Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 31.01.2022

Coronavirus: Richtige Hygiene leicht gemacht

Händewaschen, Abstand, Hygiene und Masken sind geeignete Maßnahmen, um die Verbreitung von Bakterien und Viren – auch von Coronaviren – einzudämmen.

Bild head_2109_BL_Dettol.jpg
© Shutterstock

Spätestens seit der Coronakrise wird mehr Augenmerk auf Hygiene im Alltag gelegt. Wie wir uns bestmöglich schützen, um unser Alltagsleben weitestgehend wieder aufgreifen zu können, aber zeitgleich alles tun, um die Pandemie gut zu überstehen und uns alle zu schützen, ist großes Thema. Fest steht, dass sich das Virus SARS-CoV-2 durch Wasser und Chemie relativ leicht beseitigen lässt. Richtigem Hände­waschen und Oberflächendesinfektion kommt daher seit Ausbruch der Pandemie ein neuer Stellenwert zu. Alkoholbasierte Desinfektionsmittel mit mehr als 60 Prozent Alkohol sind wahrscheinlich in der Lage, fast alle schädlichen Keime zu killen, bestätigt Prof. Karin Leder, Epidemiologin aus Melbourne, Australien.


Richtiges Händewaschen will gelernt sein

Händewaschen mit viel sauberem Wasser, genügend Seife und mindestens 20 Sekunden lang reduziert nachweislich Durchfallerkrankungen, akute Atemwegserkrankungen und andere viral und bakteriell übertragene Krankheiten. Doch auch richtiges Abtrocknen ist essenziell. Einer Untersuchung zufolge ist Trocknen der Hände mit Papiertüchern hygienischer als mit Lufttrocknern. Diese Resultate sind nicht nur für das Gesundheitswesen, sondern auch für öffentliche Toiletten relevant. Die einfache Hygieneregel gilt auch in Ihren eigenen vier Wänden: Regelmäßiges gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife und ordentliches Abtrocknen ist vor allem dann angesagt:

  • Wenn man nach Hause kommt
  • Nach dem Auspacken von Lebensmitteln
  • Vor und während der Zubereitung von Mahlzeiten
  • Nach dem Niesen, Naseputzen oder Husten
  • Vor dem Essen
  • Nach dem Toilettengang
  • Vor und nach körperlichem Kontakt mit dem Baby
  • Vor und nach dem Kontakt mit fremden oder kranken Personen
  • Nach dem Berühren von Haustieren


Klinisch sauber?

Muss die Wohnung klinisch sauber sein? Diese Frage stellen sich nicht nur Sauberkeitsfanatiker. Prinzipiell wird unser Zuhause niemals 100 Prozent keimfrei sein. Es gibt immer ungefährliche Bakterien, die ubiquitär, d. h. überall verbreitet, vorkommen. So besiedelt eine Vielzahl von harmlosen Bakterien unsere Haut und sie leben in unserem Organismus. Problematisch werden die pathogenen, d. h. krankheitsmachenden Bakterien und Viren, wie etwa das Coronavirus. SARS-CoV-2 überträgt sich vor allem von Mensch zu Mensch über direkte Tröpfcheninfektionen oder durch das Aerosol in der Luft. Es gibt jedoch auch andere Viren und Bakterien, die krank machen. Dazu zählen Rotaviren, Salmonellen, Shigellen und E-Coli-Bakterien, die Durchfälle, Erbrechen und Atemwegserkrankungen verursachen können.


Keime in den Wohnräumen

Auf der Toilette und im Geschirrspülbecken siedeln sich Bakterien gerne an. Im Wohnzimmer fühlen sie sich auf Türen oder dem Fernseher besonders wohl. Da sich auf den vertikalen Flächen weniger Staub ansiedelt, werden diese nicht so häufig gereinigt und bieten Lebensraum für Keime. Ebenfalls häufig benutzt werden Fernbedienungen, Lichtschalter, Wasserhähne und Armaturen, Treppengeländer, Kühlschranktüren und Telefone. Im Schlafzimmer halten sich Bakterien besonders gut in Textilien wie Bettwäsche, Vorhänge, Matratzen oder Kleidung. In der Küche sind Dunstabzugshaube, Holzschneidebrett, Spülbecken und Kühlschrank oft mit Keimen kontaminiert. Dort, wo wir unser Essen zubereiten oder mit Nahrungsmitteln hantieren, wird jede Menge Nahrung für Bakterien geboten. Eine ideale Lebensgrundlage ist das feuchtwarme Klima eines Putzlappens oder Schwamms, in dem sie sich schnell vermehren.

 

Tipps für mehr Hygiene

  • Getrennte Putzlappen für Bad, Küche und WC
  • Lappen und Schwämme regelmäßig entsorgen
  • Bettwäsche, Unterwäsche, Hand- sowie Putztücher getrennt und bei mindestens 60 Grad waschen
  • Ein heißer Spülgang mindert auch schlechte Gerüche in der Waschmaschine
  • Flächen zuerst trocken und dann feucht reinigen
  • Alltagsgegenstände regelmäßig desinfizieren
  • Zahnbürsten nicht gemeinsam verwenden und alle zwei Monate austauschen, Bürsten und Kämme oft waschen
  • Geschirr und Schneidbretter sofort nach Benutzung mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen
  • Händeschütteln vermeiden bzw. danach Hände desinfizieren
  • Fremde Oberflächen so wenig wie möglich berühren, nicht Mund oder Augen mit ungewaschenen Händen berühren
  • Automatische Seifenspender mit Bewegungssensor nutzen
  • Futterstelle des Haustieres reinigen
  • Desinfektionstücher oder -gels für unterwegs in die Handtasche
  • Mehrmals täglich lüften

    Mit einer Vielzahl an konsequent durchgeführten Hygienemaßnahmen können wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und uns selbst und unseren Mitmenschen den bestmöglichen Schutz vor Keimen bieten.