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People | 18.04.2018

Anjas gute Küche

TV-Star Anja Kruse ist leidenschaftliche Herdvirtuosin und teilt nun ihre besten Rezepte, die vor allem gesund sein müssen und schnell gehen sollen, in ihrem ersten Kochbuch „Voll im Leben“.

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"Wir sind die Architekten unseres Körpers, wir haben es in der Hand, das Beste daraus zu machen." - Anja Kruse.© Daniel Schvarcz

Sie ist Anfang 60, schlank, schön und strahlend. Attribute, die nicht dem reichen Fundus der Schönheits­industrie entspringen, sondern aus ihrer jahrelangen Begeisterung für gesunde Ernährung. Wobei diese, angesichts ihres Berufes, nicht allzu leicht zu verwirklichen war: Drehbeginn um vier Uhr morgens, oftmals das erste richtige (deftige) Essen nach der abendlichen Theatervorstellung, in der Freizeit Schlemmen als Beloh­nung, wochenlang auf Tournee, ange­wiesen auf das jeweilige Catering – und am Ende ein Jo-Jo-Dschungel, dessen Liste „ellenlang und abenteuerlich“ war. Dabei ist und war Anja Kruse keine von denen, die „das Öl vom Salatblatt kratzen“, dafür kocht und genießt sie zu gerne, wie etwa in ihren acht Jahren in Wien, wo sie die nicht gerade kalorienärmste Küche Europas kennenlernte. Später, in Paris und an ihrem Lebensmittelpunkt in Südfrankreich, war sie begeistert von den vielen frischen Produkten, den ­seltenen Gemüsesorten, den vielen Gewür­zen und der unglaublichen Vielfalt an Fisch.

Vergessen Sie Diäten – so geht ­Ernährung! Kurz nach ihrem 50. Geburts­tag stand sie in „Die Reifeprüfung“ in 200 Aufführungen auf der Bühne – wenig bekleidet. Ein Theaterkritiker titelte damals: „Anja Kruse, eine großartige Mrs. Robinson mit Abi­turientinnenfigur.“ Es waren ­genau diese zwei Jahre, in denen sie ihre Ernäh­rung umstellte, denn was sie brauchte, war ein wacher Geist „für die viele Textlernerei“ und ein gesunder Körper voll Energie. Die Lösung? „Meine Rezepte folgen einem Prinzip, das zusammengesetzt ist aus Low Carb, Low Fat, sojafrei, ohne Indus­triezucker, im Großen und Ganzen glutenfrei, denn besonders Weizen kann Entzündungen im Körper begüns­tigen.“ Auch Milchprodukte werden nur sparsam eingesetzt und sollten laktosefrei sein, um die Verdauung zu schonen.

Gesundes Kochen mit viel Spaß. In ihrem Kochbuch verrät sie uns ihre besten Rezepte für jeden Tag plus gesunde Drinks und Snacks für zwischendurch. Selbst süße Gelüste kommen nicht zu kurz. Ihre Rezepte erfordern auch ­weder große Vorkenntnisse noch ­extrem viel Zeit. Dafür sind sie randvoll mit Mineralstoffen, Vitaminen, essenziellen Fettsäuren und Antioxidantien. „Die sind wichtig für unseren Alterungsprozess und unsere Schönheit. Die meisten Lebensmittel sind auch einfach zu beschaffen und nicht allzu exotisch, denn wer hat schon viel Zeit zum Einkaufen?“ Aber überzeugen Sie sich selbst ...


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Proteinkick: Fisch trifft Linsen. © Maria Brinkop

Zutaten:
Pro Person 1 Fischfilet (Saibling, Kabeljau oder Dorade) à 120–150g
1 TL Kokosöl, Salz und Szechuan-
Pfeffer (interessantes Aroma!)

Für den Linsensalat: 220 g Le Puy-­Linsen, 1 Lorbeerblatt, 18 Cherrytomaten, 1/2 Gurke, 20 Minzeblättchen, 1 Bund Petersilie, Saft und 1 TL abgeriebene Schale von 2 Bio-­Zitronen, 3 EL Olivenöl, 1–2 TL Ahornsirup, Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Die Linsen waschen und abtropfen lassen. Mit 750 ml Wasser aufsetzen, Lorbeerblatt und etwas Salz dazugeben. Zum Kochen bringen und Schaum abschöpfen. Leicht köcheln lassen, bis die Linsen weich sind. In ein Sieb abgießen, abtropfen und etwas abkühlen lassen. Die Cherrytomaten halbieren oder vierteln, falls sie sehr groß sind. Die Gurke in feine Würfel schneiden. Die Kräuter fein hacken. Zitronensaft und -schale, Öl, Ahornsirup sowie etwas Salz und Pfeffer zum Dressing verquirlen und mit den noch warmen Linsen vermischen. Gurke, Tomaten und Kräuter unterheben. Fischfilets salzen und pfeffern. Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Filets auf der Hautseite bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten braten, bis die obere Seite glasig wird. Zum Servieren die Fischfilets auf den lauwarmen Linsensalat legen.


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Zum Schluss etwas Süßes. © Maria Brinkop

Süßes Budwig-Powerfrühstück

Zutaten:

125 g Magerquark, 2 TL Leinöl, 1 kleine Banane, Saft von 1/2 Zitrone, 2 gehäufte EL Buchweizensprossen, 1 TL Akazienhonig, 50 g frische Himbeeren

Zubereitung:

Mit einer Gabel den Quark und das Leinöl cremig aufschlagen. Die Banane ebenfalls mit einer Gabel zerdrücken und unterrühren, den Zitronensaft zugeben und die Sprossen unterheben. In eine Schale füllen, mit Honig beträufeln und mit den Himbeeren kranzförmig garnieren.


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Voll im Leben. 130 gesunde Rezepte für meine besten Jahre. Umschau Verlag 2018, 240 Seiten ISBN: 978-3-86528-848-6