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Beauty | 11.10.2021

DIY-Naturkosmetik: Natur pur und das selbst gemacht

Graue, kalte und regenverhangene Tage schlagen uns nicht nur aufs Gemüt, sondern sind auch stressig für unsere Haut. Damit du dein sommerliches Strahlen im Winter nicht verlierst, muss die richtige Beauty-Pflege her. Natürlich Natur pur und am besten selbst gemacht! In unserer wöchentlichen Gründonnerstag-Serie verraten wir euch, wie ihr eure Herbstkosmetik selbst herstellen könnt und worauf im Jahreswechsel zu achten ist.

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Gerade in der Übergangszeit ist es wichtig sein Haut zu pflegen. © Pixabay

Seit einigen Jahren hat das Bewusstsein für Umwelt und Natur wieder zugenommen. Statt Discounter-Ware greifen immer mehr Menschen zu nachhaltig angebauten, biologischen Fair Trade-Produkten. Das fängt an bei Lebensmitteln und geht weiter bis hin zum recycelten Smartphone. Denn ein bewusster Konsum wird immer wichtiger. So ist es heutzutage auch nicht mehr uncool, ein Öko zu sein, vielmehr liegt es total im Trend. Vor diesem Trend macht auch die Kosmetikindustrie keinen Halt. Zum Glück sagen wir! Denn Naturkosmetik hat viele Vorteile: Sie pflegt die Haut, ist gut verträglich, frei von künstlichen Inhaltsstoffen und von Tierversuchen. Kurz gesagt, gut für die Umwelt und gut für uns.

Um Haut und Haar mit gesunden Zutaten zu verwöhnen, benötigt es aber nicht immer den Weg ins Einkaufszentrum zu machen. Zumal nachhaltige Inhaltsstoffe und Herstellungsmethoden häufig auch ihren Preis haben. Im folgenden Beitrag zeigen wir euch, wie ihr mit ein paar wenigen Zutaten und einfachen Techniken eure Küche in ein Kosmetiklabor verwandelt und eure eigene Naturkosmetik herstellen könnt. Der Vorteil an selbst gemachten Produkten ist nicht nur, dass du garantiert weißt, was in deiner Salbe, im Deo und Co enthalten ist, sondern kannst du deine Produkte auch speziell auf deine Bedürfnisse abstimmen und individuelle Kreationen erschaffen.

Das A und O jedes DIY-Produkts: Sauberkeit

Bevor es aber ans Werk geht, muss eines noch gesagt werden: Das A und O einer selbst gemachten Kosmetik ist die Sauberkeit. Angefangen bei deinen Händen, über Instrumente und Arbeitsfläche bis hin zu den Behältnissen muss alles vor dem Gebrauch wirklich gut gereinigt werden. Am besten mit hochprozentigem Alkohol. Denn sonst landen die Produkte schneller im Müll, als dass man sie überhaupt verwenden kann.

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Körperbutter ist besonders pflegend für trockene Haut. © Pixabay

Coco-Mandel-Körperbutter

Gerade während des Jahreswechsels reagiert die Haut oft mit Irritationen und neigt auszutrocknen. Beim Übergang vom Sommer zum Herbst ist die Luft nämlich besonders trocken. Die plötzliche Trockenheit wirkt sich dann sofort auf den Feuchtigkeitshaushalt unserer Haut aus. Als Folge bekommen wir rissige, spannende Hautstellen oder auch Hautunreinheiten. Deshalb ist es im Herbst besonders wichtig, sich ausreichend zu pflegen. So lautet das Motto: cremen, cremen, cremen – und das am besten mit einer selbst gemachten Körperbutter. Hergestellt mit Kokos- und Mandelöl versorgt sie besonders reichhaltig trockene Schienbeine, Ellenbogen und alle anderen durstigen Hautstellen.

