Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 25.01.2021

Booster für das Immunsystem

Das Spurenelement Zink ist für die Funktion des Immunsystems unverzichtbar.

Die Interaktion zwischen Zink und dem Immunsystem ist wichtig, denn dieses wertvolle Spurenelement trägt dazu bei, die Abwehr von Krankheitserregern zu aktivieren. Der Körper kann Zink aber weder selbst produzieren noch in größeren Mengen speichern. Deshalb muss Zink über die Ernährung zugeführt werden, und zwar täglich, sonst kommt es zu Mangelerscheinungen. Aber in welchen Lebensmitteln ist Zink enthalten? Und warum müssen Veganer und Vegetarier ihren Zinkstatus ganz besonders gut im Auge behalten?


Zinkspiegel sinkt im Laufe des Lebens

Vor fast 60 Jahren wurde erstmals nachgewiesen, dass Zinkmangel zu verzögerter Wundheilung, Hautkrankheiten, Haarverlust, beeinträchtigtem Wachstum und verschiedenen neurologischen Symptomen führen kann. Besonders wichtig ist Zink für unser Immunsystem. Heute wissen wir, dass auch die Augen, die Entwicklung des ungeborenen Kindes und die Funktion verschiedener innerer Organe wie Leber und Bauchspeicheldrüse mit Zink interagieren. Studien zufolge hat Zink einen günstigen Effekt auf Erkältungskrankheiten und Durchfall. Ab dem 30. Lebensjahr sinkt der Zinkspiegel jedoch kontinuierlich mit zunehmendem Alter. Studien belegen auch einen Zusammenhang mit Zinksupplementation bei Senioren und der Normalisierung von altersbedingten Veränderungen des Immunsystems.


Zink und Corona

Besonders während der Corona-Pandemie gewinnen alle Maßnahmen an Bedeutung, die zum Schutz vor Infektionen beitragen. Ein starkes Immunsystem spielt dabei eine zentrale Rolle. Gerade jetzt tut man gut daran, seine eigenen Abwehrkräfte zu stärken. Wie potent das Immunsystem Viren und Bakterien bekämpfen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab, nicht zuletzt aber von einem ausreichend hohen Zinkspiegel: Ein Mangel kann die Abwehrkräfte schwächen und dadurch die Infektanfälligkeit erhöhen. Das gilt auch für virale Atemwegsinfekte, wie Wissenschaftler in einer aktuellen Studie betonen: Zink stimuliert nämlich die sogenannte antivirale Immunantwort. Eine unzureichende Zinkversorgung kann daher ein kritischer Faktor bei der Immun­reaktion gegen Viren sein. Wie klinische Studien zeigen, kann sich die Dauer von grippalen Infekten deutlich verkürzen, wenn Zink innerhalb der ersten 24 Stunden nach Symptombeginn, also beim ersten Kratzen im Hals, eingenommen wird. Die größten Effekte zeigten sich bei hochdosierter Gabe. Grundsätzlich sollten Frauen etwa 7 mg und Männer 10 mg täglich zu sich nehmen, Kinder unter 10 Jahren altersabhängig zwischen 3 und 7 mg pro Tag; Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Zinkbedarf, nämlich 10 res­pektive 11 mg pro Tag (Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung).


Zinkmangel rechtzeitig ausgleichen

Wichtigste Voraussetzung für eine gute Zinkversorgung ist eine ausgewogene Mischkost mit einer ausreichenden Zufuhr von zinkhaltigen Lebensmitteln. Aber Achtung: Zink ist nicht gleich Zink! So ist Zink aus Lebensmitteln tierischer Herkunft besser verfügbar als Zink aus rein pflanzlicher Kost. Zwar liefern einige pflanzliche Nahrungsmittel große Mengen an Zink, wie zum Beispiel Nüsse, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte. Aber nur 15 Prozent des Zinks aus diesen Nahrungsmitteln werden im Darm tatsächlich aufgenommen. Zum Vergleich: Bei Mischkost geht man von etwa 30 Prozent aus. Am besten kann Zink aus Fleisch aufgenommen werden. Zinkmangel kann auch durch Ausscheiden von zu viel Flüssigkeit durch Schwitzen beim Sport oder durch Entwässerungsmittel verursacht sein. Bestimmte Medikamente bewirken darüber hinaus einen Zinkmangel.
Spurenelement für Schönheit und gesunde Haut. Kleine Verletzungen heilen schlechter als üblich, die Haut ist trocken, auch dahinter kann sich ein Zinkmangel verbergen. Denn Zink ist wichtig für die Wundheilung und ist auch an der Regulierung der Talgproduktion beteiligt. Studien weisen weiters darauf hin, dass Neurodermitis oder Akne mit Zinkmangel assoziiert sein können. Zink ist auch für das gesunde Wachstum von Haaren und Nägeln wichtig. Ein Zinkmangel kann Fingernägel brüchig und Haare dünn und spröde werden lassen. Auch Haarausfall wurde beschrieben.


Täglich Zink aufnehmen

Schalentiere wie Austern und Garnelen, Rind- und Schweinefleisch sowie Leber und andere Innereien sind besonders zinkreich. Aber auch in einigen pflanzlichen Lebensmitteln, besonders in Getreide wie Hafer, Roggen und Weizen, in Kürbiskernen sowie in Hülsenfrüchten und Nüssen steckt viel Zink. Zinkräuber sollte man vermeiden, dazu zählen Kaffee, Alkohol und Stress.

 

Zinkmangel: Risikogruppen

• Veganer und Vegetarier

• Sportler

• Schwangere und Stillende

• Senioren ab 65 Jahren

• Chronisch Kranke

• Menschen mit viel Stress

 

Teste dein Wissen:

Zink ist lebenswichtig.

(a) Ja     (b) Nein

Der Körper kann Zink selbst produzieren.

(a) Ja     (b) Nein

Wir müssen jeden Tag Zink aufnehmen, um unseren Bedarf zu decken.

(a) Ja     (b) Nein

In der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Zinkbedarf um über 40 Prozent an.

(a) Ja     (b) Nein

Der Zinkspiegel sinkt mit zunehmendem Alter.

(a) Ja     (b) Nein

Vegane Kost liefert genauso viel Zink wie Lebensmittel tierischen Ursprungs.

(a) Ja     (b) Nein

Austern und Schalentiere sind sehr zinkreich.

(a) Ja     (b) Nein

 

 

 

Auflösung:  a b a a a b a