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Lifestyle | 17.06.2022

Gartentraum am Berg

Der St. Margarethener Berg bietet ein tolles Mikroklima, und das war für Joachim Kugler ausschlaggebend für den Kauf einer Immobilie. Wir besuchten ihn zu Hause und staunten über die Kreativität und das Wissen des Gartenprofis.

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© Vanessa Hartmann

Zwischenwände mussten weichen, Installationen glänzen neu, die Decke wurde erneuert und ein Obergeschoß sorgt für mehr Platz – das in den 1960er-­Jahren erbaute Haus ist kaum wiederzuerkennen. Es war für die Vorbesitzer als Ferienhäuschen gedacht – 2014 wurde es zum neuen Heim von Joachim Kugler. Der Garten war die bedeutende Komponente für seine Entscheidung. „Das Mikro­klima hier am St. Margarethener Berg war für mich ausschlaggebend, das Haus war erst auf den zweiten Blick wichtig“, lacht der 46-Jährige.  

Der Garten ist das Herzstück und diesem widmete er von Beginn an volle Aufmerksamkeit: „Einige Bäume musste ich roden, weil sie nicht mehr zu retten waren, ansonsten ist mir die Baumpflege und der Erhalt der Bäume sehr wichtig. 2016 habe ich den Naturpool gebaut.“ 2018 kam der Gartenprofi zu dem Entschluss, dass 90 m2 Wohnraum nicht ausreichen, und setzte ein Obergeschoß in Holzriegelbauweise auf das bestehende Haus, wo er nun auch sein Büro und einen Besprechungsraum hinverlagerte. „Ich bereue diese Entscheidung nicht. Vom Obergeschoß hat man einen Rundum-Ausblick – auf der einen Seite bis zum See und auf der anderen bis zum Schneeberg.“

 

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Vorher war das Haus ein Ferienhäuschen für die Vorbesitzer.

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Der Garten und das Haus erstrahlen heute in mediterranem, gepflegtem Ambiente.

Sound & Wildkräuter

Neben Pflanzen und Bäumen hat es Joachim auch die Musik angetan. Er spielte 15 Jahre in einer Hardcore-Band, war in seiner Jugend als Snowboard-Lehrer umtriebig und macht heute wieder gerne akustische Musik mit Freunden oder für sich. Seine dritte Leidenschaft neben Natur und Musik ist das Kochen. Er ist auch ausgebildeter Kräuterpädagoge. „Der Kurs war lustig. Ich war der einzige Mann unter 23 Frauen.“ Wildkräuter zu verarbeiten, gehört für ihn zum Alltag. „Viele Menschen wissen gar nicht, was für eine tolle Auswahl an Nahrung ihr Garten bietet. Viele haben eine regelrechte Phobie und glauben, dass Pflanzen oder sogenanntes Unkraut aus ihrem Garten verschwinden muss, dabei schmecken diese köstlich und haben viele Nährstoffe.“ Den Trend zu heimischen Pflanzen hat er in den letzten Jahren noch verstärkt. „Meine Kunden fordern das auch immer mehr ein. Heimische Pflanzen haben den Vorteil, dass sie super an unser Klima angepasst sind. Pflanzen sind immer koevolutionär mit den Bestäubern entstanden. Wenn du Pflanzen aus Japan verwendest, sind die vielleicht optisch auch schön, aber es kann sein, dass es nicht viele Bestäuber hier für sie gibt.“ Seinen Job als Gartengestalter und Naturpoolbauer liebt er, weil: „Ich kann mich kreativ ausleben und darf mir Dinge ausdenken, für die andere zahlen – genial, oder?“

www.kuglerundtrinkl.at

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Vor der Sanierung.

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Neuer Boden und Anstrich sowie helle Möbel machen aus dem Wintergarten und Essbereich ein freundliches Lieblingsplätzchen.

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Viele wissen gar nicht, was für eine tolle Auswahl an Nahrung ihr Garten bietet. Joachim Kugler, MSc, Gartengestalter & Kräuterpädagoge
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Der neue Besprechungsraum mit anschließender Küche.

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Musik spielt im Leben von Joachim eine große Rolle.

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Das helle, moderne Stiegenhaus.

Fotos Vanessa Hartmann, privat