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People | 27.11.2017

Girls, Girls, Cover Girls

Sie lieben sich, sie necken sich – und sie stehen gemeinsam swingend auf der Bühne: die Schwestern Isabel Tropper-Hölzl und Ulrike Tropper-Hernach.

Text: Elke Jauk-Offner   Fotos: Mia’s Photoart, Ladies & Lords

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„Bandmitglied Eva (r.) ist wie eine dritte Schwester.“ Isabel und Ulrike

Bei den Hufnagl-Dirndln, wie sie in Bad Gleichenberg und Umgebung als Kinder allerorts genannt wurden, werden zarte und harte Töne angeschlagen. Das muss, darf und soll so sein. Dazwischen wird viel gelacht, munter ausgeteilt, mit Leidenschaft und Liebe gesungen, musiziert und immer wieder der große Zusammenhalt in der Familie zum Herzensthema gemacht.

STEIRERIN: Seid ihr von Anfang an eng miteinander verbunden gewesen als Schwestern?
Isabel: Na ja. Uns trennen fünfeinhalb Jahre. Ich bin eigentlich mit meiner fast gleich alten Cousine wie Schwestern aufgewachsen. Ich hatte für mein Gefühl also zwei Schwestern, das habe ich auch in der Volksschule strikt behauptet – eine große Schwester zum Spielen und eine kleine Schwester, nämlich Ulrike, zum Ärgern.
Ulrike: Und man merkt gleich, wer gerne redet.
Isabel: So, bitte, sprich du weiter.
Ulrike: Isabel war schon immer ein Vorbild für mich. Schön gesagt, gell?
Isabel: Ja, es war auch wirklich so. Wir haben immer aufpassen müssen als Kinder …
Ulrike: Was sagst du denn jetzt?
Isabel: Sie wollte halt immer das Gleiche machen wie ich, war aber eben doch um einiges jünger. Da mussten wir schon oft erklären, warum sie etwas noch nicht machen darf.

Seid ihr auch schon früh musikalisch miteinander unterwegs gewesen?
Isabel: Ja, wir haben beide Trompete gelernt und haben mit dem Papa gemeinsam Fanfaren gespielt. Ich habe dann auf dem Klavier das Ave Maria auf Hochzeiten begleitet. Ulrike hat halt noch nicht ganz so viel können wie ich und hat sich schon beschwert, dass sie manchmal daheimbleiben musste. Aber wir haben uns heiß geliebt. Trotzdem. Oder? (Gelächter)
Ulrike: Eh. Eigentlich. Wir mussten uns ja heiß lieben. Wenn man schon zusammen arbeitet, also Musik macht, dann muss man sich ja verstehen.

Schwesterngespräche
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Die Musik ist euch also praktisch in die Wiege gelegt?
Ulrike: Ja, als ich auf die Welt gekommen bin, hat unser Papa die Big Band Bad Gleichenberg gegründet – für die Modenschau unseres Modehauses. Sie feiert jetzt 35-Jahr-Jubiläum.
Isabel: Das war auch mein erster Auftritt mit fünf Jahren. Da habe ich ein James-Last-Medley auf der Blockflöte gespielt. Und „Hänschen Klein“ mit Big-Band-Besetzung.
Ulrike: Auf jeden Fall war der Papa derjenige, der uns zum Üben … wie soll man das jetzt nennen …
Isabel: … genötigt hat. (Gelächter) Wir sind dann später in der Big Band und immer wieder in verschiedensten Formationen gemeinsam aufgetreten – als Vokalensemble, im Chor, wir haben zu zweit Hintergrundmusik gemacht. Ulrike hat auch immer super gesungen, aber erst später in der Öffentlichkeit.
Ulrike: Das war für mich und mein Ego schon wichtig. Wir haben ja beide Instrumente gespielt und endlich hatte ich etwas, das ich definitiv besser konnte als Isabel.