Für die Körperbutter benötigst du folgende Zutaten:

  • 100 g Bio-Sheabutter
  • 40 g Bio-Kokosöl (alternativ Arganöl oder Jojobaöl)
  • 20 g Bio-Mandelöl

So schnell wird’s gemacht:

  1. Gib alle Zutaten in einen Topf. Stell dieses dann in ein Wasserbad und bringe alles zum Schmelzen.
  2. Anschließend stell die Mischung für rund eine Stunde in den Kühlschrank
  3. Nach einer Stunde nimm die Masse raus aus dem Kühlschrank und schlage die fest gewordenen Masse ordentlich durch. (Wenn diese noch zu weich oder flüssig ist, gib diese noch für eine weitere Stunde in den Kühlschrank oder für kurze Zeit ins Tiefkühlfach). Aufgepasst: Die Masse ist nun sehr fest. Drücke deshalb den Mixer in die Masse und schiebe mit einem Löffel oder Teigschaber die aufgeschlagene Butter wieder zurück in die Mitte der Schüssel. So lange wiederholen, bis die Butter schlagobersähnlich ist.
  4. Abschließend in einen verschließbaren Glasbehälter füllen wie ein Marmeladenglas: vor Gebrauch gründlich in heißem Wasser auskochen und gut abtrocknen.

Die Körperbutter ist frei von Konservierungsstoffen, weil sie wasserfrei ist. Das heißt, die Butter hält so lange, wie die verwendete Sheabutter hält. Oder kurz gesagt, solange, bis die Butter ranzig reicht.

Zum Aufbewahren stell die Körperbutter in den Kühlschrank und nimm sie ein paar Minuten vor dem Auftragen heraus. So lässt sich die Butter besser am Körper verteilen. Tipp: Nicht mit den Fingern in den Behälter greifen, verwende immer einen sauberen Löffel. Dann hält die Butter auch länger.

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Die entzündungshemmende, antibakterielle, schmerzlindernde und abschwellende Wirkung von Ringelblumenölen oder -salben wurden bereits vor hunderten von Jahren zubereitet. © Pixabay

DIY-Calendula-Öl

Calendula? Das klingt doch sehr exotisch, oder? Dabei findet man die Pflanze von Juni bis Oktober in vielen heimischen Gärten, auf Äckern und Wiesen. Dank ihrer gelben Farbe, aber vor allem aufgrund ihrer heilenden Wirkung ist die Pflanze weltweit bekannt und heißt zu Deutsch Ringelblume. Vor allem die Blütenblätter der Ringelblumen werden zu Salben verarbeitet oder als Aufgüsse zur Behandlung von Wunden eingesetzt, da sie entzündungshemmende Substanzen enthalten. Das Calendula-Öl eignet sich besonders im Herbst, wenn die Luft langsam trockener wird. Es regeneriert die Haut und schützt vorm Austrocknen. Rosenblüten sorgen für einen himmlischen, frischen Duft und erinnern an den Frühling.

Für das Öl brauchst du folgende Zutaten:

  • 10 g getrocknete Ringelblumenblüten
  • 1 EL getrocknete Bio-Rosenblüten
  • 300 ml duftneutrales Bio-Öl wie Sonnenblumenöl
  • 1 EL Wasser

Tipp: Alternativ können zum Öl weitere duftende Kräuter und Gewürze wie Lavendel, Vanille oder Lindenblüten zugegeben werden.

So wird’s gemacht:

  1. Zerkleinere zuerst die Rosen- und Ringelblumenblüten
  2. Gib anschließend die Blüten in einen Topf mit Wasser. Gut umrühren und für fünf Minuten lassen.
  3. Nun füllst du das Öl in den Blütentopf
  4. Stell den Topf in ein Wasserbad und bring es fast zum Kochen. Danach stell die Temperatur auf die kleinste Stufe und lass es zugedeckt für 30 Minuten ziehen.
  5. Abschließend filtere das Öl durch ein feines Sieb. Gegebenenfalls anschließend nochmals durch einen Kaffeefilter.
  6. Danach in ein schönes Fläschchen schütten und auf die Haut auftragen.

Das Öl eignet sich wunderbar für sensible Haut. Es ist bei Zimmertemperatur ein Jahr lang haltbar.

