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Lifestyle | 08.07.2021

Der Natur verpflichtet

Sie liebt Tiere, ist fasziniert von Landwirtschaft und weiß als Jungmama, wie wichtig es ist, bereits Kindern zu vermitteln, wie der Kreislauf der Landwirtschaft funktioniert. Als Projektleiterin der Biofeldtage hat Anna Lampret genau im Blick, worauf es dabei ankommt.

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Tourismus und Landwirtschaft vereint Anna Lampret in ihrem Job als Projektleiterin der Biofeldtage bei Esterhazy. © Viktor Fertsak

Seit bereits über drei Jahren ist Anna Lampret für Esterhazy als Projektmanagerin tätig, seit 2018 ist sie für die Biofeldtage zuständig, die damals das erste Mal stattfanden. Die bodenständige gebürtige Niederösterreicherin (Wachau) liebt das Burgenland wie ihre Heimat. Ihr Hintergrundwissen bekam die 32-Jährige während ihres Studiums für Agrar- und Ernährungswirtschaft an der BOKU sowie aufgrund ihrer Berufserfahrung als Produktmanagerin. Bei Esterhazy setzt sie sowohl ihr landwirtschaftliches als auch ihr touristisches Know-how ein.


Inwiefern ist das Burgenland mit deiner Heimat Wachau vergleichbar?

Die Region ist natürlich anders, aber das Burgenland strahlt eine irrsinnige Schönheit aus mit seinen sanften Hügeln und vor allem den Weinbergen, deswegen erinnert es mich sehr an meine Heimat. Mein Vater ist Hobbywinzer, wir hatten einen riesigen Garten und immer Tiere zu Hause. Mein besonderer Bezug zur Natur entstand daher schon sehr früh in meiner Kindheit.

 

Anna Lampret © Viktor Ferstak



Du hast einen 9 Monate alten Sohn – ist es dir auch deswegen ein Anliegen, bei den Biofeldtagen nicht nur Produzent*innen und Konsument*innen zu begeistern, sondern auch Kinder?

Definitiv. Bei den Biofeldtagen können Kinder hautnah und spielerisch miterleben, wie Landwirtschaft funktioniert. Wir haben auf über 10.000 m2 ein eigenes Kinderprogramm geplant, denn diese sollten bereits so früh wie möglich einen sensibilisierten Umgang mit der Natur und den Tieren erfahren. Es wird thematisch abgestimmte Rätsel- und Bastelstationen, eigene Workshops für Kinder, Hüpfburgen, Spiel- und Bewegungszonen, ein Kasperltheater u. v. m. geben. Am liebsten möchte man da selbst noch einmal Kind sein.



Wie wichtig ist dir der gesellschaftspolitische Aspekt, also Menschen in den Kreislauf der Landwirtschaft einzubinden, sie aufzuklären?

Ich finde, es wird medial oft ein zu romantisches Bild der Biolandwirtschaft vermittelt. Ein Biobauer mit fünf Kühen und drei Schweinderln, alles klein und fein. Das ist in der Realität aber meist nicht möglich. Mir ist es wichtig, dass die Konsumenten*innen ein Gefühl dafür bekommen, dass biologische Landwirtschaft in großer Bewirtschaftung sogar noch besser funktioniert. Für mich persönlich ist Fleisch ein Genussmittel, für das ich gerne auch mehr bezahle. Ich greife immer zu Biofleisch, wenn das nicht möglich ist, achte ich zumindest darauf, wo es herkommt. Ich würde nie importiertes Fleisch kaufen. Ich stamme aus einem Jägerhaushalt und habe selbst auch die Jagdprüfung abgelegt.

 

Auf einem Areal von über 70 ha finden Anfang August am Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen die Biofeldtage statt.  © Viktor Fertsak


Letztes Jahr fielen die Biofeldtage – die alle zwei Jahre stattfinden – Corona zum Opfer. Was erwartet die unterschiedlichen Besucher heuer im August?

Es wird ein Erlebnis für die ganze Familie. Einerseits für Produzent*innen, die sich über die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Technik, Pflanzenbau und Tierhaltung informieren, andererseits für Konsument*innen, die den Weg ihrer Lebensmittel vom Feld auf den Teller verfolgen können. Ein buntes Rahmenprogramm mit Landtechnikvorführungen, Tierschau, Schauküche, Bauernmarkt – das alles und noch mehr ist auf 70 Hektar Veranstaltungsareal erlebbar.


Die BURGENLÄNDERIN verlost Tickets für 1 gesamte Familie (2 Erwachsene + Kinder) für die Biofeldtage in Donnerskirchen am 6. und 7. August. HIER mitspielen!