Musik zieht sich also wie ein roter Faden durch euer Geschwisterleben.
Ulrike: Unsere Schwesternliebe hängt sehr mit der Musik zusammen. Es ist nicht abzustreiten.
Isabel: Unsere Schwesternliebe hängt nicht nur mit der Musik zusammen, auch noch mit anderen Dingen. Aber durch Hobby und Beruf sind wir natürlich viel mehr zusammen als andere Geschwister.
Ulrike: Man ist wirklich sehr viel zusammen. (Gelächter) Seit ungefähr 2006 mit den Cover Girls.

 

Ulrike Tropper-Hernach

hat Instrumentalmusikerziehung studiert und unterrichtet an der Kunstuniversität Graz und der Musikschule Gnas als Gesangspädagogin. Sie ist mit Musiker Gregor Hernach verheiratet und hat zwei Kinder, das dritte ist gerade unterwegs.

Isabel Tropper-Hölzl

hat Instrumental­- und Gesangspädagogik (Klassisches Klavier) studiert, führt das Modehaus Hufnagl, ist dreifache Mama und mit Musiker Uwe Hölzl („Solo zu Viert“) verheiratet.

 

Da seid ihr drei Frauen …
Isabel: Eva Bacher, unsere Bassistin, ist wie eine dritte Schwester.
Ulrike: Sie ist der ruhende Pol. Wir zwei haben vielleicht das gleiche Ziel, drücken es aber anders aus. Wir kommen einfach immer zum Streiten. Es ist unfassbar. Sie ist unsere Mediatorin.
Isabel: Da wir Schwestern sind, sagen wir uns Dinge einfach geradeheraus. Das ist aber auch total schön. Das können nicht alle Geschwister, denke ich. Viele sind dann ewig beleidigt.
Ulrike: Das ist auch bezeichnend für unsere Familie. Wir können mit unseren Eltern über alles reden.
Isabel: In der gesamten Verwandtschaft, und die ist groß, gibt es keine geschiedene Ehe. Wir streiten viel, aber wissen, dass alles aus Liebe passiert.
Ulrike: Wer redet wie viele Minuten von uns, so eine Analyse würde mich echt einmal interessieren. Sie schwafelt und schwafelt …
Isabel: Ich empfinde das ganz anders. (Gelächter)

Und abseits der Bühne, wie oft seht ihr euch wirklich?
Ulrike: Wir sind jetzt wieder Nachbarn in Bad Gleichenberg. Ich habe bald drei Kinder und Isabel hat bereits drei. Privat sehen wir uns dadurch viel seltener, meistens nur kurz, wenn wir uns gegenseitig zum Babysitten brauchen.

Was schätzt ihr am meisten aneinander?
Ulrike: Isabel ist extrem zielstrebig, natürlich auch als Geschäftsführerin unseres Modehauses, und eine tolle große Schwester.
Isabel: Ulrike ist ein „gerader Michl“ und sehr liebevoll, sie hat das Herz immer dabei, egal was sie macht.

Was nervt euch am meisten aneinander?
Ulrike: Dass sie erst fünf Tage später zurückruft.
Isabel: Da redet die Richtige. (Gelächter)

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Termine „The Cover Girls“

Donnerstag, 16. November 2017, 19.30 Uhr
Zotter Schokoladentheater, Bergl
Konzert im Rahmen von Jazzliebe/ljubezen, Programm „High Society“

Freitag, 17. November, 19.30 Uhr
Kultursaal, Wagna
Konzert im Rahmen von Jazzliebe/ljubezen, Programm „High Society“

Dienstag, 21. November, 19.30 Uhr
Zentrum, Feldbach
Jubiläumskonzert 35 Jahre Big Band Bad Gleichenberg

Dienstag, 28. November, 19.30 Uhr
Theater am Spittelberg, Wien
Programm „High Society“

www.thecovergirls.at
www.ulriketropper.com

 

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