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Auch Wimpern müssen gepflegt werden, deshalb benutze immer wieder einmal ein paar Wochen lang dein Wimpernserum. © Pixabay

DIY-Wimpernserum

Jaaa, wir alle liebe und wollen sie: lange, dichte Wimpern. Damit wir aber nicht auf unechte Wimpernhaare zurückgreifen oder uns chemische Substanzen ins Auge schmieren müssen, zeigen wir euch heute ein einfaches Wimpern-Rezept mit Rizinusöl.

Für das Wimpernserum benötigst du:

  • 1 TL Arganöl (alternativ Kokosöl, kaltgepresst)
  • 1 TL Rizinusöl
  • Ein paar Tropfen Vitamin E
  • leerer (Mascara-)Behälter

Rizinusöl stärkt und pflegt die Wimpern, macht sie widerstandsfähiger und lässt sie gesund und glänzend aussehen. In Kombination mit Arganöl und Vitamin E wird es zur Super-Pflege für deine Wimpern. Denn Arganöl ist voll mit Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren. Es pflegt und stärkt es die Wimpern. Das zusätzliche Vitamin E hat pflegende und heilende Wirkungen, wird im Serum aber als Konservierungsmittel verwendet. Somit bleibt das Serum für eine längere Zeit haltbar.

So einfach wird’s gemacht:

  1. Vermische zuerst das Argan- mit dem Rizinusöl in einer kleinen Schüssel.
  2. Danach gib ein paar Tropfen Vitamin E in das Gemisch und rühre alles gut durch.
  3. Abschließend kannst du mit einer Pipette, einem Teelöffel oder kleinen Trichter das Wimpernserum ins Behältnis abfüllen.

Anwendung: Das Wimperserum pflegt und stärkt deine Wimpern. Dazu am besten abends nach dem Abschminken das Wimpernserum mit der Wimpernbürste oder einem kleinen Pinselchen auftragen. Bei regelmäßiger Anwendung werden die Wimpern geschmeidiger, stärker und brechen nicht so leicht ab.

Unsere DIY-Ideen haben wir u.a. von der UMWELTBREATUNG. Neben tollen Ideen zum Selbermachen, findest du auf ihrer Homepage wertvolle Info zum Thema nachhaltiger Konsum.

Hier findest du eine Auswahl toller Naturkosmetik:
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Die Natur – unseren Lebensraum und die Quelle für all unser Handeln – nachhaltig und ganzheitlich zu schützen, ist das höchste Ziel des Naturkosmetikherstellers Lavera. Deshalb achten sie bereits bei der Gewinnung ihrer Rohstoffe auf höchste (Bio-) Qualität und eine möglichst lokale Herkunft. "Wir tun alles, um unseren Energieverbrauch zu reduzieren und beziehen bereits jetzt 100% Ökostrom". © Lavera

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Seit 100 Jahren geht die Naturkosmetikmarke Weleda mit gutem Beispiel voran und setzt Maßstäbe für nachhaltiges Wirtschaften im Einklang von Mensch und Natur. Ihr Produkte sind Natrue-zertifiziert und bestehen aus natürlichen und Bio-Rohstoffen. Viele Produkte im Sortiment sind vegan. Weleda verzichtet für ihre Kosmetik auf Tierversuche. © Weleda Naturkosmetik

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Die zertifizierte Naturkosmetik von Master Lin bringt die Haut nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin in ihr individuelles Gleichgewicht. Ausgesuchte Inhaltsstoffe, wertvolle Heilkräuter und hochwertige ätherische Öle schenken ihr Spannkraft, Vitalität und Frische. © GW Cosmetics

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Der verganen Luxusmarke ananné ist der Schutz der Natur und der natürlichen Ressourcen ein besonderes Anliegen. So konsequent, wie bei der Herstellung der vielfach zertifizierten Wirkstoffkosmetik wird auch in allen anderen Belangen darauf geachtet, den ökologischen Fussabdruck so klein wie möglich zu halten. So bezieht ananné die hochwertigen Ingredienzen aus ökologischem Anbau oder Wildsammlungen. © ananné AG Swiss Mountain Organic