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Lifestyle | 02.03.2021

Unsere Buchtipps für den Februar

Rezensionen von Chefredakteurin Nicole Schlaffer

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„Just Like You“

von Nick Hornby

384 Seiten, Hardcover, Kiepenheuer und Witsch Verlag, € 22,–

Ein bisschen habe ich mich in dieses Buch verliebt. Dazu muss gesagt sein, dass der britische Schriftsteller Nick Hornby früher zu meinen Lieblingsautoren zählte („High Fidelity“). Nach längerer Abwesenheit in meinem Bücherregal gesellt sich nun ein neuer Hornby in die Reihe und lässt mich zufrieden lächelnd zurück. Zur Handlung genügt ein einziger Satz, er enthält bereits alle Pro­blematiken, die sich daraus ergeben und die jeder sofort im Kopf hat: In London in Zeiten des Brexits verlieben sich eine 42-jährige weiße Englischlehrerin und ein 22-jähriger schwarzer Aushilfsmetzger Schrägstrich Fußballtrainer ineinander. Die lakonische Sprache von Hornby ist erfrischend und kurzweilig, wenngleich die umfassenden Themen wie Rassismus und Politik damit hier nur relativ oberflächlich gestreift werden. Trotzdem: die Dialoge sind interessant, pointiert und Hornby versteht es immer noch, die Spannung zu halten. Leseempfehlung!


„Ich liebe dich! Punkt. Trotz Ausrutscher.“

von Yvonne Lacina-Blaha

161 Seiten, Taschenbuch, Omnino Verlag, € 13,40

Die Journalistin und Autorin Yvonne Lacina-­Blaha hat ihren ersten Dialog-Roman großteils in ihrer Wahlheimat im Mittelburgenland geschrieben. Darin beschreibt sie in einfacher, reiner Dialogform die Ehekrise zwischen Helene und Max, die seit 20 Ehejahren nun mit dem Seitensprung von Max klarzukommen versuchen. Eine Beziehungsgeschichte, die uns glauben hilft, dass alles gut wird …


„Herzschweissen“

von Conny Bischofberger

320 Seiten, Hardcover, edition a, € 22,–

In offener und autobiografischer Manier erzählt die Journalistin Conny Bischofberger von einer Liebe, die zunächst gar nicht unerfüllt erscheint, dann jedoch eine (vorhersehbare?) Wendung nimmt. Indem sie die direkte Kommunikation zwischen Isabella Mahler und Christoph Regner offenlegt, berührt sie die Herzen der Leser*innen. Isabella und Christoph sind einander noch nie begegnet. Sie hat ihn in einer Fernsehsendung gesehen, als sie gerade frühstückte – er hat sie fasziniert und sie beschloss, ihn zu kontaktieren. Was sich dann ergab, geht nahe, verwundert und verwundet. Wie viel Autobiografie wirklich dahintersteckt, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Ungeachtet der nicht gerade kleinen Portion Selbstbeweihräucherung trotzdem sehr lesenswert!