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Lifestyle | 26.01.2021

CBD: Was steckt dahinter?

Cannabidiol (CBD) ist einer von vielen Inhaltsstoffen der Hanfpflanze und im Gegensatz zum psychoaktiven Tetra­hydrocannabinol (THC) nicht berauschend. Wir verfügen über ein körpereigenes Cannabinoidsystem als Teil unseres Nervensystems, das bereits 1992 entdeckt wurde. Dieses sogenannte Endocannabinoid-System reguliert viele wichtige Körperfunktionen mit, wie zum Beispiel Schlaf, Stoffwechsel, Appetit, Verdauung, Immunsystem, Entzündungen und Schmerzempfinden. Gleichermaßen sollen die im Hanf enthaltenen Cannabinoide großen Einfluss auf den menschlichen Körper haben.

Renaissance der Cannabispflanze

Die Hanfpflanze selbst ist extrem vielseitig und widerstandsfähig. Aus Hanf wurden früher Seile für Schiffe hergestellt. Seit Jahren wird an der Hanfpflanze geforscht und ihre Wirkung auf den Menschen analysiert. Seit einigen Jahren boomt der Verkauf von CBD regelrecht: 2017 eröffnete der erste CBD-Shop in Österreich. Das Geschäft blühte, selbst nach der Verschärfung 2018 durch den Erlass der damaligen Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ), wodurch der weitestgehend unkontrollierte Markt von CBD-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln erschwert wurde. Auch die positiven Wirkungen von CBD auf die Gesundheit dürfen in Österreich nicht beworben werden. CBD ist eine fettlösliche Substanz, die durch die körpereigenen Hautfette gut aufgenommen werden kann. Dr. Johannes Neuhofer, Präsident des Berufsverbandes der Dermatologen und Hautarzt in Linz, dazu: „CBD wird gerne bei gereizter, irritierter oder zu Akne neigender Haut angewendet, um Entzündungen, Unreinheiten und Rötungen zu lindern. Darüber hinaus werden dem CBD Anti-Aging-Wirkungen zugeschrieben. Es gibt unzählige Erfahrungsberichte meiner Patienten, die mit CBD ihre Hautprobleme und Schmerzen in den Griff bekommen haben“, so der Hautarzt. Berichten zufolge wirke CBD beruhigend, schlafanstoßend, entzündungshemmend und wird, so Neuhofer, in vielen medizinischen Bereichen und sogar in der Tiermedizin angewendet. Dr. Neuhofer erzählt von mehreren Erfahrungen seiner Patienten mit diversen Hautkrankheiten, denen CBD-Tropfen geholfen haben, ihre Probleme zu lindern. Von der Wirkungsweise her erklärt man es sich folgendermaßen: „Kommt es zu einem Mangel an körpereigenen Cannabinoiden, können bestimmte Körperfunktionen gestört sein“, erklärt Dr. Neuhofer. „Hier können Cannabinoide, z. B. in Form von CBD-Ölen oder Tropfen, unterstützend wirken, um diese Mängel auszugleichen.“ Auch den ökologischen Aspekt der Hanfpflanze dürfe man nicht unterschätzen, so Neuhofer weiter. Weitere Untersuchungen wären in Zukunft wünschenswert, um genauere Aussagen über die Hanfpflanze treffen zu können.

 

Dr. Johannes Neuhofer, Linz  © Laresser