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Beauty | 03.02.2016

Alles für die Schönheit

Ein Fettpölsterchen hier, einige lästige Haare da – immer wieder finden wir an unserem Körper Stellen, mit denen wir nicht zufrieden sind. Abhilfe kann hier ästhetische Medizin bieten, die auf sanftem Weg für mehr Wohlbefinden sorgen soll.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters – heißt es jedenfalls. Doch was passiert, wenn man sich nicht mehr gerne betrachtet, wenn ein paar kleine Dinge stören und man damit unglücklich ist? Dabei ist nicht zwingend der Weg zum Chirurgen notwendig, es gibt auch wirksame und sanfte Methoden. Selbstverständlich kommt es dabei auf die Art der Beeinträchtigung des Wohlbefindens an. Das Gebiet der ästhetischen Medizin bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten, die sich dem Thema Wohl­befinden zu widmen. Das Spektrum ist sehr vielfältig und umfasst sowohl sanfte Methoden ohne chirurgische Eingriffe bis hin zu plastischer Chirurgie. Zu den minimal-invasiven Methoden der ästhetischen Behandlungen zählen unter anderem physikalische Anwendungen wie hautverjüngende Maßnahmen. Im Rahmen von ästhetischer Medizin gibt es eine Vielzahl von möglichen sanften Behandlungen, die minimal-invasiv sind und zumeist ohne Skalpell auskommen. Wir geben einen kleinen Überblick.

Kampf den Falten

Leider muss man feststellen: Alle teuren Cremes haben bislang nichts geholfen, das versprochene jüngere und frische Aussehen ist nicht eingetreten. Eine Möglichkeit bietet eine Faltenbehandlung mit Botox, Hyaluronsäure, Kollagen und Liquid Lifting, das der Behandlung von müden Augen dient. Auch Peelings oder eine Behandlung mit dem Dermaroller sind Alternativen. Letzte hört sich schlimmer an, als sie ist: Bei der Dermaroller-Behandlung werden der Haut mit einer kleinen Rolle, die mit feinen Nadeln besetzt ist, Mikroverletztungen zugefügt. Dies soll die Durchblutung steigern und die körpereigenen Reparaturmechanismen aktivieren. Neben den bereits beschriebenen gibt es auch sanfte Liftingmethoden, bei denen im Gegensatz zum klassischen Facelifting keine überschüssige Haut chirurgisch entfernt wird. Hier reicht die Bandbreite vom Light Filling, einer Unterspritzung der Falten mit Hyaluronsäure, über Mesotherapie - dabei werden der Haut Substanzen eingebracht, die zum Beispiel durch Alterung verloren gegangen sind –, bis hin zum „Promilift“ mit Radiofrequenz. Bei Letzterem werden die Haut und das Gewebe durch selektive Erwärmung der Kollagenfasern gestrafft. Ein wenig gruselig klingt die Methode des Dracula- oder Vampirliftings. Dieser neue Beauty-Trend erhält seinen Namen daher, dass wertvolle Substanzen aus dem eigenen Blut verabreicht werden, um die körpereigene Regeneration anzukurbeln.

Weg mit dem Fett

Doch nicht nur Falten stehen im Fokus der ästhetischen Medizin, auch der unbeliebten Cellulite und Fettpölsterchen wird zu Leibe gerückt. Hier kann eine Behandlung mit Kälte angewendet werden. Bei dieser schonenden Fettreduktion werden die Fettzellen gezielt gekühlt, wodurch sie absterben und natürlich abgebaut werden. Diese Methode sorgt für eine nachhaltige Fettreduktion, ist aber nicht als Abnehmmethode geeignet. Sie wird vor allem zur Umfangreduzierung an Bauch, Hüften, Oberschenkel und -armen verwendet.

Dr. med. Stefan Horwath

Wenn die Härchen stören

Das Entfernen von unliebsamen Härchen kann Frau schon nerven. Eine Alternative zum Rasieren, Epilieren und Wachsen bietet die dauerhafte Haar­entfernung für alle Hauttypen mit einem Laser. In mehreren Schritten werden die Haare entfernt.

Schwere Augen

Auch Korrekturen am Lid zählen zur ästhetischen Medizin. Vor allem Schlupflid oder Tränensack sind oft eine Belastung, da sie das Wohlbefinden stören können. Hier muss allerdings zum Skalpell gegriffen werden. Der Eingriff bei einer Schlupflidkorrektur kann beispielsweise auch ambulant durchgeführt werden.

Weg mit dem (Pigment)Fleck

Auch gegen unschöne Pigmentflecken oder auch Narben gibt es eine sanfte Behandlungsmethode. Hier kann zum Beispiel mit dem Dermaroller gearbeitet werden, je nach Narbe kann auch ein Laser eingesetzt werden.

Tipp: Bei vielen Instituten gibt es die Möglichkeit zu einem kostenlosen Beratungsgespräch, bei dem auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden kann.

Dr. Sabine Stohl-Mayr

Definitionen

Ästhetische Medizin: Laut Lidchirurgin Sabine Stohl-Mayr vom Krankenhaus ­Oberpullendorf gibt es keinen genau definierten Begriff für ästhetische Medizin. Das liege unter anderem daran, dass es von verschiedenen Fachrichtungen ange­boten wird. Allgemein kann ästhetische Medizin folgendermaßen definiert werden: Es handelt sich dabei um Eingriffe, die zum Wohlbefinden des Patienten beitragen, aber nicht unbedingt medizinisch notwendig sind. Diese Eingriffe werden daher auch nicht von der Krankenkasse übernommen.

Plastische Chirurgie: Hier werden Eingriffe aus rein ästhetischen sowie aus rein funktionalen Gründen durchgeführt. Es können auch beide Aspekte zum Tragen ­kommen – man unterscheidet mehrere Hauptrichtungen in der Plastischen Chirurgie.

Ästhetische Chirurgie: Diese Form bezeichnet formverändernde Eingriffe,
die auf Wunsch des Patienten passieren und nicht medizinisch indiziert sind. ­Umgangssprachlich nennt man diese Art „Schönheitsoperation“.

Rekonstruktive Chirurgie: Hier werden verlorengegangene Funktionen des Körpers operativ wiederhergestellt. Dies wird zum Beispiel auch bei Verbrennungen eingesetzt.