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Lifestyle | 01.10.2021

Kämpfen um mehr Sichtbarkeit!

Als einziger burgenländischer Bundesligaverein will der FC SKINY Südburgenland (feiert heuer 20-jähriges Jubiläum) Vorbild für andere motivierte Vereine im Frauenfußball sein. Talentförderung, Ehrgeiz und Respekt haben einen großen Stellenwert.

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Das Foto ist zwar nicht ganz aktuell, aber die Spielerinnen des FC SKINY Südburgenland gelten als „unabsteigbar“. © beigestellt

„Wir setzen auf 100 Prozent Einsatzbereitschaft und Zuverslässigkeit sowohl im Sport als auch im Vereinsleben. Finanzielle Ressourcen werden mit größter Sorgfalt eingesetzt. Förder- und Sponsorengelder werden äußerst verantwortungsbewusst verwendet“, so das Credo des Frauenfußballvereins im Südburgenland. Im Gespräch mit Kapitänin Susanna Koch-Levre zeigen sich die Hürden im Stellenwert des Frauenfußballs und der Kampfgeist auch abseits des Spielfelds.


Welchen Stellenwert hat Frauenfußball heute und was hat sich diesbezüglich in den letzten Jahren getan?

Auch wenn der Frauenfußball schön langsam in der Gesellschaft angekommen ist und sich in den letzten Jahren einiges getan hat, hat er bei Weitem noch nicht den Stellenwert des Männerfußballs erreicht. Dennoch: Die Gründung eines Nationalen Zentrums für Frauenfußball 2011 und die erfolgreiche EM-Teilnahme des österreichischen Frauennationalteams 2018 haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich der Frauenfußball hierzulande speziell im letzten Jahrzehnt immer mehr von einer Rand- zu einer anerkannten Sportart entwickelt hat. Seit drei Jahren gibt es mit Planet Pure einen eigenen Liga­sponsor für Österreichs höchste Frauenspielklasse und auch sonst springen immer mehr Sponsoren und Medien auf den Frauenfußball-Zug auf. So werden z. B. einige Liga- sowie wichtige Cupspiele live auf ORF Sport+ übertragen – etwas, das vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre.


Wie sieht es mit der Akzeptanz in der Gesellschaft und der finanziellen Seite aus – Stichwort Bundesliga Männer/Bundesliga Frauen?

Der Männerfußball ist dem der Frauen auch, was z. B. die Professionalisierung betrifft, um einige Jahrzehnte voraus. Im finanziellen Bereich liegen, u. a. in der Bundesliga, ebenso noch Welten dazwischen. Während sich in der Frauenbundesliga nur die allerwenigsten Vereine (Halb-)Profispielerinnen leisten können und der Großteil der Spielerinnen maximal eine Aufwandsentschädigung für sein ausgeübtes Hobby bekommt, sieht das bei den Herren, wie wir wissen, ganz anders aus.

 

Wie läuft die Nachwuchssuche?

Die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit soll und wird dazu beitragen, dass immer mehr junge Frauen den Weg zur Fußballerin einschlagen werden. Es gibt außerdem zahlreiche Initiativen, die speziell auf Mädchen ausgerichtet sind und diese an den Fußballsport heranführen und sie für diesen begeistern sollen – im Burgenland u. a. das Projekt „Real Girls Play Soccer“. Wir vom FC SKINY Südburgenland hoffen darauf, dass diese Arbeit in einigen Jahren Früchte tragen wird und man den bisher erfolgreichen Weg mit heimischen Talenten weitergehen kann. Auch eine enge Kooperation mit dem Mädchenfußballzweig der HAK Stegersbach und dem BSSM Oberschützen sorgt für eine zukunftsorientierte Einbindung junger Spielerinnen. Ein eigenes Nachwuchsteam gibt es bei uns leider noch nicht, jedoch leiten wir eine Trainingsgruppe in Mischendorf und sind bei den Projekten „Disney“ des ÖFB und dem oben genannten „Real Girls Play Soccer“ beteiligt. Mädchen ab 14 Jahren sind in der zweiten Mannschaft in der sogenannten „Future League“ einsatzberechtigt, mit 15 Jahren kann man theoretisch in der „Planet Pure“-Frauenbundesliga auflaufen.

 

Welche Erfolge und Erfahrungen konnte Ihre Mannschaft bzw. Frauschaft bisher verbuchen und erleben?

Der FC SKINY Südburgenland – gegründet 2002 – bestreitet 2021/22 seine 19. Saison en suite in Österreichs höchster Liga. Der abermalige Klassenerhalt, der unter dem neuen Trainer-Duo Maximilian Senft und Benjamin Posch in Angriff genommen wird, wäre ein tolles Geschenk zum 20-jährigen Vereinsjubiläum. Da man in den letzten Jahren dem Abstieg immer wieder mal nur knapp entkommen ist, gilt man mittlerweile als „unabsteigbar“ – etwas, das sich gerne fortsetzen darf.

 

 

Beim außergewöhnlichen Shooting zeigten die Spielerinnen verschiedene Facetten (am Bild: Linda Popofsits). © Christopher Glanzl


FC SKINY Südburgenland

Als einziger burgenländischer Bundes­liga­verein ist der FC SKINY Südburgenland Vorbild für andere motivierte Vereine im Frauenfußball. Die sportliche Förderung im Fußball und persönliche Weiterentwicklung von Mädchen ab 14 Jahren ist dabei die Hauptaufgabe. Dem Verein ist die Nachwuchsarbeit ein großes Anliegen. Wenn es auch Ihnen wichtig ist, unsere Kinder zu mehr Sport zu bewegen, dann werden Sie Teil der FC SKINY Südburgenland-Familie und unterstützen Sie diese durch Ihren Mitgliedsbeitrag. Sie helfen dadurch mit, dass der Spielbetrieb aufrechterhalten werden kann.

www.fcsuedburgenland.com