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People | 15.05.2020

Burgenland goes Society!

Bis wir alle wieder Veranstaltungen besuchen können, machen wir das Beste aus der Zeit zu Hause. Hier ein paar Eindrücke, wie die großen und kleinen Burgenländer*innen die Tage daheim verbringen.

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Caroline Hat, Singer-Song­writerin

Seit einigen Jahren schreibt die gebürtige Eisenstädterin bereits eigene Songs. Nun veröffentlicht sie ihre Debüt-Single „Game Over Acoustic“ unter ihrem Künstlernamen „Care“ und schlägt damit ein neues Kapitel auf. „Die momentane Situation, so furchterregend sie auch ist, hat für mich einige positive Aspekte mit sich gebracht. Durch das Entfallen von Präsenz­unterricht an der Uni habe ich mehr Zeit für mich. Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, bewusst und selbstreflektierend zu leben. Und obwohl ich die Zeit zu Hause in Wien genieße, freue ich mich schon sehr, wenn ich meine Familie im Burgenland wieder sehen kann.“

 

 

Die Natur nach Hause holen

Das „unterhaltsame Buch für Kinder und kluge Erwachsene“ mit dem schlichten Titel „Martin“ erzählt von einer Graugansfamilie, stellt die Lebensräume und Bewohner des Nationalparks vor und ist nicht nur zum Lesen und Vorlesen gedacht. Es enthält auch Malanleitungen, Rätsel, Aufgaben und Spiele, konzipiert für ganz Kleine bis hin zu interessierten Erwachsenen. Und es ist Platz für individuelles Ausgestalten des 112 Seiten starken Bandes. Autor Josef Fally ist sich sicher: „Alle, die sich intensiv mit dem Bilderbuch beschäftigen, können sich danach getrost als Nationalpark-­Experten fühlen. Gerade in einer Zeit, wo man im Drang hinaus ins Freie doch eingeschränkt ist, kann die Beschäfigung mit ‚Martin‘ ein wenig Natur und dazu passende Stimmung in die eigenen vier Wände bringen.“
Infos unter www.fallyverlag.at

 

 

Ehrenamtlich im Einsatz

Ines Steiner ist 21 Jahre und studiert eigentlich Physiotherapie an der FH Pinkafeld. Seit 2011 ist sie jedoch auch beim Roten Kreuz als ehrenamtliche Helferin tätig. Durch die Corona­virus-Krise hat sich ihr Alltag sehr verändert:
„Mein Interesse am Helfen begann schon in meiner Kindheit – so wurde ich erzogen und bin deswegen auch schon sehr jung der Rotkreuz-Jugendgruppe Rechnitz beigetreten. Je älter ich wurde, desto größer wurde mein Tatendrang. Ich habe die Ausbildung zur Rettungssanitäterin begonnen und bin jetzt in Coronavirus-Zeiten mehrmals die Woche im Dienst, wo sich die Stimmung stark geändert hat. Wir sind noch vorsichtiger geworden, noch fokussierter und müssen permanent noch mehr Schritte vorausdenken. Ich vermisse es, mich mit meinen Freundinnen gemeinsam zum Dienst zu melden, gemeinsam anzupacken und eng zusammenzuarbeiten und anschließend mit der Rettungssanitäter-Gruppe etwas zu unternehmen. Wir haben unsere Social-Media-Präsenz erhöht und hoffen so, dass das Rote Kreuz nicht zu viele Spenden verliert – besonders in diesen Zeiten, wo so viele Burgenländer*innen dringend rasche Hilfe benötigen. Es ist schwer für uns, aber wir halten zusammen und werden die Krise gemeinsam als Team bewältigen.“

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Stephanie chillt mit den Anglo-Nubier-Ziegen-Drillingen Penelope, Julian und Jupiter in der Frühlingssonne.

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Auch in Krisenzeiten geht die Arbeit im Weingarten weiter: Anna und Lisa Reichardt aus Donnerskirchen erledigen zur Zeit die Arbeiten, die im Frühjahr notwendig sind, wie Reben richten und Stamm abputzen.

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Da die Flurreinigung ins Wasser gefallen ist, hat Carina Laschober-Luif mit ihren Kindern während des Spazierengehens Müll eingesammelt. Vorbildhaft!

