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Lifestyle | 05.05.2022

500 Nelken für Mama

Der Muttertag hat eine lange Tradition, die wenigsten kennen jedoch die rührende Geschichte, die dahintersteckt. Plus: Köstliche Rezepte zum Nachmachen!

Bild Muttertag.jpg
© Shutterstock

Text: Betina Petschauer • Fotos: © Kevin Buch, Schnabularasa

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der Valentinstag und der Muttertag eine Erfindung der Blumen- und Schokoladeindustrie sind. In Wahrheit haben beide Tage eine jahrhundertelange Tradition. Bereits die alten Griechen ehrten die Göttin der Erde und Fruchtbarkeit, Rhea. Auch im Mittelalter gab es den Brauch, am „Mothering Sunday“ die Mutter (Kirche) zu ehren.

Der Muttertag, wie wir ihn heute kennen, stammt aus den USA. Ann Maria Reeves Jarvis gründete 1868 eine Mütterbewegung. Ihre Tochter, Anna Marie Jarvis, ließ am zweiten Todestag ihrer Mutter, am 12. Mai 1907, einen Gedenkgottesdienst abhalten. 500 weißen Nelken wurden vor der Kirche an andere Mütter verteilt. Im Jahr darauf fand am selben Tag zu Ehren aller Mütter eine Andacht statt. Mithilfe von Jarvis’ Bemühungen verbreitete sich die Idee in den gesamten USA, ab 1914 wurde der „Mother’s Day“ sogar zu einem offiziellen Feiertag. Als der Tag zunehmend kommerzialisiert wurde, wandte sich Jarvis allerdings von der Bewegung ab und versuchte, die Feier gerichtlich zu verhindern. Da war die Muttertags-Welle allerdings schon in Europa angekommen. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde der Tag instrumentalisiert, um die Propaganda rund um die Verdienste deutscher Mütter zu unterstützen. Allerdings wurde der dritte Sonntag im Mai dafür ausgewählt. Nach der NS-Zeit wurde von den Floristenverbänden wieder der zweite Sonntag im Mai als Muttertag festgelegt. In Österreich führte Marianne Hainisch, Begründerin der Frauenbewegung, den Muttertag 1924 offiziell ein.

Alles nur Kommerz?

Auch wenn der Muttertag eine recht bewegte Entstehungsgeschichte hat und die Blumenindustrie ein großer Profiteur ist: Wir finden, unsere Mütter leisten so viel. Nicht nur in den Haushalten, in denen mehrmals täglich ein lautes „Maaaamaaaa“ durch die Wohnung hallt. Auch für Erwachsene sind ihre Mütter meist eine ganz besondere Person. Wir finden, mindestens einmal im Jahr ist es Zeit, um den Müttern eine Freude zu machen und einfach mal Danke zu sagen. Danke für all die schlaflosen Nächte, die Jausenbrote, die Liebe, den Trost, die Ratschläge und alles andere, was unsere Mütter jeden Tag für uns tun. Das kann man mit einem Frühstück, einem Picknick, einem Blumenstrauß – oder mit etwas Selbstgebackenem. Dafür haben wir von Back-Blogger Kevin Buch drei süße Rezepte zusammenstellen lassen, ihr findet sie auf den nächsten Seiten. Viel Spaß beim Nachbacken!


Bild 220502_GE_Muttertag_Erdbeer-Poptarts_2.jpg

Erdbeer-Poptarts

Zutaten für 12 Portionen:

Mürbeteig:

• 300 g Mehl
• 1 EL Zucker
• 1 Prise Salz
• 170 g kalte Butter
• 4 EL sehr kaltes Wasser

Füllung:

• 5 EL Erdbeermarmelade
• 1 EL Speisestärke
• 1 EL Wasser
• Etwas Ei und Wasser zum Bestreichen

 Arbeitszeit: 1 Stunde

Zubereitung:

Für den Mürbeteig alle Zutaten bis auf das kalte Wasser in eine große Schüssel geben und mit den Händen zu einem Teig verarbeiten. Sollte der Teig zu trocken sein, einfach etwas vom kalten Wasser hinzufügen und verkneten.

Den Teig zu einer Kugel formen und dann in Frischhaltefolie gewickelt für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit für die Füllung Speisestärke und Wasser in einem Topf gut miteinander verrühren. Dann auf den Herd stellen und die Erdbeermarmelade hinzufügen. Bei niedriger Temperatur zum Köcheln bringen und für 2–3 Minuten unter ständigem Rühren eindicken. Beiseitestellen und abkühlen lassen.

Nach der Rastzeit den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in zwei Hälfte teilen. Die erste auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn zu einem Rechteck ausrollen. Diese dann in 12 gleich große, längliche Rechtecke schneiden.

