPV-Test) in 3 Jahren wird empfohlen.

Ist der HPV-Test positiv, erfolgt ein PAP-Abstrich oder eine Kolposkopie. Wenn diese unauffällig sind, wird eine Kontrolle (Krebsabstrich oder HPV-Test) in einem Jahr empfohlen.

 


Empfehlungen für die Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung

Die Österreichische Krebshilfe und Österreichs Gynäkologen empfehlen folgende Maßnahmen zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung:


- Krebsabstrich 1x jährlich ab dem 20. Lebensjahr
- Frauen ab dem 30. Lebensjahr wird zumindest alle 3 Jahre ein HPV-Test empfohlen. Dies gilt für HPV-geimpfte und nicht HPV-geimpfte Frauen. Dabei soll eine Doppel-Testung (HPV-Test und gleichzeitiger PAP-Abstrich)
vermieden werden.