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People | 14.10.2022

Business-Talk

… mit Lisa Asperger-Kanz, Personalleitung Esterhazy

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Lisa Asperger-Kanz, Personalleitung Esterhazy © Viktor Fertsak

Sie ist vor rund drei Jahren als Personalleiterin zu Esterhazy gekommen und kümmert sich dort vorrangig um ihr Herzensthema Recruiting. Dass sie nur drei Monate in Karenz war nach der Geburt ihres ersten Sohnes, macht sie für viele zum Role-Model und Vorbild. Bei Esterhazy ist die 37-Jährige für ca. 450 Mitarbeiter*innen zuständig. „Unternehmen müssen sich heutzutage bei potenziellen Mitarbeiter*innen bewerben, nicht umgekehrt. Die Benefits, die Esterhazy bietet, sind vergleichbar mit Großunternehmen in Wien: Ferienbetreuung für Kinder, Eltern-Kind-Büro, diverse Vergünstigungen in eigenen Betrieben, Christbaum, Wein, Sportprogramm, psychologische Beratung, hybrides Arbeiten, Kinderweihnachtsfeier, Familienfest und vieles mehr. Wir möchten den Mitarbeiter*innen etwas zurückgeben und ihnen Wertschätzung entgegenbringen, sie sind unsere Markenbotschafter.“ Zusätzlich ist Asperger-Kanz durch ihre Tätigkeit in der erweiterten Geschäftsführung in wichtige Entscheidungen und Strategiebesprechungen involviert.


Welche Personalbereiche sind am schwierigsten zu besetzen?

Gastronomie und Hotellerie. Durch Corona haben sich viele Arbeitskräfte umorientiert und kommen nicht mehr in diese Branche zurück.


Die Arbeitsmoral der Jugend ist …

… nicht so, dass die Jugend den Drive verloren hat, arbeiten zu wollen. Es liegt an uns Unternehmen, den Sinn zu vermitteln, für den die Jugendlichen arbeiten wollen. Nachhaltigkeit ist ihnen wichtig.


Die am häufigsten gestellte Frage in einem Bewerbungsgespräch ist …

„Gibt’s Homeoffice und wenn ja, wie oft?“ Das verstehe ich, denn ich mache es auch – gerne und effizient. Zudem kann ich mir meine Arbeitszeit frei einteilen, und das hilft zusätzlich bei einer Vollzeitanstellung mit Kind. Ebenso, dass mein Mann seinen Teil der Verantwortung trägt und auch meine Mutter uns unterstützt.


Was versüßt Ihnen den Arbeitstag?

Das Lachen mit den Kolleg*innen, gerne und viel. Wir sind neun Frauen im Team und verstehen uns alle sehr gut.


Was kann Ihnen den Arbeitstag gründlich vermiesen?

Wenn viel Stress zusammenkommt, weil sich Termine verschieben und alles bunt durchgemischt ist – aber dann auch nur kurz, ich denke grundsätzlich positiv.


Was gefällt Ihnen an Ihrem Job am besten?

Ich habe BWL studiert und schon damals gemerkt, dass egal welche Strategie, welche Finanzentscheidung ein Unternehmen wählt, das Personal immer ein großes Thema sein wird. Damit war klar, dass ich in diesen Bereich will. Es ist ein wahnsinnig großer Hebel, mit dem man gestalten kann. Es sind nicht nur Zahlen, sondern lebende Materie, es menschelt, und das ist spannend.


Frauen in Führungspositionen sind …

… leider noch Mangelware. Hier haben fast alle Unternehmen noch Nachholbedarf. Deshalb müssen mehr Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit mehr Frauen in Führungspositionen gehen. Das würde ich mir wünschen und ich möchte andere Frauen motivieren, diesen Weg einzuschlagen. Dazu sind Vorbilder wichtig.


www.esterhazy.at/karriere