Verena Klöckl, Landwirtschaftskammer Burgenland

„Ich bin dankbar, dass ich die fordernden letzten Wochen an einem so schönen Ort wie dem Burgenland verbringen durfte. Selten habe ich den Vegetationsfortschritt der Natur so intensiv miterlebt wie heuer. Bei der herrlichen Aussicht auf den Neusiedler See schmeckte der verdiente Rosé-Spritzer nach den ausgedehnten Radtouren gleich umso besser. Kleine Anmerkung am Rande: Der Verzicht auf Make-up ist mir bis jetzt am wenigsten schwergefallen!“

 

Ich zu mir – in Zeiten der Krise

Carmen Kleinl aus Schützen am Gebirge ist Humanenergetikerin. Ihr Buch „Das Wunder der Herzöffnung“ ist für den ein oder anderen besonders in Zeiten der Krise die perfekte Leselektüre: „So wie viele durfte auch ich durch die Krise den Weg zu mir selbst einschlagen. Nicht über die Coronavirus-Krise, sondern bereits viel früher, durch eine persönliche. Von einem Laufen im Hamsterrad – eintönig und farbenlos – zu einem Neugierigsein auf mich und mein Leben. Aber dazu brauchte es Ruhe, viel Ruhe, viel Alleinsein und viel Abstand von Freunden und Verwandten. Ängste, Zweifel – als Gegenpol dazu unendliches Vertrauen – lagen in der Luft. Nicht immer war klar, wo dieses Vertrauen in mir herkommt, aber es war immer da, wie ein Hoffnungsschimmer am Horizont. So habe ich meine ganz persönliche Krise erlebt.



Nun sehe ich die Krise im Außen. Sie unterscheidet sich nicht wirklich von meiner persönlichen. Betrifft mehr Menschen, ist global, aber dennoch irgendwie total individuell. Ich genieße im Moment der äußeren Krise das Zeitgeschenk für mich selbst noch mehr. Mich und meine Bedürfnisse noch genauer zu erspüren und mich so noch klarer zu erleben in meinem Sein. Ich denke, wie meine persönliche Krise mir neue Wege eröffnet hat, in ein fast kindlich-neugieriges und freudvolleres Leben, so wird diese Krise im Außen vielen Menschen neue Wege, Perspektiven und Seins-Ideen eröffnen.“

 

Kareen mit neuer Single

In der Ruhe liegt oft die Kreativität. So hat die aus Neusiedl am See stammende Karin Maria Bauer alias Kareen in diesen Tagen der Coronavirus-Krise völlig umdis­poniert und beschlossen, ganz spontan ihre zweite Single zu releasen. Geplant war alles anders. Herausgekommen ist aber ein Song und ein Video aus der Krise für die Krise: Kareen hat ihre Freunde und Familie dazu eingeladen, ihr Videos aus der Quarantäne zu schicken – sie hat selbst alles zusammengebastelt und so entstand das Video zur zweiten Single. Direkt, berührend und echt. Ganz aus dem Leben. In der Krise für die Krise: Im Song „Everything“ beschreibt Kareen, wie wir aufeinander achten, miteinander umgehen sollten. „Wir sind, auf lang oder kurz, alle miteinander verbunden.“ Genau zuhören, zwischen den Zeilen lesen, uns wieder zwischenmenschlich spüren. Und alles eine Spur langsamer. Der neue Song ist via Spotify und Youtube zu hören.

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Little Marilyn

Die kleine Luisa genießt es, in der Früh endlich viel Zeit zum Schminken zu haben, weil sie nicht in den Kindergarten hetzen muss. Das Ergebnis: der Marilyn-Monroe-Look.

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Emma und Paula …

… lieben Opa Antons selbstgebaute Schaukel. Und ihre Eltern genießen die Zeit zu Hause zwar, „aber mit zwei kleinen Kindern hat man bzw. frau keine freie Minute für sich. Daher hoffen wir, dass die Isolation bald ein Ende hat und wir alle gesund durch diese Zeit kommen.“

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Die Natur genießen Martina, Roman, Teresa und Martin Schmit aus Zagersdorf in diesen Zeiten besonders.

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Der fleißige Paul… hat nun endlich Zeit für die Hausarbeit …
… und ist danach immer ziemlich erschöpft.