Loading…
Du befindest dich hier: Home | People

People | 01.04.2015

Ich wollte Nonne werden

Kind, Karriere und die Lust auf Abwechslung: Die gebürtige Burgenländerin Mari Lang zählt zu den vielseitigsten TV-Gesichtern im ORF. Die neue Abendsport-Moderatorin im Interview mit der BURGENLÄNDERIN über Extremsportarten, ein Radio-Abenteuer in Nordindien und ihren ersten Berufswunsch.

Der Rollentausch funktioniert. Denn normalerweise ist sie es, die die Fragen stellt. Doch heute wollen wir von der jungen Redakteurin, Reporterin und Moderatorin Antworten hören. Die gebürtige Eisenstädterin Mari Lang hat schließlich viel zu erzählen. Fast ihr halbes Leben lang ist die 34-Jährige bereits journalistisch tätig. Nach langen Jahren beim österreichischen Jugendkultursender FM4 hat Lang zuletzt das Medium Fernsehen für sich entdeckt. Nach dem TV-Talk „Contra“ und dem Reportageformat „Mein Leben“ überraschte Mari Lang jüngst als neues, hübsches Gesicht der Sport-Aktuell-Moderation im ORF. Dazwischen lag eine Karenzpause – Lang wurde Mutter der kleinen Frida. Im Interview mit der BURGENLÄNDERIN spricht der ORF-Star über ihre Abenteuerlust, die Vereinbarkeit von Kind und Karriere und warum sie als Kind Nonne werden wollte.

Mari Lang

Sie waren jahrelang Moderatorin und Redakteurin beim Jugend­kultursender FM4 und moderieren jetzt den ORF-Abendsport. Klingt nach einem echten Genre-Wechsel. Fast wie jemand, der vom Curling zum Fußball wechselt?
Ein interessanter Vergleich (lacht). Der Übergang war aber nicht ganz so abrupt, weil ich schon seit Jahren TV-Sendungen im ORF moderiere bzw. gestalte – wie die Talk-Sendung „Contra“ oder das Reportage-Format „Mein Leben“. Die Möglichkeit, die Sportnachrichten als Karenzvertretung zu moderieren, war einfach eine Gelegenheit, die sich ergab. Ich liebe Herausforderungen und Abwechslung, daher habe ich diese Chance ergriffen. Es macht mir auch großen Spaß. Aber natürlich bleibt die Reportage mein bevorzugtes journalistisches Format, wo ich mich auch zuhause fühle.

Ihr beruflicher Bezug zum Sport?
Ich war früher Leiterin der FM4-Rubrik „Draußen“, die sich mit Trend- und Extremsport-Themen befasst. Da geht’s meist um andere Sportarten als beim ORF-Sport – aber beides ist Sport! Daher war der Sprung nicht so groß. Ich muss mich nicht verbiegen. Ich würde ohnehin nie etwas machen, wo ich mich verbiegen muss.

Mari Lang

Hat Sie das Medium Fernsehen schon immer gereizt?
Es war zwar nie mein dringlichster Wunsch, ins Fernsehen zu kommen. Aber trotzdem kann ich mich noch gut erinnern, dass ich zuhause schon mit 16 vor dem Spiegel gestanden bin und mit dem Kugelschreiber in der Hand MTV-Moderatoren nachgemacht habe. Das heißt, irgendwo im Hinterkopf habe ich wohl das Gefühl gehabt, dass mir das liegen könnte. Über Umwege hab ich dann von dem Casting für Contra erfahren und wollte eigentlich nur aus Neugierde einmal wissen, wie sich das anfühlt, in einem Fernsehstudio zu stehen! Ich habe es super aufregend gefunden. Offensichtlich habe ich überzeugt, denn obwohl sie erst einen anderen Moderator ausgewählt hatten, durfte ich die Sendung schon bald mit diesem alternierend moderieren, und schließlich sogar allein. Die Sendung lief ein Jahr. Danach habe ich gemeinsam mit einem Produzenten das Reportageformat „Mein Leben – Die Reportage mit Mari Lang“ entwickelt. Seither ist Fernsehen auch meine große Leidenschaft und das, wo ich weiterhin arbeiten möchte.

Sie haben Ihre Diplomarbeit über Kriegsberichterstatterinnen geschrieben. Wollten Sie das selber auch mal werden?
Ich finde es spannend, wenn Menschen bereit sind, sich in solche Extremsituationen zu begeben. Aber selber? Nein danke! Es ist schließlich ein komplett familienunfreundlicher Beruf. Darüber hinaus wäre es für mich sehr zermürbend, ständig in Kriegs- und Konfliktregionen unterwegs zu sein.

Die ganze Story zu Mari Lang gibts in der April-Ausgabe der BURGENLÄNDERIN.