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Lifestyle | 12.05.2017

Die BURGENLÄNDERIN Sex-Kolumne #3

Guter Sex trotz Liebe … Lies unsere neue, exklusive Sex-Kolumne inklusive Comic.

Guter Sex trotz Liebe

Wenn Sie sich schon einmal Gedanken gemacht haben, warum die Schmetterlinge in der Phase stürmischer und kribbelnder Verliebtheit nicht bleiben wollen, bekommen Sie hier die Erklärung. Wenn-gleich sie nicht sonderlich romantisch ist: Wechselt die heiße Verliebtheitsphase in eine feste Beziehung, schaltet der Körper wieder auf „Normal“-Modus. Das bedeutet: statt euphorisierender Botenstoffe sorgen Oxytocin und Vasopressin für eine Stabilisierung und Vertiefung der Beziehung. Der Testosteronspiegel der Frau sinkt wieder, der des Mannes steigt an. Auch der Serotoninspiegel erhöht sich, die neuen Gefühle sind Zusammengehörigkeit, Sicherheit und Ruhe. Die andere Seite der Medaille ist die damit einhergehende Bremse der Sexualität, damit das Paar ihren Fokus im Alltag auch auf andere Dinge richten kann und nicht nur auf den Partner und Sexualität fokussiert ist. Ganz nebenbei: Laut diverser Studien ist Sexualität nie der wichtigste Faktor in einer Beziehung. Er steht sowohl für Männer als auch für Frauen erst an 5. Stelle, davor: Treue, Geborgenheit, Gespräche und Zärtlichkeit.

Das Dilemma ist ein anderes. Uns wird immer wieder suggeriert, dass Sexualität in einer längeren Beziehung dieselbe Intensität haben muss wie in der Verliebtheitsphase. Das ist aus dieser Perspektive betrachtet nicht möglich. Ein weiterer Trugschluss ist, dass „wahre Liebe“ bedeutet, alles gemeinsam zu machen und dadurch wenig Luft für die richtige Distanz bleibt. Paaren ist dringend geraten, weiterhin Individuen zu bleiben, um für den Partner interessant zu bleiben.

Wie schafft man es nun, von der Kick-Sexualität der Verliebtheitsphase zu einer „Gourmet-Sexualität“ zu finden? Triebfedern sind nicht unbedingt Geilheit, sondern eventuell das Bedürfnis, dem Partner nahe zu sein. Oder eine liebevolle Berührung, die Oxytocin ausschüttet und sexuell ansprechbar macht. Warum nicht einfach ohne große „Rolligkeit“ ins Liebesspiel zu gehen, einfach, weil man weiß, dass es beiden danach besser geht? Bei vielen ist regelmäßige Sexualität eine Vernunftsentscheidung. Weil man weiß, dass der Partner danach ausgeglichener ist und das befriedigende Ziel den Körper eher bereit macht, sich auf Sex einzulassen. Oxytocin spielt bei dem Ganzen eine wichtige Rolle. Über den Hautkontakt werden im Gehirn Botenstoffe aktiviert, die den Körper auf sinnliche Signale oder Berührungen ansprechbar machen. Wenn beide dann auch noch während des Liebesaktes gut auf einander – also auf sich selbst und den anderen – eingehen können, steht einem tiefen, sinnlichen Erlebnis nichts im Wege.

 

SEXMED.at

Das Grazer Team um Elia Bragagna hat fachlichen Zuwachs bekommen. Neu im Team ist Dr. Eva Stix, sie ist Psychiaterin mit dem Schwerpunkt Sexualität, Partnerschaft und psychischen Erkrankungen wie Depression, Burn Out, Panikattacken. zusätzlich Sexsucht, Transgender und Pädophilie.

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Elia Bragagna ist Sexualmedizinerin und -therapeutin, Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychosomatik; Psychotherapeutin. In der interdisziplinären sexualmedizinischen Praxis „Sexmed“ in Graz bietet das Team seriöse sexualmedizinische Abklärung und  Behandlung bei sexuellen Störungen. Terminvereinbarung: 0316/722 100 100
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Österreichweite entgeltliche telefonische Beratung: sexmedHOTLINE: 0900/88 80 80.

 

Doris Schamp (La Razzia):
www.laguggurazzia.at
www.dorisschamp.at