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Lifestyle | 19.11.2021

Was passiert nach meinem Tod?

Haben Sie sich diese Frage auch schon gestellt? Wir zeigen Ihnen Wege, wie Sie zu Lebzeiten unkompliziert Ihren Nachlass regeln können – und warum Sie auch in jungen Jahren bereits daran denken sollten.

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© Shutterstock

Es betrifft uns alle irgendwann, auch wenn wir nicht daran denken (möchten). Als junger Mensch erscheint es einem oft so weit weg, andere wiederum wissen, wie schnell es gehen kann. Sich mit dem eigenen Tod zu befassen und vor allem mit dessen Folgen, gilt bei vielen als Tabu-Thema und wird gerne verdrängt. Dabei gibt es heute bereits unkomplizierte Möglichkeiten, sämtliche Angelegenheiten und Wünsche für die Zeit nach dem eigenen Tod festzuhalten und zu verschlüsseln.


Eine App für alle Fälle

Das Wiener Entwicklerteam von apptec hat eine kostenlose App auf den Markt gebracht, mit der Menschen die Möglichkeit haben, sämtliche Wünsche, Passwörter und Nachlassregelungen für die Nachwelt festzuhalten. Diese sind zu Lebzeiten der User verschlüsselt und für Fremde nicht einsehbar. Der User bestimmt sogenannte „Paten“ (z. B. nahestehende Angehörige), die in der App registriert werden. Nach dem Ableben des Users, wenn alle Paten den Tod bestätigt haben, werden die Informationen für diese freigeschaltet. Die Menge an Informationen bestimmt der User selbst. Zum Beispiel wie und wo soll die Beerdigung stattfinden, was passiert mit dem Nachlass, wo sind wichtige Passwörter und Codes versteckt etc. Wer sich damit zu Lebzeiten auseinandersetzt, kann seinen Hinterbliebenen mithilfe der LastApp die schwere Zeit nach dem eigenen Ableben erleichtern und auch selbst Trost spenden. Durch die Möglichkeit der Hinterlegung von Grußbotschaften, Bildern, Videos, Dokumenten und individuellen Wünschen können den Liebsten wertvolle Andenken und notwendige Hilfestellungen für die Zeit „danach“ gegeben werden. „Wir haben für die Entwicklung der App viele Gespräche mit Bestattungsunternehmen geführt. Und kamen immer wieder zum Punkt, dass vor allem bei unerwarteten Todesfällen die Nachlassregelung sehr mühselig sein kann. Die LastApp schafft hier von vornherein ganz unkompliziert Abhilfe. Die Bedienung ist einfach, die Daten sind hochverschlüsselt und von niemandem einsehbar, bis zum bestätigten Tod“, so Thomas Kren vom LastApp-Team. Auch können sich Wünsche und Regelungen während der Lebenszeit ändern – diese Änderungen sind in der LastApp durch den User einfach anzupassen. „Vor allem die Grußbotschaften an die Hinterbliebenen sind eine sehr emotionale Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen und seine Liebsten nicht ohne persönliche Worte zurückzulassen.“

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"Mit der LastApp kann zu Lebzeiten alles geregelt werden, um die Hinterbliebenen nach dem eigenen Tod zu entlasten."

Thomas Kren, LastApp-Team

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"Wir erleben sehr oft, dass die Hinterbliebenen überfordert sind nach dem Tod eines Angehörigen."

Johann Steinhofer, Bestattungsunternehmer

Versteckte Erbstücke

Auch Bestattungsunternehmer Johann Stein­hofer (Bestattung Racz aus Deutschkreutz) weiß, wie schwierig es für Familien ist, die sowohl den Tod eines geliebten Angehörigen als auch dessen Nachlassregelung verkraften müssen. „Wir erleben sehr oft, dass die Hinterbliebenen überfordert sind nach dem Tod eines Angehörigen. Das beginnt schon bei der Art der Bestattung. Wir unterstützen die Familien natürlich, doch wenn der Verstorbene im Vorfeld klar deklariert, wie und wo er bestattet werden möchte, ist die Organisation für die Angehörigen wesentlich einfacher. Das im Testament festzuhalten, bringt meistens nichts, weil es Wochen dauern kann, bis dieses freigegeben wird. Weiters gibt es immer wieder Probleme mit Codes oder Passwörtern oder wo sich gewisse Dokumente oder Erbstücke befinden. Wenn die Vertrauten des Verstorbenen nach seinem Ableben diese Informationen bekommen, gibt es weniger Streit und mehr Klarheit.“
Menschen können nicht beeinflussen, wann sie sterben, aber wie sie damit umgehen. Deswegen kann es für junge Menschen genauso wichtig sein, sich mit dem Thema zu befassen, wie für ältere. Denn wir wissen alle nicht, wann es uns trifft. Mit der LastApp können Personen aller Alters- und Einkommensklassen ihre Wünsche, Vorstellungen und Gedanken für die Zeit nach dem eigenen Tod festhalten. Und für viele ist es auch im Leben ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass für die Zeit „danach“ alles geregelt ist.   


www.lastapp.net