Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 03.12.2020

Die gewonnene Schlacht

Sabine Lentsch bewies in der deutschen Kochsendung „Die Küchenschlacht“ ihre ausgeprägten Kochkünste. Die BURGENLÄNDERIN sprach mit der kulinarischen Siegerin.

Als Spitzenkoch Johann Lafer vor sieben Jahren zu Gast in „Mahlzeit Burgenland“ (Anm.: tägliche Sendung auf Radio Burgenland) war, lernte ORF-Burgenland-Redakteurin Sabine Lentsch ihn kennen. Die passionierte Köchin und der TV-Koch fanden auf Anhieb eine schmackhafte Basis. „Er sagte damals, ich müsse unbedingt in die Küchenschlacht kommen.“ (Anm.: „Die Küchenschlacht“ ist eine Kochsendung im ZDF.) „Anfangs habe ich mich gesträubt. Es wäre peinlich, in der ersten Runde auszuscheiden.“ Nachdem sie sich dann irgendwann doch bewarb, wurde Anfang September 2020 ein für alle passender Termin gefunden und Lentsch flog zur Aufzeichnung nach Hamburg.


Champion of the Week

"Ich koche schon immer gerne, für mich ist das nicht anstrengend. Im Gegenteil, das Schneiden, Rühren etc. ist für mich entspannend schön, wie Meditation.“ Mehrgängige Menüs, ausgefeilte Kompositionen und die passende Dekoration inkl. detailverliebter Accessoires – das ist die Leidenschaft der burgenländischen Radioredakteurin. Und wie stand es um ihre Nervosität bei der „Küchenschlacht“? „Das Publikum, die Kameras und das Studio waren mir egal, das bin ich gewohnt. Viel mehr beschäftigt hat mich, in vorgegebener Zeit ein komplettes Gericht kochen zu müssen, das dann von einem Spitzenkoch beurteilt wird. In 35 Minuten musst du fertig sein, da wird nichts geschnitten oder verlängert.“ Die Sendung ist so aufgebaut: Montags starten sechs Hobbyköch*innen ins Rennen um den Sieg, jeden Tag scheidet eine/r aus. Am Freitag stehen zwei im Finale. Dort konnte Sabine Lentsch das Rennen mit kross gebratenem Zander (Rezept siehe rechts) für sich entscheiden.

 

Mit TV-Koch Johann Lafer verbindet Lentsch eine kulinarische Basis.

 

Die Kandidat*innen werden natürlich vorab informiert, welches Motto an den bestimmten Tagen auf dem Programm steht und mit welchen Zutaten gekocht wird, sodass sie gut vorbereitet in die Sendung starten können. „Du kannst zwar Probekochen, weil du dich ja gut vorbereiten sollst. Doch du musst dir kreative Dinge einfallen lassen, die andere nicht haben. Mein Ziel war es, die erste Runde zu überstehen. Dass ich gewinne, hätte ich mir im Leben nicht gedacht.“ Nachdem Lentsch die Gewinnerin der Woche war, ging es sogleich auch weiter: In der ChampionsWeek traten 6 Wochengewinner*innen gegeneinander an. Am dritten Tag war es da jedoch leider vorbei für die Burgenländerin. „Mein pochiertes Huhn war dem Juror ein bisschen zu trocken. Doch ich bin stolz und habe mich sehr gefreut, überhaupt so weit gekommen zu sein, vor allem als reine Hobbyköchin.“


Reste & Sterne

Und das Kochen wird auch weiterhin das liebste Hobby von Sabine Lentsch sein. Selbst bezeichnet sie sich als Flexitarierin, kocht oft vegetarisch, fast nie nach Rezept, am liebsten Curry (das jedes Mal anders schmeckt). Einerseits liebt sie die Resteküche und ist eine hervorragende Vorratsverwerterin. Andererseits schlägt ihr Herz für die Gourmet-­Küche. „Mein Mann und ich gehen sehr gerne essen in Haubenlokale in ganz Österreich. Auch wenn wir im Ausland sind, suchen wir uns Hauben-/Sterne­lokale. Es ist faszinierend, was auf hohem Niveau aus den Lebensmitteln gemacht werden kann und was an Geschmack rauszuholen ist. Die Atmosphäre in einem gehobenen Lokal, gute Weinbegleitung dazu, der hervorragende Service – das liebe ich und versuche ich auch meinen privaten Gästen zu bieten, wenn ich zum Essen zu mir nach Hause einlade.“


Kross gebratener Zander

auf Paprika-Kraut und Riesling-Schaum

Zutaten für zwei Personen

 

Zutaten:

Für das Paprika-Kraut:

  • 2 rote Paprikaschoten
  • 200 g Sauerkraut
  • 1 Kartoffel
  • 1 Zwiebel
  • 25 g Butter
  • 200 ml Gemüsefond
  • 1 EL Schmalz
  • 1 EL Zucker
  • 1⁄2 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1⁄2 TL rosenscharfes Paprikapulver
  • Salz aus der Mühle
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle


Für den Riesling-Schaum:

  • 75 ml steirischer Riesling
  • 150 ml Fischfond
  • 75 ml Obers
  • 1 EL geschlagener Obers
  • 1 Schalotte
  • 25 g kalte Butter
  • 1 EL Rapsöl
  • Salz aus der Mühle
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle


Für den Zander:

  • 300 g Zanderfilet mit Haut
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 EL Mehl
  • 2 EL Rapsöl zum Braten
  • Salz aus der Mühle
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

 

Zubereitung

Die Paprikaschoten halbieren, entkernen und in grobe Stücke teilen. Diese zusammen mit dem Gemüsefond in einen Mixer geben und sehr fein pürieren. Entstandenen Saft durch ein Tuch in einen Topf pressen. Zwiebel abziehen, die Hälfte in dünne Streifen schneiden und in heißem Schmalz anschwitzen. Mit Zucker bestreuen und die Zwiebel etwas karamellisieren. Sauerkraut zufügen, mitanschwitzen und das Paprikapulver untermischen. Paprikasaft jetzt dazugießen. Kartoffel schälen und eine halbe Kartoffel fein reiben und unter das Kraut rühren. Bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Zum Schluss die Butter unter das Kraut rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schalotte abziehen, würfeln und in Öl anschwitzen. Mit Riesling ablöschen. Fischfond und Obers zugießen und alles offen um die Hälfte einkochen lassen. Sauce mit Salz und Pfeffer würzen. Ein wenig Obers steif schlagen. Butter zur Rieslingsauce geben, schaumig mixen, Schlagobers unterheben und zum Schluss um das Paprika-Kraut verteilen. Zanderfilet abbrausen, trockentupfen und in 2 Stücke teilen. Diese mit Salz und Pfeffer würzen. Hautseite mit etwas Mehl bestäuben. Thymian und Rosmarin abbrausen und trockenwedeln. Knoblauchzehe abziehen und andrücken. Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne mit den Kräutern und dem Knoblauch erhitzen und den Fisch darin auf der Hautseite braten. Fisch wenden und auf der Fleischseite noch kurz weiter braten.