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Lifestyle | 11.07.2022

Hype um den Hanf

CBD ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Während Billigprodukte den Markt überschwemmen, setzt man im burgenländischen Seewinkel bei BioBloom auf höchste Qualität. Interview mit Gründerin Elisabeth Denk.

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© BioBloom GmbH

Vorbei sind die Zeiten, in denen das grüne Kraut nur Kiffern zugeschrieben wurde. Von den vielfältigen Eigenschaften des Hauptcannabinoids im Nutzhanf, CBD (kurz für Cannabidiol), sind immer mehr Menschen überzeugt. Schlafstörungen, Regelschmerzen, Entzündungen – CBD scheint zum Linderungsmittel für viele Beschwerden geworden zu sein. Im Gegensatz zu seinem berühmt-berüchtigten Bruder THC (Tetra­hydro­cannabinol) ist es nicht psychoaktiv und löst kein „Highsein“ aus. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Während viele Anbieter aus dem In- und Ausland günstige CBD-­Produkte anbieten, die in ihrer Wirksamkeit zu wünschen übrig lassen – meist sind es Reinstoffprodukte, also Hanföl mit CBD zugesetzt –, setzt BioBloom als einziges Bio-Austria-zertifiziertes Hanfunternehmen auf den ganzheitlichen Ansatz. „Wenn CBD-Öl nach nichts oder wohltuend schmeckt, ist es meist nicht so wirkungsvoll wie Voll­extrakte, wo auch andere wichtige Cannabinoide enthalten sind. Unser CBD-Öl ist sehr dunkel, schmeckt bitter und scharf, aber es ist ein natürliches Extrakt, ein Vollextrakt“, weiß Elisabeth Denk, Gründerin und Geschäftsführerin von BioBloom in Apetlon. Mit dem nachhaltigen Herstellungsprozess und den zahlreichen Zertifizierungen ist das Unternehmen das einzige am Markt, das diesen Qualitätsanspruch umsetzt. Die Hanffelder befinden sich an der ungarischen Grenze, dort ist auch die Produktion angesiedelt, wo die Rohware verarbeitet wird. In einem Labor in Deutschland wird extrahiert, dann wieder in den Seewinkel geliefert, wo es in Apetlon aufbereitet, analysiert und abgefüllt wird. Aufgrund der immer weiter steigenden Zahl der Kunden werden die Produktionsräumlichkeiten bereits zu klein, ein Ausbau ist angedacht. Die derzeit 23 Mitarbeiter*innen sind alle mit Leidenschaft und Überzeugung bei der Sache. „Wir sind ein eingespieltes Team. Jeder steht hinter Bio­Bloom. Das ist der ausschlaggebende Punkt, der uns zum Erfolg geführt hat. Und: Wir konzentrieren uns auf gesunde Pflanzen. Hanf ist ein Tiefwurzler, der alle Schadstoffe und Pestizide aus dem Boden zieht. Deshalb ist Bio bei Hanf extrem wichtig.“

 

Gründerin Elisabeth Denk  © BioBloom GmbH



Rechtliche Hürden

Das landwirtschaftliche Know-how wurde Elisabeth Denk schon in die Wiege gelegt. Bereits ihr Vater war Landwirt und Elisabeth war immer schon ein Naturkind. Gemeinsam mit ihrem Partner Christoph Werdenich gründete sie 2016 BioBloom. Dem ist viel Forschungsarbeit vorausgegangen und diese wird stetig weiterverfolgt, neue Produkte werden kreiert. Ganz neu ist die Bio-CBD­Salbe „aua power“. „Wir haben uns intensiv gemeinsam mit der TU Wien mit der medizinischen Wirkung der Hanfwurzel beschäftigt und dort Inhaltsstoffe gefunden, die nur in der Wurzel zu finden sind. Daraus haben wir eine Salbe kreieren können, die bei Belastungen an Muskeln und Gelenken Abhilfe schafft.“ Hanfunternehmen unterliegen generell strengen Reglementierungen, die die Vermarktung und Bewerbung der Produkte schwierig machen. „Beispielsweise können wir keine Werbung bei Google, Facebook und Instagram schalten. Das ist auf diesen Plattformen nicht erlaubt. Wir bauen Nutzhanf an, freigegebene Sorten – leider wird dies von amerikanischen Unternehmen nicht von richtigem Cannabis unterschieden.“


Erfolgreicher Export

Für Elisabeth Denk ist jeder Tag eine Wohltat, wenn sie in die Firma kommt und sich mit Kundenrückmeldungen beschäftigt. „Wir bekommen so viel Feedback von unseren Kunden, werden oft auch persönlich angesprochen und viele bedanken sich bei uns, dass sie wieder besser schlafen, dass ihre Schmerzen und Entzündungen weniger sind und sie viel entspannter durchs Leben gehen.“ Von Tee über Salben und Proteinpulver bis hin zu Naturkosmetik, Cremes und natürlich CBD-Öl geht die Produktrange, ebenso wurde eine eigene Apotheken-Linie entwickelt. Und auch der Export floriert: „Wir verkaufen in 13 verschiedenen Ländern in Europa, auch nach Japan. Teilweise verkaufen wir das CBD-Öl im Großgebinde an andere Unternehmen und Partnerfirmen, die daraus ihre eigenen CBD-Produkte kreieren. Wenn uns gewisse Zugänge nicht versperrt werden würden, wären wir schon viel weiter. Aber das Gute ist: am Markt bleibt immer eine Nische für ein qualitativ gutes Produkt. Und der Erfolg gibt uns recht.“


www.biobloom.at