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Lifestyle | 16.03.2021

FASTEN …

… eine Wohltat für Körper und Seele! Reduktion auf das Wesentliche, Balance für Körper und Geist – die Fastentrends 2021.

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© Shutterstock

Die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern nutzen vielen Menschen, um bewusst auf etwas zu verzichten. Doch Fastentage können zwischendurch das ganze Jahr über sinnvoll sein. Dabei geht es nicht nur darum, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, sondern immer mehr Menschen wollen nachhaltiger Leben und sich in Verzicht üben.


Plastik-Fasten

Als Challenge für jeden: Versuchen Sie, einen von Ihnen bestimmten Zeitraum lang, nichts mehr zu kaufen, das in Plastik verpackt ist. Glas- statt Kunststoffflaschen, Seife statt Duschgel, den eigenen Behälter zur Wurst- oder Käsetheke im Supermarkt mitbringen. Für die Kids eine plastikfreie Trinkflasche, die wiederbefüllbar ist, oder eine Jausenbox aus Edelstahl. Die Möglichkeiten sind vielfältig und vorhanden und mit einer kleinen Portion Willen und Motivation geht bekanntlich alles.

Digital Detox

Ein weiterer Fastentrend, der mit Lebensmitteln nichts zu tun hat, ist das Handy-Fasten. Viele von uns haben das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen. Das Smartphone ist Spielzeug, Arbeitsgerät, Seelentröster und Langeweilevertreiber in einem. Ganz schön viele Aufgaben für ein so kleines Ding. Wie fühlt es sich wohl an, es für einen Tag auszuschalten und wegzulegen? Vielleicht werden neue Zeitvertreib-Methoden entdeckt oder es entsteht einfach der Genuss, gerade nichts zu „müssen“. Automatisch beschäftigen wir uns mit anderen Dingen, das kann heilsam und überraschend zugleich sein.


Ernährungs-Fastenformen

Im Kurhaus Marienkron in Mönchhof besinnt man sich auf die von erfahrenen Ärzten und Therapeuten begleiteten Fastenformen. Saft-, Suppen-, Gemüse- und Intervallfasten werden dort angeboten. Die individuell richtige Fastenform wird bei einem Gespräch mit den Kurärzt*innen gemeinsam festgelegt. Bewegung und Meditationsimpulse werden für den ganzheitlichen Aspekt gezielt eingesetzt, um die positiven Effekte zu maximieren. Kräuter und Gewürze spielen zusätzlich eine wichtige begleitende Rolle und sorgen für den guten Geschmack. Mit besonderem Augenmerk auf Darm und Gesundheit weiß man in Marienkron um die Auswirkungen von Fasten auf den Körper: „Zur positiven Auswirkung des Fastens auf die Gesundheit bzw. als Therapie gibt es bereits viele Studien. Zudem kann Fasten auch ein guter Start für eine Gewichtsreduktion sein, aber nur als Impuls für ein bis zwei Wochen. Wichtig ist immer eine ärztliche Begleitung, da es auch einige Kontraindikationen gibt“, weiß Dr. Ulrike Göschl, ärztliche Leiterin des traditionsreichen Kurhaus Marienkron. „Es ist sogar wissenschaftlich dokumentiert, dass verschiedene Fastenformen miteinander sinnvoll kombiniert werden können, etwa ein- bis zweimal jährlich längeres Heilfasten oder therapeutisches Fasten, und im Alltag zu versuchen, möglichst häufig Intervallfasten durchzuführen.“ In der Verhaltensmedizin habe sich zudem bewährt, im Alltag einen sogenannten „cheat day“ (Schummeltag) einzubauen, damit werde die Langzeit-Compliance erhöht (als Compliance bezeichnet man die Bereitschaft der Patient*innen, bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mitzuwirken). „Nulldiäten werden von uns jedoch strikt abgelehnt, weil sie keine nachhaltigen Veränderungen im Verhaltensmuster der Gäste bewirken und weil sie schlichtweg ungesund sind“, ergänzt Dr. Göschl.

In Marienkron wird den Gästen vermittelt, dass gesundes Essen nicht Verzicht bedeuten muss, sondern auch spannend sein kann. „Das kann zum einen das Erleben von neuen Geschmacksrichtungen, Zubereitungsformen und Kräutern und das Wissen um deren verdauungsfördernde Wirkung sein, das kann zum anderen auch das Kennenlernen von neuen Lebensmitteln sein, etwa unseren Brottrunk“, beschreibt Diätologin Christina Karner. Fazit: Wird bewusst gefastet und medizinisch-diätologisch begleitet, ist es kein Hungern, sondern ein bewusster Verzicht mit dem Ziel, seinem Körper etwas Gutes zu tun.

Unsere Expertinnen
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"Nulldiäten bewirken keine nachhaltigen Veränderungen und sind schlichtweg ungesund."


Dr. Ulrike Göschl, ärztliche Leiterin Kurhaus Marienkron

 

 © Steve Haider

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"Gesundes Essen kann auch spannend sein!"

Christina Karner, Diätologin Kurhaus Marienkron

 

© Steve Haider