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Events | 04.05.2018

Genuss & Klang

Ein Stück Kuchen gefällig? Alle dürfen mitnaschen, wenn der KLANGfrühling auf Burg Schlaining von 5. bis 13. Mai sogar Gärten und Höfe in Bühnen verwandelt.

Text Viktória Kery-Erdélyi Fotos Laurent Ziegler/unstill.net/Agentur Kelterborn, Andreas Mueller, Verein Zukunft Schlaining


Es war ein Wagnis. Die Eröffnung sollte nicht allein auf der Burg Schlaining stattfinden, sondern zuvor schon in privaten Gärten und Höfen bei freiem Eintritt. Die Skeptiker staunten. „Es wurde schöner, als wir uns das je vorgestellt hatten“, schwärmt Gerhard Krammer, dem 2017 ein überzeugender Start in seine Intendanz des Festivals KLANGfrühling gelang.
Neben all den Musikliebhabern aus der Ferne will er verstärkt die regionale Bevölkerung miteinbinden und zum Festival locken. „Das ist eine genetische Sache, weil ich da aufgewachsen bin“, sagt er. Und weil sein Konzept im ersten Jahr so prima aufging, wird das Pre-opening abermals mit Konzerten und Lesungen in den Ortsteilen Altschlaining, Drumling, Goberling, Neumarkt im Tauchental und Stadtschlaining gefeiert – diesmal in Kooperation mit dem Hianzenverein (5. Mai, ab 17 Uhr). Erneut öffnen dafür Privatpersonen ihre Pforten. War es im Vorjahr ein Eisstanitzel, so fungiert nun eine Cremetorte als Testimonial für den KLANGfrühling. Das heurige Motto „Genuss & Klang“ folgt dem Ziel, das Festival möglichst mit allen Sinnen zu genießen. Musikalisch bleibt Krammer dem bisherigen Weg treu und verbindet Barock mit Neuem.


Verknüpft. Mit großem Engagement ist er um Brücken bemüht – etwa nach Venedig, dem Zuhause seiner Frau und seines Sohnes und des Teatro la Fenice, mit dem er seit Jahrzehnten eng zusammenarbeitet. Zu Gast wird das „ArTime Quartet“ aus Italien sein.
Verknüpft bleibt man mit dem Liszt Festival: Das Klavierduo Kutrowatz spielt Krammers „Rosé“, ein Werk, das er für die in Auschwitz ums Leben gekommene Violinistin komponiert hatte. Die Brüder Kutrowatz waren Intendanten auf Burg Schlaining, heute sind sie es in Raiding. „Uns war immer klar, dass wir vernetzt bleiben“, sagt Krammer. So auch mit den Schlossspielen Kobersdorf: Wolfgang Böck liest zum Muttertag auf der Burg, wenn „da Blechhauf’n“ aufspielt.
Ein Schwerpunkt wird das Gedenkjahr sein. „Das in der bunten Stadt des Friedens zu reflektieren, sehe ich als Pflicht“, sagt der Intendant, der Schauspielerin Andrea Eckert und das Merlin Ensemble Wien mit „Die Geschichte vom Soldaten“ einlud (9. Mai). Das offizielle Eröffnungskonzert wird übrigens der namhafte, aus Markt Allhau stammende Tenor Daniel Johannsen mit „dolce risonanza“ zelebrieren (6. Mai). Weitere Highlights sind etwa die Bach-Konzerte mit Cornelia Löscher (Geige) und Hannes Gradwohl (Violoncello), „Der Messias“ mit dem Schoenberg Chor sowie die österreichische Erstaufführung von Amandus Ivanschiz’ Messe in C.
Kulinarische Kompositionen erlebt man am 10. Mai –  mit einem fünfgängigen Menü mit Barockmusik – sowie beim Mutterstagsbrunch. Ein klingendes Miteinander verspricht das Wirtshaussingen am 12. Mai im Gasthaus Arth in Altschlaining.