Die Rechtecke auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen.

Mit der zweiten Hälfte genauso verfahren und zusätzlich noch mit einer Gabel kleine Löcher reinstechen. Die Füllung auf den Rechtecken am Backblech verteilen, mit der Eimischung bestreichen und die anderen Rechtecke darüberlegen.

Mithilfe einer kleinen Gabel die Poptarts verschließen und wiederum mit Ei bestreichen. Für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Für 30 Minuten backen, danach komplett auskühlen lassen.


Bild 220502_GE_Muttertag_Mini_Cherry_Pies.jpg

Mini-Cherry-Pies  

Zutaten für 4 Mini-Pies

Mürbeteig:

• 300 g Mehl
• 100 g Puderzucker
• 1 Prise Salz
• 1 Packung Vanillezucker
• 100 g Butter, klein gewürfelt und kalt
• 2 Eier

Füllung:

• 500 g Kirschen, entsteint (frisch oder gut abgetropft aus dem Glas)
• 170 g Zucker
• 1 Packung Vanillezucker
• 2 EL Speisestärke
• 2 EL kaltes Wasser

 Arbeitszeit: 2 Std. 10 Min

Zubereitung:

Für den Mürbeteig alle Zutaten zu einem Knetteig verarbeiten. Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und für 1 Stunde in den Kühlschrank legen.
Für die Füllung die Kirschen in einem großen Topf gemeinsam mit dem Zucker und dem Vanillezucker zum Kochen bringen und für mindestens 15 Minuten bei mittlerer Hitze blubbern lassen.

In der Zwischenzeit Speisestärke mit dem Wasser verrühren. Die Mischung dann unter die kochende Kirschmasse rühren und so lange unter Rühren aufkochen lassen, bis alles eindickt.

Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze (oder 165 °C Umluft) vorheizen.

Nachdem der Teig durchgekühlt ist, etwa 2/3 davon auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Eine 6er-Jumbo-Muffinform bereitstellen. Wer keine Jumbo-Form hat, nimmt eine normale Muffinform. Dann werden es doppelt so viele kleinere Pies.

Nun Kreise ausstechen, die größer als die Formen sind, und diese darin platzieren, sodass der Rand der Form mit dem Mürbeteig abschließt.

Aus dem restlichen Teig ein Flechtgitter basteln oder nur Kreise ausstechen, die dem Loch der Vertiefung entsprechen.
Die etwas ausgekühlte Kirschmasse in die Mürbeteigbecher füllen, mit den Deckeln verschließen und mit der Ei-Milch-Mischung bestreichen.

Das Ganze im Ofen für etwa 30 Minuten auf mittlerer Schiene oder bis sie goldbraun sind, backen.

Komplett in der Form abkühlen lassen.


Bild 220502_GE_Muttertag_Schoko_Bananen_Dessert.jpg

Schoko-Bananen-Dessert

Zutaten für 4–5 Gläser

Bananentopfencreme:

• 220 g Schokoladenkekse, fein zerbröselt
• 375 g Speisetopfen
• 200 g Joghurt
• 2 EL Honig
• 1 Packung Vanillezucker
• 1 große Banane 

Schokoladencreme:

• 250 ml Schlagobers
• 1 Packung Sahnesteif
• 3 EL Staubzucker
• 1 EL Kakaopulver

Zubereitung:

Fürs Schoko-Bananen-Dessert 4–5 Gläser à 250 ml bereitstellen.

Speisetopfen, Joghurt, Honig, Vanillezucker und Banane in eine große Schüssel geben und mit dem Pürierstab zu einer einheitlichen Masse verrühren. Sollte die Creme zu dünn sein, einfach etwas Staubzucker hinzufügen.

Danach abwechselnd mit den zerbröselten Keksen in die Gläser schichten, beginnend und endend mit den Keksen.

Für die Schokoladencreme Schlagobers gemeinsam mit dem Sahnesteif, dem Staubzucker und dem Kakaopulver steif schlagen.

In einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und als Topping auf die letzte Schicht Keksbrösel spritzen.

Für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Wer möchte, kann die Gläser noch mit Bananenscheiben dekorieren.


Bild 220502_GE_Muttertag_Kevin_Buch.jpg

Zur Person

Rezeptideen von Kevin Buch, auch bekannt als Law of Baking. Er betreibt seit 2014 seinen mittlerweile sehr umfangreichen Back-Blog. Sein Fokus liegt dabei klar auf einfachen Rezepten mit Zutaten, die man meistens bereits zu Hause hat. Die Liebe zum Backen entstand aus seiner Leidenschaft zu Süßem & Co.

www.instagram.com/lawofbaking