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Lifestyle | 06.09.2021

Anders sein

Editorial von Chefredakteurin Nicole Schlaffer

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Chefredakteurin Nicole Schlaffer © Thomas Luef

Jemand verhält sich Ihrer Meinung nach eigenartig? Sie spüren Ablehnung gegen jemanden, der etwas tut, das Sie nicht nachempfinden können, verurteilen, schlecht finden? So erging es uns wohl allen schon. Sich jedoch bewusst vor Augen zu halten, dass jeder Gründe für sein Handeln hat, dass Fremd- und Eigenwahrnehmung nicht immer zusammenpassen und dass der Film im eigenen Kopf nicht der im Kopf des anderen sein muss, ist der Beginn eines besseren Zusammenlebens. Und nicht nur das: Für einen selbst ist das Rausnehmen des Drucks, alles bewerten und verstehen zu müssen, was andere machen, eine immense Erleichterung. Dazu ein altes chinesisches Sprichwort: „Dem anderen sein Anderssein verzeihen, das ist der Anfang der Weisheit.“

 

„Es ist eine immense Erleichterung, nicht immer alles bewerten und verstehen zu müssen.“

Nicole Schlaffer, Chefredakteurin BURGENLÄNDERIN


In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit Menschen, die Dinge anders machen als andere – seien es die Berufe, die sie ausüben, oder die Einstellungen, die sie vertreten, oder der Lebenswandel, den sie an den Tag legen. Wenn Sie sich in all unsere liebevoll recherchierten Artikel reinlesen und sie auf sich wirken lassen, werden Sie erkennen, dass es guttut, zu lesen, wie anders wir alle sind und welch unterschiedliche Vorlieben und Meinungen wir haben. Denn das ist es, was die Vielfalt der Menschheit ausmacht, ohne sie wäre es langweilig und eintönig. Dass der kommende Herbst anders wird als der letzte, das hoffen viele. Und nach diesem intensiven Sommer wird er uns vielleicht beibringen, dass Anderssein etwas Gutes ist. Und auch verbinden kann. Um es mit den Worten von Regine Engelschalk (Interview ab S. 14) zu sagen: „Wir sind unterschiedlich, aber das hat uns noch nie gestört. Wir respektieren das andere, ohne zu urteilen. Wir sehen, was uns verbindet.“