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Lifestyle | 02.05.2018

Auszeit im Paradies

Wer glaubt, für einen wunderschönen Urlaub weit reisen zu müssen, denkt so wie ich. Zumindest früher. Wir testeten die Vila Vita in ­Pamhagen auf Herz und Nieren.

Fotos Nicole Schlaffer, Emmerich Mädl


Es hat sich gezeigt: Hoteltester zu sein, ist nicht unbedingt der schlechteste Job der Welt. Für meine Familie und mich war es Premiere. 4 kritisch denkende Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen gleichzeitig zufriedenzustellen, ist sicher kein leichtes Unterfangen. Achtung, Spoiler: In der Vila Vita hat man es tatsächlich geschafft. Doch das Wie und Warum ist viel interessanter.

 

Eines vorausgeschickt: Ich war bereits einige Male bei Veranstaltungen in der Vila Vita, meist in der Seewinkelhalle. Doch in all dieser Zeit wusste ich nicht, was für ein Paradies dort rundherum auf mich wartet. Nach der warmherzigen Ankunft bezogen wir „unser“ Häuschen: ein gemütliches Nest, eingerichtet mit viel warmem, hochwertigem Holz. Das Feriendorf mit seinen kleinen Straßen ist absolut naturverbunden, sauber und wunderschön angelegt. Beim Radverleih bekamen wir 4 passende Räder und schon erkundeten wir die gesamte Anlage. Angefangen bei den Spielplätzen bis zum Kletterpark, den Tieren, dem Gewächshaus und der Villa Kunterbunt, wurden die Kinder mit unzähligen Eindrücken versorgt und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Highlight meiner pferdenärrischen 3-Jährigen war der Ausritt mit Shetlandpony Gizmo. Mich hingegen überrumpelte es etwas, als Tierpfleger Robert mir – die ich absolute Ehrfurcht vor sämtlichen Lebewesen in mir trage, die meine Größe haben und nicht sprechen können – die Zügel in die Hand drückte und uns einfach eine halbe Stunde uns selbst überließ. Doch das Erlebnis stellte meine vor Nervosität schwitzigen Hände in den Schatten. Gizmo ließ sich brav von mir führen und meine Tochter Lilly strahlte auf ihm wie ein frischlackiertes Hutsch-
pferd. Wir erkundeten den Badesee und ich stelle es mir herrlich vor, dort im Sommer auf der Wiese oder im Sand zu liegen, oder auf der romantischen Insel mit meinem Mann … ein gutes Buch zu lesen. Für dieses Mal begnügten wir uns mit Steinesammeln und Steine-übers-Wasser-hüpfen-Lassen. Die Jahreszeit suggerierte eher den beheizten Innen- und Außenpool sowie Sauna und Dampfbäder, die ebenfalls keine Wünsche offen ließen.

 

Schwerelos eingewickelt. Danach hieß es: Auszeit nur für mich ganz alleine. Ich begab mich in die liebevollen Hände von Kosmetikerin Christa Tschida, Begründerin der Vinotherapie in Österreich mit einer eigenen Bio-Kosmetiklinie. Die Frau weiß, was sie tut. Ich hingegen lag ahnungslos in der Schwebeliege und genoss das Tresterbad, eine Körperpackung aus Weinmutter, Weintrester und Traubenkernöl, und wurde dabei rund 35 Jahre in der Zeit zurückversetzt: So ähnlich muss sich ein Embryo im Mutterleib fühlen. Schwerelos eingewickelt in dicke Materialien, außen von Wasser umgeben, beschmiert mit überaus reichhaltigen Substanzen, sinnierte ich vor mich hin. Es war feucht, es war warm und es gluckerte. Kurz bevor ich wegschlummerte, holte mich Christa aus meinen Träumen. Nach dem Tresterbad fühlte sich meine Haut energetisiert und vollkommen erfrischt an, während mein körperlicher Zustand nahzu tiefenentspannt war.

 

Eindrücke

Highlight des Abends. Schon war es Abend und wir genossen den Ausblick auf die Landschaft bis zum Neusiedler See, rauf nach Parndorf und sogar bis runter ins Mittelburgenland sowie einen wunderschönen Sonnenuntergang bei einem Glas Wein auf der 25 Meter hohen Aussichtsplattform im Feriendorf. Mit vielen glückseligen Eindrücken versorgt, begaben wir uns zum Abendessen – das absolute Highlight des Abends. Als reflektierter und kritischer Esser lege ich sowohl zu Hause als auch im Urlaub sehr viel Wert auf eine gute Kulinarik. Und wurde zu meiner Freude nicht enttäuscht. Die hervorragende Küche unter der Leitung von Haubenkoch Michael Graf überzeugte uns alle auf voller Linie. Ebenso begann der Tag darauf mit einem Frühstück, das wir in dieser Form, Vielfalt und Qualität bisher selten erlebt haben.

Fazit. Zusätzlich zu den freundlichen Menschen, denen man am ganzen Gelände begegnet, vom Reinigungspersonal über die Rezeption bis hin zum Service-Team, steckt so viel Liebe im Detail im ganzen Feriendorf. Nie hätte ich mir gedacht, dass das Gute wirklich so nahe liegt und auch im Burgenland ein Urlaub verbracht werden kann, der all das verbindet, was meiner Familie und mir für einen gelungenen Urlaub wichtig ist: Familienspaß, Baden, Action, Sport, Tiere und Kulinarik. Zum Abschluss erhielt jeder von uns an der Rezeption als Gastgeschenk einen Bleistift, an dessen Ende eine Kapsel angebracht wurde, aus der eine Pflanze wächst, wenn sie in die Erde gesteckt wird: ein Vergissmeinnicht. Vergessen werden wir diesen Ausflug bestimmt nicht – ganz im Gegenteil: Wir kommen sicher bald wieder.

Vila Vita Pannonia

Storchengasse 1
7152 Pamhagen
Tel.: 02175/21 80-0
[email protected]
www.vilavitapannonia.at